Waldbrand in Belgien nähert sich Deutschland

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Livetickeraktualisiert am Dienstag, 18. August, 2026

Waldbrände in Europa
Flächenbrand im Hohen Venn bleibt «unberechenbar»

Waldbrände halten Europa in Atem. In Frankreich und Spanien kämpfen Einsatzkräfte gegen mehrere Grossfeuer, Tausende Menschen mussten fliehen.
Bevorzugte Quelle
Die Feuerwehr kämpft gegen den Waldbrand in der Nähe von Madrid.AFP

Darum gehts

  • In Frankreich und Spanien wüten mehrere Grossbrände. Tausende Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen.
  • Im Südwesten Frankreichs wurden mehr als 140'000 Menschen evakuiert. Die Feuer breiten sich Richtung Bordeaux aus.
  • Auch in Belgien wütet ein Waldbrand, der sich in Richtung Deutschland ausbreitet.

Deine Meinung zählt

18.08.2026

Di 04:06

Kampf gegen Flächenbrand im belgischen Naturschutzgebiet dauert an

Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn dauert der Kampf gegen die verheerenden Flächenbrände an. Beteiligt sind auch deutsche Einsatzkräfte, die von der Eifelstadt Monschau aus agieren.

Ein besonderes Augenmerk hat die Feuerwehr auf das Wetter. Monschaus Feuerwehr-Einsatzleiter Philipp Krüger rechnet mit starken Winden und Böen aus Richtung Südwest, weshalb man sich nun auf eine «ganz neue Lage» vorbereite, sagte er am Montag. Zugleich erwartet der Deutsche Wetterdienst für Monschau am Dienstag mehr Regen als am Vortag.

Nach Angaben des belgischen Innenministers Bernard Quintin hatten günstige Wetterbedingungen die Ausbreitung des Brandes am Montag stark verlangsamt. Allerdings sei das Feuer unberechenbar, sagte er der Nachrichtenagentur Belga. Selbst wenn es unter Kontrolle gebracht worden sei, müsse man das Gebiet unter Wasser setzen, um ein erneutes Aufflammen zu vermeiden. Die Nachlöscharbeiten dürften demnach Wochen dauern.

Die Brandlinie war nach Angaben der Feuerwehr Monschau am Montagabend rund 2,3 Kilometer von der deutschen Landesgrenze entfernt. In mehreren Schichten waren demnach insgesamt 240 deutsche Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Polizei im Einsatz. «Wir müssen auf jeden Fall die ganze Nacht hier agieren und uns Bereiche freihalten», sagte der Sprecher der Feuerwehr Monschau, Tobias Schell, der Deutschen Presse-Agentur.

Einer der grössten Brände der Landesgeschichte

Der Waldbrand im Hohen Venn ist einer der grössten in der belgischen Geschichte. Am Sonntagabend hatte er sich der deutschen Grenze so weit genähert, dass in Monschau-Kalterherberg etwa 30 Einwohner aus Sicherheitsgründen ihre Häuser verlassen mussten. Nach Angaben des Feuerwehrsprechers sind keine weiteren Evakuierungen geplant. (DPA)

16.08.2026

So 23:32

Teile von Monschau in Deutschland werden evakuiert

Wegen des enormen Waldbrandes im Hohen Venn haben die Behörden eine Evakuierung in Teilen der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau angeordnet.

Christoph Reichwein/dpa

«Die aktuelle Entwicklung des Brandgeschehens im Hohen Venn erfordert eine sofortige Evakuierung folgender Strassenzüge in Kalterherberg: Ruitzhof und Geisberg», teilte die Stadt Monschau auf ihrer Internetseite mit. (DPA)

16.08.2026

So 22:32

Soldat stirbt bei Löscharbeiten in Nordspanien

Ein Soldat kam bei den Löscharbeiten eines Waldbrands in Aragonien ums Leben. Laut örtlichen Medien habe sich sein Fahrzeug überschlagen. Regionalpräsident Jorge Azcón sprach am Sonntag auf X seine Anteilnahme aus.

