Nach Anschlag am CSD in Berlin: Vater von Abdul B. spricht

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Livetickeraktualisiert vor 3 Stunden

CSD-Anschlag in Berlin
Haus von Attentäter Abdul B. wurde mit Kamera überwacht

Am Samstagabend fuhr ein Auto in eine Menschenmenge am Christopher-Street-Day in Berlin. Dabei wurde eine Person getötet, vier weitere schwer verletzt. Neuste Entwicklungen findest du hier im Ticker.
Bevorzugte Quelle
Der Christopher-Street-Day wurde am Samstagabend abgebrochen, nachdem ein Auto in eine Menschenmenge am Rande der Veranstaltung gefahren war. Eine Person starb, 29 weitere wurden verletzt.AP

Darum gehts

  • Am Samstagabend ist ein Mann in eine Menschenmenge in der Nähe der Christopher-Street-Day-Feier in Berlin gefahren.
  • Dabei kam eine Frau ums Leben und vier Personen wurden schwer verletzt.
  • Ein Iraner, der im Beifahrersitz gesessen haben soll, wurde festgenommen.
  • Der Bundesinnenminister, Alexander Dobrindt, sprach am Sonntag von islamistischen Terrorismus.
  • Am Sonntagabend wurde Abdul B., der mutmassliche Lenker, in einem Schrebergarten in Berlin-Spandau aufgespürt und bei einem Schusswechsel von der Polizei getötet.
Der mutmassliche CSD-Terrorist Abdul B. ist am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz erschossen worden.
Der mutmassliche CSD-Terrorist Abdul B. ist am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz erschossen worden.Polizei Berlin

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27.07.2026

Mo 19:35

Bericht: Haus von Abdul B. wurde mit Kamera überwacht

Der mutmassliche CSD-Attentäter Abdul B. wurde laut einem Medienbericht von den Behörden vor dem Anschlag vom Samstag zuletzt als «Hochrisikoperson» eingestuft. Nach am Montag im Portal tagesschau.de veröffentlichten Recherchen von NDR, WDR und «Süddeutscher Zeitung» geht dies auf die Bewertung durch ein Analysetool des Bundeskriminalamts (BKA) zurück. Auch sei er durch eine Kamera überwacht worden, hiess es.

Diese Kamera war laut dem Bericht vom Berliner Landeskriminalamt so installiert worden, dass sie den Hauseingang der Wohnung von Abdul B. im Blick hatte. Am Samstagabend habe diese Kamera um 20.58 Uhr aufgezeichnet, dass er das Haus verliess. Rund eine Stunde später raste Abdul B. laut den Ermittlungen mit einem Transporter am Rande des Christopher Street Day (CSD) in eine Menschengruppe im Berliner Tiergarten.

Bei dem Anschlag waren eine Frau aus Polen getötet und 29 weitere Menschen teils schwer verletzt worden. Abdul B. wurde am Sonntag bei einem Polizeieinsatz erschossen. Er war mehrfach vorbestraft und hatte 2025 versucht, sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat anzuschliessen. (AFP)

27.07.2026

Mo 13:27

Richter erklärt, weshalb B. freigelassen wurde

Abdul B. wurde im Mai 2026 zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Ihm wurde unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Er hatte IS-Propaganda geteilt und wollte sich 2025 dem IS anschliessen, wurde jedoch im Libanon festgehalten.

Trotzdem wurde B. wieder freigelassen. Focus.de zitiert die Begründung der Richter aus dem Urteil: «Angesichts des Umstands, dass der Angeklagte erstmalig Untersuchungshaft verbüsst hat, diese insgesamt über neun Monate andauerte, der Angeklagte weit davon entfernt war, tatsächlich nach Syrien einzureisen und er sich in der Hauptverhandlung von dem Islamischen Staat distanziert hat, hat das Gericht die Entscheidung über die Strafaussetzung zur Bewährung (...) einem nachträglichen Beschluss vorbehalten, der spätestens sechs Monate nach Rechtskraft des Urteils ergehen soll.»

