Beide Initiativen scheitern am Ständemehr – alle Resultate zu den Abstimmungen 2026

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Livetickeraktualisiert vor 1 Stunde

Abstimmungssonntag
Jetzt ist es definitiv: Beide Initiativen scheitern am Ständemehr

Am Sonntag stimmt die Schweiz über zwei Vorlagen ab: die Neutralitätsinitiative und die Ernährungsinitiative. Alle News, Hintergründe, Stimmen und Analysen dazu findest du hier im Liveticker.
Bevorzugte Quelle

Abstimmungssonntag: Darum gehts

  • Die Schweizer Stimmbevölkerung entscheidet am Sonntag über zwei Vorlagen.
  • Die Neutralitätsinitiative will eine «immerwährende und bewaffnete» Neutralität in der Verfassung verankern.
  • Die Ernährungsinitiative fordert, dass der Selbstversorgungsgrad der Schweiz innert zehn Jahren auf 70 Prozent steigt.
  • Die letzte Umfrage zeigt für beide Initiativen einen deutlichen Nein-Trend.
  • Alles zu den kantonalen Abstimmungen findest du hier.

Deine Meinung zählt

27.09.2026

So 15:14

Stimmbeteiligung bei rund 47 Prozent

Die Schweiz wartet nur noch auf wenige Gemeinden: Bis auf die Resultate der Stadt Zürich und einigen Gemeinden im Kanton Basel-Stadt liegen alle Abstimmungsergebnisse vor. Die Neutralitätsinitiative liegt bei einem Nein-Anteil von 70 Prozent, die Ernährungsinitiative wird mit rund 73 Prozent abgelehnt.

Die Stimmbeteiligung liegt an diesem Abstimmungssonntag bei etwa 47 Prozent.

27.09.2026

So 13:32

Ernährungsinitiative: Initiantin Franziska Herren nicht enttäuscht

Die Ernährungsinitiative wird deutlich abgelehnt. Initiantin Franziska Herren sei jedoch nicht enttäuscht, wie sie im Interview mit 20 Minuten erklärt: «Wir haben bis jetzt 28 Prozent. Das ist für uns schon ein gutes Resultat wenn man sieht, dass sich keine einzige Stimme im Parlament um unsere Ernährungs- und Trinkwassersicherheit sorgt.»

Franziska Herren, Initiantin der Ernährungsinitiative, erklärt im 20-Minuten-Interview, weshalb sie vom heutigen Resultat nicht enttäuscht ist.20min

Parlament und Bundesrat hätten nicht reagiert und in den letzten 23 Jahren nicht für die Wasser- und Ernährungssicherheit vorgesorgt. «Wir stehen ziemlich am Abgrund», so Herren.

27.09.2026

So 13:30

Jetzt ist es definitiv: Beide Initiativen gescheitert

Die Neutralitäts- wie auch die Ernährungsinitiative sind am Ständemehr gescheitert. Mehr als die Hälfte der Kantone hat inzwischen die Schlussresultate geliefert. Bisher fanden die Initiativen in keinem Kanton eine Mehrheit. Gemäss aktuellen Hochrechnungen von 20 Minuten lehnt sie das Stimmvolk zu über 70 Prozent ab.

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27.09.2026

So 13:28

Eine einzige Gemeinde ist bisher für die Ernährungsinitiative

Bis auf eine einzige Gemeinde lehnen bisher alle die Ernährungsinitiative von Franziska Herrn ab. In Verzasca TI findet sie allerdings eine erstaunliche Mehrheit. Dort stimmten über 68 Prozent der Initiative zu. Knapp 32 Prozent lehnen sie ab. Noch sind allerdings nicht alle Gemeinden ausgezählt.

27.09.2026

So 13:11

Ernst Wandfluh: «Die Bevölkerung steht hinter der Landwirtschaft»

Im Interview mit 20 Minuten freut sich Bauer und SVP-Nationalrat Ernst Wandfluh darüber, dass sich ein deutliches Nein zur Ernährungsinitiative abzeichnet: «Es zeigt, dass die Bevölkerung hinter der Landwirtschaft steht.» Das Resultat sei ein Vertrauensbeweis gegenüber den Bauern und Bäuerinnen.

«Die Landwirtschaft produziert das, was die Konsumenten nachfragen. Dafür braucht es keine Initiative», sagt SVP-Nationalrat Ernst Wandfluh.20min/Christof Vuille

Die währschafte Verpflegung beim Nein-Komitee ist laut Wandfluh kein politisches Statement: «Wir haben auf dem Buffet das, was die Leute gerne haben», sagt er. Generell produziere die Schweizer Landwirtschaft das, was die Konsumenten nachfragten.

27.09.2026

So 13:09

Zwischenstand um 13 Uhr: Beide Initiativen mit über 70 Prozent Nein-Anteil

Um 13 Uhr zeigen die Hochrechnungen einen deutliches Nein für beide Vorlagen: Die Neutralitätsinitiative wird mit rund 70 Prozent abgelehnt, die Ernährungsinitiative mit fast 73 Prozent. Noch ist das aber kein fixes Resultat – die Auszählungen in den Gemeinden laufen nach wie vor.

20min

27.09.2026

So 12:53

Jetzt sind doch noch Sandwiches aufgetaucht

Die Meldung, dass es bei den Befürwortern der Ernährungsinitiative nichts zu essen gibt, war etwas voreilig. Inzwischen wurden verschiedene Sandwiches aufgetischt, alle sind vegetarisch und gefüllt mit viel Gemüse. Ein kulinarisches Kontrastprogramm zum Buffet der Gegner.