Der Waldbrand wütet seit Tagen in der nordspanischen Region und bedroht inzwischen ein mittelalterliches Kloster. Am Donnerstag wurden dort die Gebeine der ersten mittelalterlichen Könige des Königreichs Aragón in Sicherheit gebracht. (jst)

Ein Soldat stirbt bei den Löscharbeiten im nordspanischen Aragonien.
Ein Soldat stirbt bei den Löscharbeiten im nordspanischen Aragonien.IMAGO/Europa Press
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16.08.2026

So 17:00

2 Tote auf griechischer Insel Salamis

Bei Waldbränden auf der griechischen Insel Salamis nahe Athen sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Nahe dem Strand Peristeria im Süden der Insel seien zwei Leichen geborgen worden, sagte ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. Nahezu zeitgleich waren zuvor zwei Waldbrände in der Nähe beliebter Badestellen im Süden und Osten der Insel ausgebrochen, wie Feuerwehrsprecher Giannis Artopios dem Fernsehsender ERT schilderte.

Hunderte Urlauber und Einheimische wurden zur Evakuierung aufgerufen. Die Küstenwache entsandte nach eigenen Angaben fünf Patrouillenboote, um Badegäste und Bewohner in Sicherheit zu bringen, auch Privatboote kamen zu Hilfe. Rund 150 Feuerwehrleute sowie vier Löschflugzeuge und sechs Hubschrauber waren im Einsatz gegen die in bewohntem Gebiet tobenden Feuer. (AFP)

Zwei Menschen sterben bei den Waldbränden auf der griechischen Insel Salamis.
Zwei Menschen sterben bei den Waldbränden auf der griechischen Insel Salamis.AFP

16.08.2026

So 01:37

Waldbrand nähert sich deutscher Grenze – Evakuierung vorbereitet

Wegen der Ausbreitung des grossen Waldbrandes von Belgien in Richtung Deutschland ruft die nordrhein-westfälische Stadt Monschau weitere Ortsteile dazu auf, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Betroffen seien die Menschen in den Ortsteilen Kalterherberg und Mützenich, teilte die Stadt in der Nacht auf ihrer Webseite mit. Die Feuerfront im Hohen Venn befindet sich demnach nur noch etwa drei Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

Evakuierungen werden vorbereitet: Das Waldfeuer in Belgien nähert sich der deutschen Grenze.
Evakuierungen werden vorbereitet: Das Waldfeuer in Belgien nähert sich der deutschen Grenze.IMAGO/Marc John

Vorsorglich würden Löschmassnahmen vorbereitet, damit im Falle eines Überspringens des Feuers auf deutsches Gebiet unmittelbar mit den Löscharbeiten begonnen werden kann, hiess es. Die belgischen Behörden hätten demnach die Evakuierung der unmittelbar westlich an den Ortsteil Kalterherberg angrenzenden Ortschaft Küchelscheid bereits angeordnet.

Die Stadt fordert die Einwohner dazu auf Notgepäck bereitzuhalten und ihre Nachbarn zu informieren. Zudem wird den Angaben darum gebeten, die Notrufleitungen von Polizei und Feuerwehr nicht zu blockieren. (DPA)

14.08.2026

Fr 03:37

Kroatien: Waldbrand nahe Touristenort

Ein unkontrolliert lodernder Waldbrand hat in der Nacht zum Freitag in Kroatien den beliebten Touristenort Lokva Rogoznica bedroht. Einheimische und Urlauber seien aus dem Ort an der Adriaküste evakuiert worden, hiess es in kroatischen Medienberichten. Die Flammen hätten bereits erste Häuser zerstört. Die Feuerwehr schätzte die Lage als «äusserst besorgniserregend» ein.

Schwerer Waldbrand in Lokva Rogoznica.
Schwerer Waldbrand in Lokva Rogoznica.IMAGO/Pixsell

Gemäss Portal.hr mussten 19 Personen ärztlich behandelt werden. Laut Feuerwehrchef Slavko Tucaković handelt es sich um einen der schwersten Brände in der Geschichte Kroatiens. Im Einsatz stehen Medienberichten zufolge 286 Feuerwehrleute mit 93 Löschfahrzeugen. (jar)

09.08.2026

So 23:16

Waldbrand in Andalusien erfasst 8000 Hektar

Knapp 500 Menschen sind wegen eines Waldbrandes im Südwesten Spaniens in Sicherheit gebracht worden. Das am Donnerstag ausgebrochene Feuer habe bislang in der Provinz Huelva rund 8000 Hektar erfasst, teilte die Regionalregierung von Andalusien mit.

