Schüsse in Aarau: Schweizer (43) unter dringendem Tatverdacht festgenommen

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Livetickeraktualisiert vor 8 Minuten

Schüsse in Aarau
Schweizer (43) unter dringendem Tatverdacht festgenommen

Am frühen Sonntagmorgen wurden auf dem Gelände eines Raves auf der Aarauer Pferderennbahn mehrere Schüsse abgegeben. Es gibt mindestens ein Todesopfer.
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Am Sonntagabend informierte die Kantonspolizei über die neuesten Erkenntnisse. Die Täterschaft ist weiterhin unbekannt.20min

Darum gehts

  • Gegen 2.30 Uhr am Sonntagmorgen fielen Schüsse beim Aarauer Rave auf der Pferderennbahn.
  • Die Polizei bestätigt ein Todesopfer und fünf teils schwer verletzte Menschen.
  • Die Fahndung nach der Täterschaft läuft.

Deine Meinung zählt

31.08.2026

Mo 16:15

Noch keine Obduktion an der Leiche vorgenommen

Die Schweizer Behörden hätten bisher noch keine Obduktion der Leiche in Auftrag gegeben, wie der Anwalt der Familie des Todesopfers mitteilt. Erst nach der Autopsie sei eine Identifizierung des Leichnams möglich. Danach könnten die Eltern in die Schweiz reisen, schreibt «La Repubblica». Die Familie warte auf weitere Informationen der Botschaft.

Die 22-jährige Italienerin M. hatte ihrer Mutter am Samstagnachmittag noch eine Whatsapp-Sprachnachricht geschickt und darin gesagt, dass sie zum Rave gehen werde. Es war der letzte Kontakt zwischen Mutter und Tochter – wenige Stunden vor der Tat. Die 22-Jährige hatte laut Agi regelmässig Kontakt zu ihrer Mutter und sie über ihr Leben in der Schweiz auf dem Laufenden gehalten. Kürzlich hatte sie eine Wohnung gefunden und ihrer Mutter Fotos und Videos davon geschickt, wie die italienische Zeitung weiter berichtet. (fos)

31.08.2026

Mo 12:51

Schweizer (43) unter dringendem Tatverdacht festgenommen

Die Kantonspolizei Aargau teilt am Montagmittag mit, es sei gegen 1 Uhr ein 43-jähriger Schweizer angehalten und unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden. Wo die Festnahme erfolgte, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

«Die Ermittlungen zum genauen Hergang der Tat sowie zu den Hintergründen und dem möglichen Motiv sind derzeit im Gang», heisst es in der Mitteilung. Zum aktuellen Zeitpunkt wird von einem Einzeltäter ausgegangen. (jar)

31.08.2026

Mo 12:31

Jans dankt Einsatzkräften

Bundesrat Beat Jans hat sich am Rande einer Medienkonferenz in Chiasso zum Vorfall in Aarau geäussert.
Neben kantonalen und internationalen Polizeikräften sei auch das Bundesamt für Polizei (Fedpol) mit «Verbindungspersonen» im Einsatz, so der Justizminister. Diese seien noch am Sonntag nach Aarau gereist. In der Zentrale in Bern wurde zudem eine «Führungsstruktur» eingerichtet, sagte er weiter.
Die Verantwortung für die Fahndung nach der Täterschaft liege bei der Kantonspolizei Aargau – das Fedpol unterstütze jedoch in allen Bereichen. «Die Fahndung läuft intensiv und wir haben allen Grund anzunehmen, dass sie auch zum Erfolg führen wird», so Jans.
Er dankte allen Einsatzkräften und sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus.
Auch der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt dankte an der Pressekonferenz allen Polizei- und Rettungskräften. Seine Gedanken seien bei den Opfern.
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31.08.2026

Mo 11:43

Fahrender: «Mein Neffe hat Gas gegeben, dann ging ein Schuss ins Auto.»

In der Nacht auf Sonntag wurden an zwei verschiedenen Orten im Schachen in Aarau Schüsse abgegeben. Einer davon liegt in der Nähe eines Fahrenden-Platzes. Ein Fahrender sagte dem Sender Tele M1: «Die Schüsse kamen immer näher. Das waren die Salven von Maschinenpistolen. Als wir alle raus sind, sind sogar Kugeln an meiner Frau vorbeigeflogen.»