Abdul B. wurde am Sonntagabend getötet.
Abdul B. wurde am Sonntagabend getötet.Polizei Berlin

Das Gericht sah zudem «keinen Zweifel daran, dass es sich bei ihm um noch einen der Entwicklung befindlichen prägbaren Menschen handelt, bei dem aufholbare Reife- und Entwicklungsrückstände bestehen und der nach seiner Entwicklung einem Jugendlichen gleichsteht.» Zu diesem Schluss kamen die Richter aufgrund seines Werdegangs, seines Zusammenlebens mit der Mutter und des von ihm gewonnenen Eindrucks während der Hauptverhandlung. (jar)

27.07.2026

Mo 12:19

Opfer von CSD-Anschlag war Mutter aus Polen

Wie die «Bild»-Zeitung am Montagmittag bekannt gibt, soll es sich beim Todesopfer des islamistischen Anschlags am Berliner CSD um eine 61-jährige Frau aus Warschau handeln. Sie war demnach gemeinsam mit ihrer Tochter zum CSD nach Berlin gereist. Die Tochter soll den Anschlag verletzt überlebt haben.

Eine offizielle Identifizierung steht laut dem Bericht noch aus, da die Angehörigen die Leiche bislang nicht in der Gerichtsmedizin identifiziert haben. Nach Abschluss der Identifizierung soll der Leichnam zur Bestattung an die Familie übergeben werden. (fos)

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27.07.2026

Mo 12:06

Schwerverletzten Opfern des Berliner Terroranschlags geht es besser

Den schwerverletzten Opfern des Terroranschlags vom Samstag, die im Berliner Universitätsklinikum Charité behandelt werden, geht es besser.

«Der körperliche Gesundheitszustand der vier Patienten stabilisiert sich erfreulicherweise weiter», sagte ein Sprecher des Krankenhauses. «Drei Patienten konnten inzwischen auf eine Normalstation verlegt werden, einer ist weiterhin auf einer Intensivstation, aber auch auf dem Weg der Besserung.»

Bei dem Terrorangriff am Rande des Christopher Street Days (CSD) am Samstagabend war eine Frau getötet worden. 29 Menschen wurden verletzt, sie waren auf unterschiedliche Kliniken verteilt worden. Die Charité hatte acht Verletzte versorgt, von denen vier noch am Sonntag wieder nach Hause konnten.

Die übrigen vier mussten nach Angaben des Klinik-Sprechers zum Teil notoperiert und anschliessend intensivmedizinisch behandelt werden. Sie erlitten demnach vor allem Stichverletzungen, zum Teil aber auch mehrere Knochenbrüche infolge des Zusammenstosses mit dem Fahrzeug. (DPA)

27.07.2026

Mo 10:30

Festgenommener Iraner wieder auf freiem Fuss

Im Zusammenhang mit der Amokfahrt auf dem CSD in Berlin wurde noch in der Nacht auf Sonntag ein iranischer Staatsbürger festgenommen. Medien berichteten zuerst, er könnte als Beifahrer neben dem Hauptverdächtigen Abdul B. im Tatfahrzeug gesessen haben.

Wie die «Bild» am Montag schreibt, wurde der Iraner aus der Gewahrsam entlassen, weil sich die Hinweise auf eine Tatbeteiligung nicht verdichtet hatten. Weiterhin ist nicht klar, ob Abdul B. Komplizen hatte. (jar)

27.07.2026

Mo 07:14

Befand sich eine zweite Person im Schrebergarten?

Carsten Barthel, Vorsitzender des Kleingartenvereins, sagt gegenüber dem Portal «T-Online», ihm sei am Sonntag um die Mittagszeit eine Person auf der Parzelle aufgefallen, wo später der CSD-Attentäter Abdul B. erschossen wurde. Es handelte sich aber nicht um B. selbst. Der unbekannte Mann sei Mitte 40 gewesen und habe Kopfhörer im Ohr getragen. Als Barthel ihn ansprach, reagierte er nicht.