Die Zahl der Evakuierten sei in den vergangenen Stunden leicht auf 474 gestiegen. Derzeit seien aber keine Ortschaften unmittelbar gefährdet, hiess es.

Francisco J. Olmo/EUROPA PRESS/dpa

Die Flammen hätten sich in den vergangenen Tagen auch wegen starker Winde schnell ausgebreitet, sagte der andalusische Innenminister Antonio Sanz. «Heute sind wir aber etwas optimistischer», betonte er am Nachmittag. Bei der Bekämpfung habe man auch dank besserer Wetterbedingungen Erfolge erzielt. Der südliche Teil des Brandes sei inzwischen unter Kontrolle.

In der Nähe der Kleinstadt Niebla, rund 60 Kilometer westlich von Sevilla, kämpfen rund 500 Einsatzkräfte im hügeligen Waldgebiet weiter gegen die Flammen. Sie werden zeitweilig von bis zu 26 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt. (DPA)

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07.08.2026

Fr 15:32

Schweizer Armee schliesst Einsatz in Korsika ab

Die Unterstützung der Schweizer Armee bei der Bekämpfung der Waldbrände auf Korsika ist abgeschlossen, teilt der Bund am Freitag mit. Die drei Super-Puma-Helikopter und die 20 eingesetzten Spezialisten der Armee wurden am 28. Juli 2026 nach Korsika verlegt, zusammen mit dem Teamleader des Einsatzes und einem Einsatzlogistiker der Humanitären Hilfe. Nach elf Einsatztagen kehrte das Einsatzdetachement planmässig in die Schweiz zurück.

Die Schweiz unterstützte Frankreich auf Ersuchen der französischen Behörden. «Die drei Helikopter kamen insbesondere in schwer zugänglichem Gelände zum Einsatz. Insgesamt warf das Schweizer Detachement 452 Tonnen Löschwasser über den betroffenen Gebieten ab und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Waldbrände auf Korsika», schreibt der Bund.

«Der Einsatz war aufgrund der hohen Temperaturen, der starken Hitzeentwicklung und der anspruchsvollen topografischen Bedingungen vor Ort besonders fordernd. Zugleich sammelten die Flugbesatzungen sowie das technische und logistische Personal wertvolle Einsatzerfahrungen.» Die gewonnenen Erkenntnisse werden in die Vorbereitung künftiger Einsätze unter vergleichbaren Bedingungen einfliessen.

Die Unterstützung erfolgte unter der Gesamtverantwortung der Humanitären Hilfe des Bundes, die der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) im EDA angegliedert ist.« Die Zusammenarbeit zwischen der Schweizer Armee, der Deza sowie den französischen Behörden und Einsatzkräften funktionierte während des gesamten Einsatzes ausgezeichnet. Die mit dem Einsatz verbundenen Kosten werden aus den bestehenden Krediten des EDA und des VBS gedeckt.»

07.08.2026

Fr 11:34

Zwei Unternehmer nach Waldbrand bei Athen wegen Brandstiftungsverdachts in Haft

Nach dem schweren Waldbrand nahe der griechischen Hauptstadt Athen sind der Chef einer Elektro-Installationsfirma und ein weiterer Unternehmer wegen des Verdachts der Brandstiftung in Untersuchungshaft genommen worden. Die beiden Männer seien zuvor von Mittwoch- bis Freitagmorgen einem «Marathon»-Verhör unterzogen worden, berichteten griechische Medien am Freitag. Die Ermittler werfen ihnen demnach «Brandstiftung in einem Waldgebiet» sowie Sachbeschädigung an Versorgungseinrichtungen vor.

Die Installationsfirma eines der Verdächtigen steht demnach in Verbindung mit einem Windpark in der Brandregion. Ersten Ermittlungen zufolge war der Waldbrand westlich von Athen am Freitag vergangener Woche von Funkenflug an Stromkabeln nahe dem Badeort Agios Vassilios 85 Kilometer nordwestlich von Athen ausgelöst worden.

Starker Wind fachte die Flammen an, mehr als 10.000 Hektar Vegetation gingen in Flammen auf, mehr als 120 Gebäude im Badeort Porto Germeno am Golf von Korinth wurden beschädigt. Etwa 40 Gebäude wurden von Experten als abrissreif eingestuft, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete. Dutzende weitere seien vorerst unbewohnbar.