Das Bild zeigt ein Einschussloch in einem Fahrzeug.
Das Bild zeigt ein Einschussloch in einem Fahrzeug.Screenshot Tele M1

Er erzählt, sein Neffe sei bei der Wegfahrt einem Mann begenet, der eine Pistole auf ihn gerichtet habe. «Er hat dann Gas gegeben, dann ist ein Schuss ins Auto reingegangen.» Unter den Fahrenden gab es keine Verletzten. Laut der «Aargauer Zeitung» leert sich der Fahrenden-Platz am Montagmorgen. Viele wollten ohnehin weiterfahren oder gehen nun wegen der Vorfälle am Wochenende. (jar)

31.08.2026

Mo 11:04

«Jenische haben nichts mit dem Vorfall zu tun»

In der Nacht auf Sonntag fielen nicht nur auf dem Gelände der Party Schüsse: Die Kantonspolizei Aargau bestätigt, dass auch beim nahegelegenen Stellplatz für Fahrende geschossen wurde.

Die Radgenossenschaft der Landstrasse, die Dachorganisation der Jenischen und Sinti in der Schweiz, sagt gegenüber 20 Minuten, die dort lebenden Jenischen hätten nach ihrem Kenntnisstand «nichts mit dem Vorfall zu tun». Die Organisation bedauere das tragische Ereignis sehr.

Bei den Menschen auf dem Stellplatz handle es sich um Schweizer Jenische.

20 Minuten

30.08.2026

So 23:38

4 Schweizer und eine Deutsche – das ist über die Verletzten bekannt

Die Kantonspolizei Aargau hat am späten Sonntagabend neue Angaben zu den Schüssen während einer Rave-Party in Aarau veröffentlicht. Der Rave in der Reithalle im Schachen endete demnach am Sonntag gegen 2.30 Uhr. Als die Besucherinnen und Besucher das Gelände verliessen, eröffnete eine unbekannte Täterschaft das Feuer auf eine Personengruppe. Mehrere Menschen wurden verletzt, eine Frau kam ums Leben.

Beim Todesopfer handelt es sich um eine 22-jährige Italienerin. Trotz sofortiger Reanimationsversuche starb sie noch am Tatort. Eine deutsche Staatsangehörige und vier Schweizer im Alter von 24 bis 31 Jahren wurden mit leichten bis schweren Verletzungen in Spitäler gebracht.

AFP

Damit korrigiert die Kantonspolizei Aargau frühere Angaben italienischer Medien, wonach zwei Verletzte italienische Staatsangehörige seien. Möglich ist, dass es sich um Personen mit einer schweizerisch-italienischen Doppelbürgerschaft handelt.

Nach Eingang der ersten Meldungen rückte die Polizei mit einem Grossaufgebot aus und brachte die übrigen Festivalbesucherinnen und -besucher in Sicherheit. Trotz intensiver Fahndungsmassnahmen sind sowohl die Täterschaft als auch das Motiv weiterhin unbekannt. Mehrere Behörden aus der Schweiz und dem nahen Ausland sind an den Ermittlungen beteiligt.

Die Kantonspolizei Aargau nimmt Hinweise zum Vorfall oder zur Täterschaft entgegen. Sie bittet zudem Personen, die Videoaufnahmen vom Ereignis besitzen, diese den Ermittlern zur Verfügung zu stellen. (kle)

30.08.2026

So 23:18

Politiker in Italien trauern um Opfer (22)

Matteo Perazzetti, Bürgermeister von Città Sant’Angelo, wo das Todesopfer vor ihrer Abreise in die Schweiz zuletzt gelebt hatte, kontaktierte die Familie der 22-Jährigen persönlich und übermittelte ihr das Beileid der Stadtverwaltung sowie der gesamten Gemeinde. «In dieser schweren Zeit sind wir in Gedanken bei ihrer Familie. Es gibt Tragödien, angesichts derer jedes Wort unzureichend erscheint», schrieb er in den sozialen Medien.

