Lia Wälti im Zug angestarrt – Nati-Captain spricht über Unbehagen

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Lia Wälti«Tiefes Unbehagen»: Nati-Captain über verstörendes Zug-Erlebnis

Lia Wälti schildert auf Instagram, wie sie sich wegen eines Mannes im Zug unwohl fühlte. Danach stellt sie ihren Followern eine Frage.

Hier kamen die Nati-Spielerinnen Anfang Juni in Luzern an. Nun haben sie Ferien – und Lia Wälti erlebte Unschönes.Nils Hänggi / Daniel Schnuriger

Darum gehts

  • Nati-Captain Lia Wälti (33) schildert auf Instagram, wie sie in einem Zug von einem älteren Mann über eine Stunde lang angestarrt wurde.
  • Sie nutzt den Vorfall, um auf das weitverbreitete Gefühl von Frauen aufmerksam zu machen, im öffentlichen Raum zum Objekt gemacht zu werden.
  • Die Juventus-Turin-Spielerin fragt ihre Followerschaft, wie sie mit solchen Situationen umgehen.

«Hübsches Sardinien», schrieb Nati-Captain Lia Wälti zuletzt auf Instagram. Auf den Fotos, die die Schweizerin postete, sieht man die Juventus-Turin-Spielerin beim Glaceessen, Baden und am Strand. Nun jedoch ein harter Schnitt, die 33-Jährige berichtet anschliessend von einer unschönen Erfahrung.

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«Heute im Zug sass ein Mann (60+) neben mir», schreibt Wälti auf Englisch. «Der Zug war voll, mit Menschen, die in den Wegen standen. Von dem Moment an, als er sich setzte, konnte ich spüren, wie er mich anstarrte. Als die Person, die mir gegenüber sass, ausstieg, wechselte er sofort auf diesen Platz, damit er mich weiter ansehen konnte.»

Diese Worte postet Lia Wälti auf Instagram.
Diese Worte postet Lia Wälti auf Instagram.Instagram/liawaelti

Lia Wälti: «Wie gehst du damit um?»

Der Nati-Star erzählt, dass der Mann sie in der nächsten Stunde angestarrt und angelächelt habe. «Kein freundliches Lächeln. Ein dominantes. Eines, das mir ein tiefes Unbehagen bereitete.» Wälti stellt klar, dass nichts «passiert» sei und doch etwas passiert sei.

«Als Frauen kennen so viele von uns dieses Gefühl. Das Gefühl, beobachtet zu werden. Gemustert zu werden. Darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass jemand entschieden hat, dass man für ihn da ist, um angesehen zu werden, ganz gleich, wie man sich dabei fühlt», so Wälti.

Lia Wälti ist derzeit in den Ferien.
Lia Wälti ist derzeit in den Ferien.Instagram/liawaelti

Warum sei das immer noch so normal, fragt sich der Nati-Star auf Instagram. «Warum wird von Frauen erwartet, solche Momente einfach zu ertragen, anstatt sich sicher genug zu fühlen, um sich im öffentlichen Raum aufzuhalten, ohne zum Objekt der Aufmerksamkeit anderer gemacht zu werden?» Am Ende stellt sie ihren Followerinnen und Followern die Frage: «Wie gehst du damit um?»

Wie geht es mit Lia Wälti weiter?

Wälti erholt sich derzeit von einer anstrengenden Saison. Letzten Sommer wechselte sie zu Juventus Turin. Zuletzt rankten sich um sie aber hartnäckige Transfer-Gerüchte. Wälti wird vor allem mit Teams aus England in Verbindung gebracht, etwa mit den London City Lionesses. Nach Infos von 20 Minuten steht sie jedoch vor einem Wechsel zu Brighton.

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Im Frühling sprach sie über diese Gerüchte. «Ich habe spätestens im letzten Jahr gelernt, nicht allzu viele Medien zu konsumieren, denn es kursieren immer sehr viele Gerüchte», sagte sie. «Ich bin aktuell Juve-Spielerin, und solange ich dieses Trikot trage, werde ich alles für diesen Verein geben.»

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:
Polizei nach Kanton
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein
Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer
LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133
Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13
Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Forensic Nurses (Kanton Zürich), Tel. 0800 09 09 09
Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredakteur und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.

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