Fahrzeuge der Berliner Polizei und der Gerichtsmedizin stehen bei einer Kleingartenkolonie. Am Sonntagabend wurde der CSD-Attentäter Abdul B. hier erschossen.
Fahrzeuge der Berliner Polizei und der Gerichtsmedizin stehen bei einer Kleingartenkolonie. Am Sonntagabend wurde der CSD-Attentäter Abdul B. hier erschossen.Michael Kappeler/dpa

Barthel sagt zudem, die Parzelle stehe nicht im Zusammenhang mit der Familie B. Einige Medien berichteten, die Parzelle gehöre dem Vater von Abdul B.

Schon am Sonntag berichtete RBB, es sei im Zusammenhang mit dem Attentat am CSD Berlin in der Tatnacht ein Iraner festgenommen worden. Von offizieller Seite sind diese Angaben bisher nicht bestätigt. (jar)

27.07.2026

Mo 06:46

CDU-Politiker fordern nach CSD-Anschlag härteren Kurs gegen Gefährder

Nach dem mutmasslich islamistisch motivierten Anschlag beim Berliner Christopher Street Day (CSD) haben CDU-Sicherheitspolitiker ein härteres Vorgehen gegen Gefährder und Islamisten gefordert. «Freiheitsrechte von gerichtsbekannten Extremisten und Islamisten dürfen spätestens dann nicht länger überhöht werden, wenn Leib und Leben von Menschen gefährdet sind», sagte der Vorsitzende des Geheimdienst-Kontrollgremiums des Bundestags, Marc Henrichmann, dem «Handelsblatt».

Die «Kriegserklärung an unsere freiheitliche Demokratie» dürfe nicht «mit Samthandschuhen» beantwortet werden, sagte Henrichmann. Bei einer konkreten und erheblichen Gefahr müsse der Schutz der Bevölkerung «allerhöchste Priorität» haben. Grossveranstaltungen stünden im Fokus islamistischer Gefährder. Henrichmann sagte weiter: «Die preussische Pickelhaube gehört abgelegt. Wir müssen vor die Welle kommen.»

«Es darf keinerlei Nachsicht geben»

Henrichmann forderte zudem einen reibungslosen Datenaustausch zwischen Sicherheitsbehörden, eine bessere Datenanalyse und eine «angemessene Datenbevorratung». Erkenntnisse über terroristische Gefährder müssten länger ausgewertet werden, um Netzwerke erkennen zu können.

Auch der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), verlangte einen härteren Kurs. Bei Anhängern der islamistischen Ideologie dürfe es «keinerlei Nachsicht geben», sagte er der Zeitung. Dies müsse sich bei Haft, Sicherungsverwahrung und Abschiebehaft widerspiegeln. «Es muss gelten: im Zweifel für die Sicherheit der Bevölkerung.»

Bei dem Angriff im Berliner Tiergarten war am Samstag eine Frau getötet worden, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Der 21-jährige Tatverdächtige wurde am Sonntag bei einem Polizeieinsatz erschossen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen einer «mutmasslichen islamistischen Tatbegehung» und prüft mögliche Hintermänner oder Mitwisser. (AFP)

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27.07.2026

Mo 03:13

Vater von Abdul B.: «Habe ihm nicht erlaubt, einen langen Bart zu tragen»

Bevor der 21-jährige Abdul B. von der Polizei aufgespürt und erschossen wurde, sprach dessen Vater über seinen Sohn. «Wir sind Schiiten. Wir unterstützen den Islamischen Staat (IS) nicht», sagt er im Gespräch mit «Spiegel», aus dem Focus.de zitiert. Sein Sohn hab die Sunniten «geliebt», den IS habe er aber für «schlecht» gehalten. Wie der Vater weiter erzählt, sei das Äussere Abduls Anlass zu Meinungsverschiedenheiten gewesen. «Ich habe ihm nicht erlaubt, einen langen Bart zu tragen.»

Mit seinem Sohn habe er zum letzten Mal am Samstag vor der Tat telefoniert. «Er hat mich angerufen und wir haben ganz normal gesprochen, wie jeden Tag. Er sagte, dass er mich vermisst und er sich wünschte, jetzt mit uns im Libanon zu sein.» Die Familie hat dort ihre Wurzeln, Abdul B. besass die deutsche Staatsangehörigkeit. (roy)

26.07.2026

So 22:31

Das Brandenburger Tor erleuchet in Regenbogenfarben.