Matteo Perazzetti, Bürgermeister von Città Sant’Angelo, hat der Familie des Opfers persönlich das Beileid übermittelt.
Matteo Perazzetti, Bürgermeister von Città Sant’Angelo, hat der Familie des Opfers persönlich das Beileid übermittelt.Instagram

Auch der Präsident des Regionalrats der Abruzzen, Lorenzo Sospiri, sprach den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus. Zugleich gedachte er der weiteren verletzten jungen Menschen und äusserte die Hoffnung, dass die Verantwortlichen rasch ermittelt würden.

Marco Marsilio, Präsident der Region Abruzzen, bekundete der Familie, den Freunden sowie den Gemeinden Atri und Città Sant’Angelo sein Mitgefühl. (kle)

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30.08.2026

So 23:09

Zwei verletzte Italiener sind wieder aus dem Spital

Während der Rave-Party wurden vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren durch Schüsse verletzt. Die Verletzungen wurden unterschiedlich schwer eingestuft. Eine Person befand sich zunächst in ernstem Zustand, doch laut späteren Polizeiangaben schwebt niemand in Lebensgefahr.

Jason Tschepljakow/dpa

Zwei weitere Beteiligte sind laut «Abruzzo Live» italienische Staatsangehörige. Sie erlitten leichte Verletzungen und konnten das Spital inzwischen wieder verlassen. (kle)

30.08.2026

So 19:23

Das war die Pressekonferenz von 18.30 Uhr

Diese Erkenntnisse sind am Sonntagabend neu:

  • Drei Hypothesen zur Tat: Terroranschlag, Amoklauf oder ein kriminelles Geschehen mit bislang unbekanntem Motiv. Derzeit gilt keine als wahrscheinlicher und es werde auch keine priorisiert.
  • An zwei Orten geschossen: Schüsse fielen sowohl in der Nähe der Bühne als auch im Bereich der Fahrenden. Wo zuerst geschossen wurde, ist unklar.
  • Munition von zwei Schusswaffen: Am Tatort wurden unterschiedliche Hülsen gefunden, die auf mindestens zwei verschiedene Waffen hindeuten.
  • Möglicherweise Zufallsopfer: Bislang ist keine Verbindung zwischen den Opfern bekannt. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass sie zufällig getroffen wurden.
  • Täterschaft weiter unbekannt: Die Polizei konnte bislang weder den Täter noch mögliche weitere Beteiligte identifizieren. Die Täterschaft ist weiterhin flüchtig.

30.08.2026

So 19:06

Weit über Hundert Personen vor Ort

Der Event war bereits fertig, als geschossen wurde. So waren die meisten Gäste schon weg. Trotzdem seien aber noch weit über Hundert vor Ort gewesen.

Die unverletzten wurden bereits von der Polizei befragt, um mögliche Hinweise zu erhalten.

30.08.2026

So 19:03

Keine Verletzten unter den Fahrenden

Noch sei unklar, an welchem der beiden Tatorte zuerst geschossen wurde, sagt der Polizeikommandant. Fest stehe lediglich, dass an zwei verschiedenen Orten Schüsse fielen – sowohl in Bühnennähe als auch im Bereich der Fahrenden. Unter den Fahrenden gab es nach bisherigen Erkenntnissen keine Verletzten.

Bei der Flucht des Täters oder der Täter spielten laut Leupold zudem Fahrzeuge eine Rolle.

30.08.2026

So 19:01

Es solle sich um «Zufallsopfer» handeln

Momentan bestehe keine Verbindung zwischen den Opfern. «Wir gehen davon aus, dass es sich um Zufallsopfer handelt», sagt Leupold.

30.08.2026

So 18:56

Keine Angaben zur Anzahl Täter

Auf die Frage, ob es bei zwei Schusswaffen auch zwei Tätern handeln könnte, antwortet Leupold, dass das alles nur Spekulationen seien und sie zu diesem Zeitpunkt noch keine genaue Angaben geben können. «Ein Täter kann auch aus zwei Waffen schiessen, vielleicht nicht gleichzeitig.»

30.08.2026

So 18:51

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung

Laut dem Staatsanwalt wird wegen eines vorsätzlichen Tötungsdelikts ermittelt. Derzeit liegt die Leitung der Ermittlungen noch bei der Polizei. Die Staatsanwaltschaft will jedoch beantragen, die Verfahrensleitung zu übernehmen.