Unterdessen herrscht in Griechenland weiterhin höchste Waldbrand-Alarmstufe. Allein zwischen Mittwoch und Donnerstag brachen laut Feuerwehr 44 neue Brände in Wäldern und auf Feldern aus. (AFP)

Nach dem schweren Waldbrand westlich von Athen ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Mehr als 10.000 Hektar Vegetation wurden zerstört.
Nach dem schweren Waldbrand westlich von Athen ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Mehr als 10.000 Hektar Vegetation wurden zerstört.IMAGO/One Inch Productions

04.08.2026

Di 16:03

400 Granaten vom 2. Weltkrieg in Waldbrand-Dorf gefunden

Als der Waldbrand vor Bordeaux letzte Woche das Dorf Le Porge erreicht hatte, hörte man Explosionen im Dorf. Nun, nachdem sich die Lage beruhigt hat, ist klar, weshalb: In den verbrannten Ruinen des französischen Dorfes wurden über 400 Granaten aus dem 2. Weltkrieg gefunden.

«Heute wurde gemeinsam mit Fachkräften des Zivilschutzes eine Bombenräumaktion durchgeführt, bei der mehr als 400 Granaten und Munitionsstücke geborgen wurden», hiess es am Montag in einer Erklärung der Gemeinde.

«Nach den Bränden waren Explosionen zu hören, woraufhin wir letzte Woche zum Einsatz kamen», erklärte Kommandant Philippe Delemotte, Leiter der Bombenräumungseinheit von Bordeaux, am Montag in einem Interview mit dem französischen Sender France Info. «Aus einem Feld haben wir 75 Granaten geborgen. Da hatten wir zum Beispiel zwei Mörsergranaten und einige deutsche 5-Zentimeter-Granaten», erzählte er weiter.

Aufgrund der Gefahr für die Öffentlichkeit richteten die Behörden umgehend eine Sperrzone ein. Delemotte erklärte, eine Explosion könne möglicherweise «tödliche Splitter» mehrere hundert Meter weit durch die Luft schleudern. (sim)

02.08.2026

So 18:52

Zwei Tote bei Zusammenstoss von Löschhelikoptern

Beim Zusammenstoss zweier Löschhubschrauber sind in der Nähe von Athen zwei Besatzungsmitglieder getötet worden. Die Feuerwehr teilte mit, bei den Todesopfern handele es sich um einen griechischen und einen dänischen Staatsbürger. Zwei weitere Besatzungsmitglieder – ein griechischer und ein britischer Staatsbürger – überlebten das Unglück. (DPA)

02.08.2026

So 17:04

Zwei Löschhelikopter stürzen bei Waldbrand nahe Athen ab

Bei den Löscharbeiten westlich von Athen sind nach Berichten des griechischen Rundfunks ERT zwei Löschhelikopter zusammengestossen und abgestürzt. Die Piloten des einen Hubschraubers haben sich bei der Feuerwehrzentrale per Funk gemeldet. Das Schicksal der Besatzung des zweiten Helis ist jedoch weiterhin unklar. Im Gebiet bei der Ortschaft Psatha wurde eine grossangelegte Such- und Rettungsaktion eingeleitet, teilte die Feuerwehr mit.

Der Moment des Zusammenstosses.Social Media/ERT

Das griechische Fernsehen ERT zeigte ein Video, auf dem der Moment des Unglücks zu sehen sein soll. Dabei berührt der eine Helilkopter den Rotor des anderen. Kurz darauf explodiert der zweite Hubschrauber und stürzt brennend ab. Der Copilot des Helikopters, der nicht sofort abstürzte, sei verletzt worden, berichteten Medien unter Berufung auf Kreise der Feuerwehr.

Unterdessen haben sich die Flammen des schweren Brandes rund 50 Kilometer westlich von Athen bis auf wenige Kilometer der Stadt Megara mit rund 36'000 Einwohnern ausgebreitet. Nach ersten Schätzungen wurden seit Freitag mehr als 10'000 Hektar Wald sowie Häuser, Ställe und landwirtschaftliche Flächen zerstört, berichtete der griechische Rundfunk ERT. (DPA)

02.08.2026

So 03:41

Evakuierungs-SMS für Bewohner und Touristen nahe Athen

Alepochori, Psatha und Zachouli – alle Bewohner und Touristen müssen diese und viele andere griechische Ortschaften und Dörfer rund 60 Kilometer westlich von Athen am Samstagabend verlassen. Auch rund 100 Kilometer weiter westlich brennt es, und ausserdem im Norden der Halbinsel Peloponnes. Das Ministerium für Bürgerschutz hat in die Regionen entsprechende Warn- und Evakuierungs-SMS verschickt – falls jemand die dichten Rauchwolken und die nahende Gefahr noch nicht wahrgenommen hat.