Nach dem mutmasslich islamistisch motivierten Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist das Brandenburger Tor in den Regenbogenfarben angeleuchtet worden. Die Farben gelten als Symbol der queeren Szene und stehen für Vielfalt und Toleranz. Sie sind seit Sonnenuntergang an das Wahrzeichen in Berlins Mitte projiziert. (DPA)

Brandenburger Tor erleuchet in Regenbogenfarben.
Brandenburger Tor erleuchet in Regenbogenfarben.AFP

26.07.2026

So 19:46

Berliner Polizei bestätigt den Tod von Abdul B.

Die Berliner Polizei bestätigt den Tod von Abdul B. mit einem Post auf X.

26.07.2026

So 19:16

Polizisten wurden angegriffen und schossen zurück

Laut «Bild» wurden die Polizisten beim Einsatz bei den Schrebergärten in Berlin-Spandau angegriffen und haben zurückgeschossen. Der CSD-Angreifer wurde demnach erschossen. Genauer gesagt wurde er angeschossen und ist kurz darauf an den Wunden erlegen. Offenbar griff der Mann mit einer Stichwaffe an. Nach Zeugenaussagen feuerte die Polizei zwei Salven an je vier Schüssen ab.

Gegenüber der DPA bestätigte die Senatsinnenverwaltung von Berlin den Tod des Tatverdächtigen vom CSD-Attentat von Samstag.

26.07.2026

So 19:13

«Bild»: Mehrere Schüsse und mögliche Festnahme

Während die «Zeit» berichtet, dass der mutmassliche CSD-Attentäter beim Polizeieinsatz vom Sonntagabend erschossen wurde, will die «Bild»-Zeitung dies noch nicht abschliessend bestätigen.

Stattdessen berichtet die Zeitung, dass mehrere Schüsse gefallen seien, nachdem die Polizei eine Gartenlaube in Berlin-Spandau umstellt habe. Mehrere Personen bestätigen, dass es sich bei der Person vor Ort um B. handeln soll. Ob er beim Einsatz erschossen wurde, sei aber noch unklar – möglicherweise wurde der 21-Jährige auch festgenommen, so die Zeitung.

Die Berliner Polizei selbst meldet derweil nur einen laufenden Grosseinsatz gegen den CSD-Verdächtigen. (bho)

26.07.2026

So 18:56

Polizeieinsatz in Berlin-Spandau – Gesuchter offenbar erschossen

Bei der Fahndung nach dem CSD-Terroristen gab es einen Polizeieinsatz in Berlin-Spandau, wie «Bild» berichtet. Offenbar haben mehere Einsatzfahrzeuge einen Schrebergarten umzingelt. Laut der «Zeit» wurde der Gesuchte dort erschossen, weitere Informationen sollen folgen.

26.07.2026

So 16:46

Polizei: Weitere Verdächtige nicht ausgeschlossen

Die Polizei hat nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Day in Berlin mehrere Menschen in Gewahrsam genommen. Von Tatverdächtigen sprach Polizei-Sprecher Florian Nath dabei aber nicht. Er sagte zugleich auch: «Wir haben immer noch die Ermittlungshypothese, dass es nicht nur ein Tatverdächtiger sein könnte.»

Der Sprecher weiter: «Wir haben mehrere Personen, die wir natürlich im Zusammenhang mit dieser ganzen Tat befragt haben, die wir auch teilweise im Gewahrsam hatten, die wir im Gewahrsam haben», sagte er. «Wir müssen diesen Personen aber konkrete Tatverdachtsmomente zuordnen. Wenn wir das nicht können, dann sind diese Personen nach Ablauf von 48 Stunden zu entlassen.» (DPA)

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26.07.2026

So 16:35

«Wir sind mehr, wir sind stärker»

Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) dazu aufgerufen, sich durch solche Taten nicht einschüchtern zu lassen. «Diese Taten haben nur einen Zweck: Sie wollen unsere Gesellschaft spalten, sie wollen uns das Wichtigste nehmen, was wir haben, nämlich unsere Offenheit und unsere Freiheit», sagte der CDU-Politiker in Berlin kurz vor einem Gedenkgottesdienst. «Ich möchte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des CSD hier in Berlin und in ganz Deutschland zurufen: Lassen sie sich, lassen wir uns nicht einschüchtern.»