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30.08.2026

So 18:51

Grosse Polizeipräsenz in der Stadt bleibt auch in der Nacht

Schildknecht betont, dass Polizei und Ermittler seit der Nacht mit grossem Aufwand im Einsatz seien. Auch in der kommenden Nacht sollen die Untersuchungen am Tatort sowie die Fahndung nach dem flüchtigen Täter weitergehen.

30.08.2026

So 18:49

Munition von zwei verschiedenen Schusswaffen

Auf einer Übersichtskarte werden zwei Hülsenfundorte gezeigt. Es wurde Munition von zwei Waffen - einerseits Hülsen wie typischerweise in Pistolen und andererseits Hülsen wie bei Langgewehren, beispielsweise bei Sturmgewehren gefunden.

30.08.2026

So 18:46

Sicherheitsvorkehrungen verschärft bei anderen Veranstaltungen

Auch bei anderen Veranstaltungen im Kanton, wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. So zum Beispiel auch in Brugg.

30.08.2026

So 18:45

Keine Person in Lebensgefahr

Fünf Personen wurden verletzt, zum Teil schwer. Nach Angaben der Polizei schwebe aber keine der Personen mehr in Lebensgefahr.

Eine 22-Jährige Frau, eine Italienerin mit Wohnsitz in der Schweiz, starb noch vor Ort.

30.08.2026

So 18:44

3 Hypothesen zur Tat

Zur Motivlage der Schüsse in Aarau gibt es weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse. Die Ermittler verfolgen derzeit drei Hypothesen: ein Terroranschlag, ein Amoklauf oder ein kriminelles Geschehen mit bislang unbekanntem Motiv. «Etwa eine Abrechnung in einem bestimmten Millieu», sagt der Polizeikommandant.

Keine dieser Hypothesen könne derzeit priorisiert werden. «Wir wissen es zurzeit nicht», heisst es an der Medienkonferenz. Nach aktuellem Ermittlungsstand seien alle drei Szenarien gleich wahrscheinlich. Die Polizei verfolge die Ermittlungen intensiv.

30.08.2026

So 18:42

Auch Solothurner Kantonspolizei vor Ort

Neben der Kantonspolizei waren auch die Kantonspolizei Solothurn vor Ort, da das Tatort gerade an der Kantonsgrenze sei. Der Vorfall fand aber auf Aargauer Seite statt.

30.08.2026

So 18:40

Soll zwei Schussorte gegeben haben

Leupold zeigt anhand einer Karte, dass es angeblich zwei Schussorte gegeben haben soll. Eines nahe der Bühne und das zweite Ort in der Nähe der Fahrenden, an dem Hülsen gefunden wurden.

20 Minuten
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30.08.2026

So 18:38

«Ein Ende dieses Grosseinsatzes ist noch nicht absehbar»

Der Polizeikommandant Michael Leupold sagt: «Wir sind mittendrin. Ein Ende dieses Grosseinsatzes ist noch nicht absehbar.» Momentan seien sie in der Gefahrenabwehr und es gebe weiterhin Risiken.

30.08.2026

So 18:36

Fahndung mit Hochdruck

Bisher ist noch nicht klar, wer hinter der Tat steht und welches Motiv dahinter steckt. «Eine solche Tat passiert nicht nur in den Grossstädten Europas, sondern auch bei uns in Aarau.» Die Ermittlungen sind im vollen Gange. Es sei falsch, in diesem Moment vorschnelle Schlüsse zu ziehen.

30.08.2026

So 18:34

Jetzt informiert die Polizei

Die Kantonspolizei Aargau informiert über die Schüsse letzte Nacht bei einem Rave im Schachen, Aarau. Regierungsrat Dieter Egli: «Einmal mehr wurde ein Ort, bei dem Menschen friedlich zum feiern zusammen gekommen sind, zum Tatort eines Verbrechens wurde. Die Gedanken sind jetzt vor allem bei den Betroffenen. Bei allen diesen, die die schreckliche Tat letzte Nacht miterleben mussten.»

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