Fast ungebremst und mit rasender Geschwindigkeiten breiteten sich die Flammen am Samstagnachmittag vor allem in der Region rund um das Dorf Porto Germeno aus, angefacht von starken Winden, die Löscharbeiten aus der Luft kaum zuliessen. In den frühen Abendstunden konnten noch einige wenige Löschhelikopter aufsteigen, weil der Wind sich etwas legte. Dann brach die Nacht herein – erneut Zwangspause für die Helfer aus der Luft.

«Albtraumhaftes» Bild

Am Boden kamen die Rettungskräfte derweil kaum voran, obwohl laut einem Polizeisprecher rund 500 Feuerwehrleute im Einsatz waren, darunter auch Kollegen aus Rumänien und Frankreich sowie unzählige Freiwillige. Zu gross war die Feuerwand, teils schlugen die Flammen weit über die gut 20 Meter hohen Bäume in den Nachthimmel. Rund 5000 Hektar sollen bisher verbrannt sein, eine Fläche von 50 Quadratkilometern, fast so gross wie die Stadt Konstanz.

Aus der Region Attika rund um Athen kamen schwere Baumaschinen und Tankwagen mit Wasser zu Hilfe. Bagger schlugen Schneisen, um das Feuer zu bremsen. Das Bild sei albtraumhaft, sagte der stellvertretende Gouverneur von Böotien, Giorgos Dasiotis, dem Sender ERTNews. «Wenn der Wind nicht nachlässt, kann das Unheil nicht mehr aufgehalten werden.» Am Sonntag soll der Wind etwas nachlassen – die Hoffnung ruht dann auf den Löschflugzeugen und -hubschraubern. (DPA)

01.08.2026

Sa 16:39

Waldbrand bedroht Badeort nahe Athen

Hunderte Feuerwehrleute kämpften am Samstag in Griechenland gegen einen Waldbrand, der den beliebten Badeort Porto Germeno rund 60 Kilometer westlich von Athen bedrohte. Die gewaltigen Rauchwolken sind von der Hauptstadt aus deutlich zu sehen. Starke Winde erschwerten die Löscharbeiten erheblich.

AFP

In der Bucht von Porto Germeno wurden zwölf Menschen durch die Küstenwache vom Strand aus über das Meer gerettet, wie die Zeitung Kathimerini berichtete.

In dem Küstenort im Nordosten des Golfs von Korinth sollen bis zu 100 Häuser verbrannt sein, wie der Vizebürgermeister der umliegenden Gemeinde Mandra dem Nachrichtensender Ertnews sagte. «Aufgrund der starken Winde können derzeit überhaupt keine Löschflugzeuge eingesetzt werden. Wir hoffen, dass der Wind nachlässt.» Im Norden der Halbinsel Peloponnes brennt es ebenfalls an zwei Fronten. (DPA)

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01.08.2026

Sa 15:02

Bordeaux-Feuer «eingedämmt» – Rückkehr noch nicht für alle möglich

Der französische Innenminister Laurent Nuñez gab am Samstag, dem 1. August, bekannt, dass das Feuer in der Gironde (bei Bordeaux) «eingedämmt» sei und sich die Flammen «nicht mehr ausbreiten». Allerdings verhindern einige «aktive Zonen» weiterhin die Rückkehr der Bewohner bestimmter evakuierter Ortschaften, wie BFMTV berichtet.

Auch sind die Löscharbeiten noch nicht beendet. «Wir haben weiterhin eine äusserst umfangreiche Bodentruppe in diesem Sektor im Einsatz, genauso wie wir immernoch eine äusserst umfangreiche Lufttruppe im Einsatz haben», sagte der Innenminister weiter.