Diese Straftäter und Extremisten hätten keinen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft. «Wir sind mehr, wir sind stärker», sagte Merz. Derweil hat die Generalbundesanwaltschaft die Ermittlungen zum Anschlag übernommen. (DPA)

26.07.2026

So 15:52

Alle Verletzten ausser Lebensgefahr

Nach dem Angriff am Rande des CSD in Berlin gibt die Polizei mit Blick auf die Verletzten Entwarnung. Sie seien nicht mehr in Lebensgefahr, sagte ein Sprecher der Polizei. Niemand der Verletzten in den Krankenhäusern sei momentan in einem kritischen, lebensbedrohlichen Zustand.

Bei dem Angriff starb nach Angaben von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) ein Mensch, 29 weitere wurden verletzt oder schwerstverletzt. Der 21-jährige Tatverdächtige ist auf der Flucht. (DPA)

26.07.2026

So 15:15

Grosse Anteilnahme aus der Promi-Szene

Die Anteilnahme ist riesig. Diverse bekannte Namen haben sich zum Attentat geäussert und ihr Mitgefühl ausgesprochen.

So auch Sarah Connor, die gerade ihre Zugabe spielte, während sich nur wenige Hundert Meter die Tragödie ereignete. Kurz nach Mitternacht meldete sie sich auf Instagram. «Vielen Dank, dass ihr mir so einen wunderschönen Auftritt bereitet habt. Für eure Liebe, für euer Dasein, für euer Sein, für euer Lautsein, für euer Buntsein.»

Fabian Sommer/dpa

Die Rapperin Ikkimel trat am Freitag am CSD auf und schreibt: «Liebe ist niemals der Fehler, Angst und Hass niemals eine Antwort. Ich hoffe, dass viele Menschen jetzt realisierten, wie wichtig es sei, zusammenzuhalten - jetzt noch mehr als sonst.»

Auch Bill Kaulitz, der Sänger der Band Tokio Hotel, meldete sich zu Wort. In der Nacht schrieb er auf Instagram, dass er an die Menschen beim CSD denke «die Opfer, Freunde und die Angehörigen.»

Zudem meldeten sich duzende weitere Persönlichkeiten aus der Szene.

26.07.2026

So 15:03

Gedenken am Brandenburger Tor: «Hass ist tödlich»

Nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days haben Hunderte Menschen am Brandenburger Tor der Opfer gedacht. «Gestern war ein Angriff auf uns alle, auf alle unsere Eventitäten, auf unsere Existenzen, auf unsere Gemeinschaft und unsere Demokratie. Und wir lassen uns davon nicht unterkriegen», hiess es in einem der Redebeiträge auf einer Bühne.

Menschen legten Blumen nieder, zündeten Kerzen an und lagen sich in den Armen, andere hielten Regenbogenflaggen und Plakate und Banner hoch, darauf stand etwa «Hass ist tödlich», «Ein Angriff auf eine ist ein Angriff auf uns alle» oder «We will dance again». An der Bühne auf dem Pariser Platz hing ein Banner mit der Aufschrift «Protect queer lives». Ein Hubschrauber kreiste über dem Gelände. Die Polizei sucht weiter nach dem Verdächtigen.

Vor dem Brandenburger Tor wurde auch eine Schweigeminute abgehalten. Das Gelände war teils durch Absperrungen gesichert, auch dahinter beteiligten sich viele Menschen an dem Gedenken. (DPA)

Christoph Soeder/dpa

26.07.2026

So 14:59

Dobrindt: Täter nutzte auch Machete

Der Tatverdächtige für den mutmasslichen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat nicht nur sein Fahrzeug als Waffe benutzt. Er sei mutmasslich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin.

Zuvor hatte er am Samstagabend mit einem Auto Menschen angefahren. Bei dem Angriff starb nach Angaben Dobrindts ein Mensch, 29 weitere wurden verletzt oder schwerstverletzt. Der 21-jährige Tatverdächtige ist auf der Flucht. (dpa)

26.07.2026

So 14:58

Auch Bundeskanzler Merz äusserte sich

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) meldet sich auf der Plattform X zu Wort und verurteilt den Angriff als «abscheuliche Tat.»

Er sei in ständigen Austausch mit den Behörden und liess sich in die Lagebesprechung des Innenministeriums zuschalten. «Alle weiteren Schritte werden anschliessend in enger Abstimmung mit dem Land Berlin, den Sicherheitsbehörden und innerhalb der Bundesregierung entschieden», hiess es aus Regierungskreisen.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich erschüttert. «Diese Tat ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft, auf unsere Art zu leben und zusammenzuleben», sagte Steinmeier.

Fabian Sommer/dpa

26.07.2026

So 14:53

Bundesinnenminister: «islamistischen Terroranschlag»

Am Sonntagmittag stuft der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt die Bluttat beim Berliner CSD als «islamistischen Terroranschlag» ein. Der Tatverdächtige, ein deutscher Staatsangehöriger libanesischer Abstammung, habe eine Radikalisierung durchlaufen und sei bereits in Berlin zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden, sagte Dobrindt in der Pressekonferenz.

Dobrindt beging das Tatort und war fassungslos. «Unsere Gedanken, unsere Trauer, unsere Gebete sind bei den Opfern, den Angehörigen, den Verletzten.» Dobrindt betonte den hohen Einsatz der Polizeikräfte und appelierte an Veranstaltungen des CSD in anderen Städten, Sicherheitsmassnahmen anzupassen.

Sebastian Gollnow/dpa
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26.07.2026

So 14:46

Abdul B. war der Polizei bereits bekannt

Nach Informationen der «Bild» ist er unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und räuberischer Erpressung polizeibekannt. Zudem soll Abdul B. Anhänger des Islamischen Staates sein. 2025 wollte er gemäss der Bild nach Syrien ausreisen, wurde aber im Libanon festgenommen und als deutscher Staatsbürger nach Berlin zurückgeschickt. Im Mai 2026 wurde er ausserdem zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt, weil er einen Anschlag geplant haben soll.

Weil die Staatsanwaltschaft ein höheres Strafmass forderte, ging der Fall in Berufung. B. wurde daraufhin von der Polizei zumindest zeitweise überwacht. Es kam auch bereits zu einer Wohnungsdurchsuchung, weil der 21-Jährige ein Foto mit einer Schusswaffe veröffentlicht hatte. Ausserdem soll sein Telefon überwacht worden sein. B. sollte sich zudem jede Woche bei seinem Bewährungshelfer melden und laut Welt.de an 26 Terminen zur Deradikalisierung und Extremismusprävention teilnehmen. An zwei davon soll er teilgenommen haben, der nächste Termin sollte am Montag stattfinden.

26.07.2026

So 14:45

Mutmasslicher Täter fuhr durch die Menschenmenge am CSD in Berlin  – eine Tote

Am Samstagabend fuhr ein Mann durch eine Menschenmenge bei der Christopher-Street-Day-Feier (CSD), bevor er mit einem Baum kollidierte. Tausende Personen hatten sich für die Feier vor dem Brandenburger Tor in Berlin versammelt. Gegen 22.15 Uhr wurde das Fest abgebrochen und das Gelände evakuiert.

Eine Frau starb, während vier immer noch in kritischen Zustand sind. Weitere 29 sind verletzt. Über 150 Helfer standen im Einsatz. Zeugen berichteten ebenfalls von Stichverletzungen.

Der mutmassliche Täter ist der 21-jährige Abdul B. Er ist immer noch flüchtig und wird mittlerweile europaweit gesucht. Der mutmasslichen Beifahrer wurde bereits festgenommen.

Sebastian Gollnow/dpa
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