01.08.2026

Sa 03:21

Waldbrand in Südfrankreich wieder aufgeflammt

Im südfranzösischen Département Var, zwischen Marseille und Cannes, ist ein Brand wieder aufgeflammt, der sich schnell ausbreitete. Innerhalb weniger Stunden wurden am Freitag 1000 Hektar verwüstet, wie die Präfektur mitteilte. Etwa 2500 Menschen mussten demnach evakuiert werden. Laut Angaben in der Nacht waren 720 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie hätten sich darauf konzentriert, sensible Stelle zu schützen und das Vorrücken des Feuers einzudämmen, hiess es. (DPA)

01.08.2026

Sa 03:14

Alarmstufe Rot für die Region Athen

Für den Grossraum Athen rief der Zivilschutz die höchste Alarmstufe (Rot) aus. Besonders kritisch ist die Lage rund 60 Kilometer nordwestlich von Athen, wo sich die Flammen auf einer kilometerlangen Front ausbreiten. Hunderte Menschen mussten dort Medienberichten zufolge mit Booten in Sicherheit gebracht werden. Auch westlich von Athen brach ein grosser Waldbrand aus. Der Vorort Dasos wurde vorsorglich evakuiert, weil beissender Rauch und Flammen die dicht besiedelte Region bedrohen.

Auf der Halbinsel Peloponnes toben ebenfalls Brände. Insgesamt kämpfte die Feuerwehr nach Angaben eines ihrer Sprecher am Freitagabend an 73 Orten mit Bränden. (DPA)

31.07.2026

Fr 08:17

Griechenland und Türkei kämpfen weiter gegen schwere Brände

Während sich die Waldbrandlage in Frankreich und Spanien entspannt und Tausende Evakuierte nach Hause zurückkehren, ist die Situation in Griechenland und der Türkei weiter angespannt. Von hoher Trockenheit und Hitze begünstigte Brände, die von kräftigem Wind weiter angefacht werden, machen der Feuerwehr sehr zu schaffen.

Die Waldbrandlage auf Kreta spitzt sich weiter zu. Orkanartige Nordwinde fachen die Flammen immer wieder an und machen die Löscharbeiten zu einem gefährlichen Kraftakt. Nahe der Ortschaft Preveli brach ein weiterer Brand aus. Wegen der dichten Rauchschwaden musste die Küstenwache rund 50 Menschen aus einem Küstenabschnitt in Sicherheit bringen.

Auch in der Türkei kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen zahlreiche Waldbrände im Süden und Westen des Landes, die durch starke Winde angefacht werden. Seit Mittwoch habe man landesweit bei 169 Bränden eingegriffen, 163 davon seien am Donnerstagabend vollständig unter Kontrolle gebracht worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur den Forstminister Ibrahim Yumakli. (DPA)

Winde in Kreta erschweren die Löscharbeiten zusätzlich.
Winde in Kreta erschweren die Löscharbeiten zusätzlich.IMAGO/Anadolu Agency

30.07.2026

Do 10:20

Regen erleichtert Arbeit der Feuerwehr

Regenfälle über dem Waldbrandgebiet an der französischen Atlantikküste haben am Morgen für Erleichterung bei der Feuerwehr gesorgt. «Wir hoffen auf Regenschauer den ganzen Vormittag über», sagte der regionale Feuerwehrkommandant Matthieu Jomain, wie die Zeitung «Sud-Ouest» berichtete.

Die Waldbrände in Frankreich zwangen zwischenzeitlich zehntausende zur Evakuation.
Die Waldbrände in Frankreich zwangen zwischenzeitlich zehntausende zur Evakuation.AFP

«Die Bedingungen mit einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent heute Vormittag sind ideal, damit wir unsere Nachlöscharbeiten und das Ablöschen verbliebener Glutnester effizient fortsetzen können.» Auch die Feuerwehrleute an ihren Einsatzstützpunkten reagierten erfreut auf den Regen.

Die Lage entwickele sich positiv, aber man müsse weiterhin vorsichtig bleiben, sagte der Feuerwehrchef. Er berichtet, dass «die Nacht sehr ruhig verlaufen ist», wobei die Brandfläche weiterhin bei 42'000 Hektar liege, «aber dennoch sechs neue Brandherde bekämpft wurden». Inzwischen wurden nach Angaben der Präfektur 230 Feuerwehrleute bei ihrem Einsatz in der Brandregion bei Bordeaux verletzt. (DPA)

30.07.2026

Do 10:18

Frankreich erlaubt 84'000 Menschen Rückkehr nach Waldbrand

Die französischen Behörden haben grünes Licht für die Rückkehr von 84'000 Menschen gegeben, die wegen eines gewaltigen Waldbrands im Südwesten Frankreichs ihre Häuser verlassen mussten. Die Freigabe galt für neun Ortschaften. Sie ist das bisher deutlichste Signal, dass der seit vergangener Woche andauernde Kampf gegen das Feuer möglicherweise eine Wende zum Besseren genommen hat. Insgesamt mussten mehr als 220'000 Menschen ihre Häuser verlassen. (DPA)

30.07.2026

Do 04:05

Schwerer Brand wütet in Spanien an Grenze zu Portugal

Im von Bränden heimgesuchten Spanien ist nun in einem Nationalpark an der Grenze zu Portugal ein schweres Feuer ausgebrochen. Wegen erheblichen Risiken für die Anwohner seien zwölf Ortschaften rund um die Gemeinde Fermoselle innerhalb des Parque Nacional Arribes del Duero evakuiert worden, teilte die Regionalregierung der Gemeinschaft Kastilien und León mit. Für zwei weitere Ortschaften wurden Ausgangsbeschränkungen angeordnet.

Rund 950 Menschen wurden in der betroffenen Region im Nordwesten Spaniens laut Medienberichten in Sicherheit gebracht. Dazu zählten die Bewohner eines Altenheims in Muga de Sayago, wie die Polizeieinheit Guardia Civil auf X mitteilte.

Ministerpräsident Pedro Sánchez erörterte die Lage der Feuer in Spanien bei einem Treffen mit König Felipe VI. in Palma de Mallorca. Sie hätten ebenfalls über die extreme Gefahr angesichts der Hitze gesprochen, teilte Sánchez anschliessend vor der Presse mit. Es sprach von einer äusserst angespannten Waldbrandlage. Derzeit seien in Spanien zehn Feuer unterschiedlichen Ausmasses aktiv, sagte Sánchez.

Angesichts einer neuen Hitzewelle, die bis Sonntag andauern werde, rief er die Bevölkerung zu äusserster Vorsicht auf. Sánchez kündigte zudem an, die Europäische Kommission gebeten zu haben, in Son Sant Joan auf Mallorca ein neues europäisches Zentrum für die Brandbekämpfung einzurichten.

In einigen Gebieten Spaniens entspannt sich die Lage inzwischen langsam weiter. Die Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen werden nach und nach aufgehoben. Allerdings dürfen noch rund 9500 Menschen, alle in der Autonomen Gemeinschaft Madrid, weiterhin nicht in ihre Häuser zurückkehren. Das Feuer in der Sierra Norte im Westen der Gemeinschaft gilt inzwischen als endgültig stabilisiert, ebenso wie das Feuer in der angrenzenden Provinz Toledo südwestlich von Madrid. In Ávila wurden alle die Ausgangssperren und Evakuierungsmassnahmen aufgehoben. (DPA)

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30.07.2026

Do 04:02

Neue Waldbrände brechen in mehreren Regionen Frankreichs aus

In mehreren Regionen Frankreichs sind während einer Hitzewelle erneut Waldbrände ausgebrochen. Im südfranzösischen Departement Var, wo zuvor bereits Brände gewütet hatten, brach im Bereich der Kleinstadt Brignoles ein Feuer aus, wie das Departement am Abend mitteilte. 600 bis 700 Menschen mussten evakuiert werden und 100 Hektar Fläche gerieten in Brand. Mit 250 Feuerwehrleuten, sieben Löschhelikoptern und vier Löschflugzeugen wurden die Flammen bekämpft.

Ein erneutes Feuer wurde auch aus dem Wald von Fontainebleau südlich von Paris gemeldet, wo es vor zwei Wochen bereits gebrannt hatte. Evakuierungen waren dort nicht geplant, wie die Zeitung «Ouest-France» unter Verweis auf die Einsatzkräfte berichtete. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen mit Unterstützung von Landwirten, die mit ihren Fahrzeugen Wasser für die Löschwagen in den Wald schafften.

Bevölkerung soll sich vor gefährlichem Rauch schützen

Ein grösserer Brand brach im Burgund in der Gemeinde Couchey in der Nähe der Grossstadt Dijon aus. 125 Hektar Fläche wurden bereits in Mitleidenschaft gezogen, teile das Departement am Abend mit. 150 Feuerwehrleute, 78 Löschfahrzeuge und zwei Löschhelikopter waren im Einsatz. Wegen des gesundheitsgefährdenden Rauchs wurde die Bevölkerung aufgerufen, sich möglichst nicht draussen aufzuhalten und Türen und Fenster geschlossen zu halten.

An der Atlantikküste bei Bordeaux, wo die bislang massivsten Brände der Saison in Frankreich auf einer Fläche von 42'000 Hektar gewütet hatten, kämpfte die Feuerwehr bei Temperaturen von bis zu 41 Grad und kräftigem Wind gegen neu aufflammende Brandherde. Ein erneutes Ausbreiten des Brandes konnte die Feuerwehr mit einem Grossaufgebot verhindern.

Aussichten am Atlantik positiv

«Wenn die Nacht gut verläuft, kann man für die Einwohner und Touristen hinsichtlich des morgigen Tages und der kommenden Tage durchaus optimistischer sein, da günstige Wetterbedingungen vorhergesagt werden», sagte die Präfektin von Bordeaux, Sophie Brocas, wie «Ouest-France» berichtete. Sie äusserte die Hoffnung, «eine Rückkehr zur Normalität für die Einwohner und die Unternehmen, die ihrer Arbeit nachgehen müssen, ins Auge fassen zu können». 224'000 Menschen waren in der Region evakuiert worden. (DPA)

29.07.2026

Mi 20:09

Drei Feuerwehrleute sterben im Kampf gegen Waldbrände in Griechenland

Im Kampf gegen die Waldbrände in Griechenland sind drei Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Zwei Männer starben nach Angaben der Feuerwehr am Mittwoch bei Löscharbeiten auf der Insel Kreta, ein weiterer wurde in der Nähe des Hafens Gytheio auf der Halbinsel Peloponnes leblos aufgefunden. In mehreren Gegenden des Landes brachen weitere Feuer aus.

Ein örtlicher Gemeindevertreter sagte dem Sender ERT, das Feuer auf Kreta sei «ausser Kontrolle» und bereits mehr als 15 Kilometer lang. Die beiden Feuerwehrleute seien am Rande eines Berges in ihrem Löschfahrzeug von den Flammen eingeschlossen worden, berichtete der Sender.

Die Feuerwehr entsandte nach eigenen Angaben mehr als 150 Feuerwehrleute und acht Löschflugzeuge zur Bekämpfung der Flammen in der Nähe der Stadt Rethymno im Westen der Insel. «Der Wind ändert ständig die Richtung, man wird sehr schnell eingeschlossen», sagte der Bürgermeister des Dorfs Agios Vasileios, Yiannis Tatarakis, der Nachrichtenagentur AFP.

Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 74 Stundenkilometern wüteten weitere Brände auf den Inseln Paros und Lesbos sowie in den Bezirken Messenien und Lakonien auf der Halbinsel Peloponnes. Den örtlichen Behörden zufolge wurden rund zehn Dörfer auf Paros vorsorglich evakuiert, obwohl sich die Lage am Mittwoch besserte. Auf Lesbos kämpften 50 Feuerwehrleute und sechs Löschflugzeuge gegen die Flammen in der Nähe einer Mülldeponie.

Das Ministerium für Katastrophenschutz gab für Donnerstag die fast höchste Feuerwarnung für mehrere Gebiete aus, darunter Kreta, den Grossraum Athen, den Osten der Peloponnes und die meisten Inseln in der Ägäis. (AFP)

29.07.2026

Mi 19:12

Waldbrand auf Kreta: Rund 6000 Urlauber werden evakuiert

Wegen des unkontrollierten Waldbrandes auf Kreta hat der griechische Zivilschutz die Evakuierung des Ferienorts Agia Galini an der Südküste der Insel angeordnet. Medienberichten zufolge sollen rund 6000 Urlauber betroffen sein. Sie sollen in Richtung Südosten zur Ortschaft Tymbaki gebracht werden.

Für weite Teile Griechenlands gilt laut Ministerium für Bürgerschutz in den kommenden Tagen die zweithöchste Stufe der Waldbrandgefahr. Die für die Jahreszeit typischen starken Meltemi-Winde aus Norden erhöhen die Gefahr grossflächiger Feuer, die nur schwer unter Kontrolle zu bekommen sind. (DPA)

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