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27.09.2026

So 12:47

Nichts zu lachen und zu essen bei den Befürwortern der Ernährungsinitiative

Viel los ist beim Komitee für die Ernährungsinitiative nicht. Initiantin Franziska Herren ist gerade unterwegs bei einem Radio-Interview. Zu essen gibt es hier nichts.

27.09.2026

So 12:45

Salami-Canapés bei den Gegner der Ernährungsinitiative

Bei den Gegnern der Ernährungsiniative ist die Stimmung gelöst und das Buffet währschaft. Neben Salami-Canapés gibt es Schinkengipfeli, Fleisch- und Käseplättli. Vegi-Optionen? Fehlanzeige!

Die Gegner der Ernährungsinitiative haben an diesem Sonntag nichts zu befürchten.
Die Gegner der Ernährungsinitiative haben an diesem Sonntag nichts zu befürchten.20min/Christof Vuille
Fleisch, Käse und Eier: Das Buffet bei den Gegnern der Ernährungsinitiative ist währschaft.
Fleisch, Käse und Eier: Das Buffet bei den Gegnern der Ernährungsinitiative ist währschaft.20min/Christof Vuille

27.09.2026

So 12:39

Walter Wobmann: «Man kann nicht halb neutral sein. Das ist Wischiwaschizüüg»

«Es ist ein schwarzer Sonntag für die Sicherheit unseres Landes», sagt Alt-SVP-Nationalrat Walter Wobmann, der das Komitee für die Neutralitätsinitiative leitet, zur absehbaren Abstimmungsschlappe. 

«Man kann nicht halb neutral sein, wie eine Frau auch nicht halb schwanger sein kann. Das ist Wischiwaschizüg», sagt er. Man werde die Gegner beim Wort nehmen, wonach sie an der Neutralität festhalten.

Bisher hat Wobmann alle Abstimmungen gewonnen, für die er an vorderster Front kämpfte: 2009 die Minarett-Initiative, 2013 das Referendum gegen die Erhöhung des Preises der Autobahn-Vignette und 2021 bei der Burkainitiative.

Auf sein Image als einer der besten Abstimmungskämpfer angesprochen sagt Wobmann: «Diese Diskussion war dringend nötig, bin froh, dass wir sie geführt haben, vielleicht waren wir ein bisschen zu früh.» Man werde nun beobachten, wie die Diskussion weiter geht.

27.09.2026

So 12:39

«Grosse Erleichterung» bei Cédric Wermuth

Im Interview mit 20 Minuten äussert sich SP-Co-Präsident Cédric Wermuth zu den ersten Abstimmungshochrechnungen. Für ihn sei es eine «grosse Erleichterung», dass die Schweizer Bevölkerung «vor allem in dieser Deutlichkeit» zeige, dass man auf der Seite des Völkerrechts stehen wolle.

So reagiert SP-Co-Chef Cédric Wermuth auf die ersten Hochrechnungen am Abstimmungssonntag.20 Minuten

Das Resultat sei für Wermuth ein Zeichen, dass die Bevölkerung relativ viel Vertrauen in die Praxis der Schweizer Neutralitätspolitik habe. «Man will, dass sich die Schweiz international für eine völkerrechtlich basierte internationale Ordnung einsetzt – aber auch, dass sie klar Stellung bezieht: Gegen Aggressoren, wie einen Herr Putin, gegen Donald Trump, der das Völkerrecht zu Kleinholz verarbeiten will», so Wermuth.

27.09.2026

So 12:27

Überwältigende Zustimmung in Zwischenbergen zur Neutralitätsinitiative

Inzwischen sind schon einige Gemeinden ausgezählt. In diesem Artikel liest du, wie sie abgestimmt haben. Die meisten lehnen die Neutralitätsinitiative klar ab. Doch eine Gemeinde sticht Dunkelblau aus der roten Fläche hervor. Die Walliser Gemeinde Zwischbergen direkt an der italienischen Grenze sagt mit 92 Prozent oder 23 zu 2 Stimmen klar Ja zur Neutralitätsinitiative.

27.09.2026

So 12:26

Die Gegner der Neutralitätsinitiative freuen sich über die erste Hochrechnung

Auf der Grossen Schanze in Bern herrscht um 12 Uhr gute Stimmung: Die Hochrechnungen deuten auf ein klares Nein zur Neutralitätsinitiative – auch die Ernährungsinitiative ist chancenlos. Bei den Gegnern der Initiative sorgt der Trend für Applaus.

Jubel und Applaus um 12 Uhr: Die Gegner der Neutralitätsinitiative freuen sich über die ersten Hochrechnungen.20 Minuten

Anders sieht das Bild im Casino in Bern aus. Hier haben sich die Befürworter der Neutralitätsinitiative versammelt. Der Nein-Trend sorgt hier für lange Gesichter.

Nicht das erhoffte Resultat: Die Befürworter der Neutralitätsinitiative sind nach den ersten Prognosen enttäuscht.
Nicht das erhoffte Resultat: Die Befürworter der Neutralitätsinitiative sind nach den ersten Prognosen enttäuscht.20min

27.09.2026

So 12:21

Blitzanalyse: Klares Nein für beide Initiativen

Wenig überraschend deutet alles auf ein klares Nein für beide Initiativen hin.
Wichtig bei der Neutralitätsinitiative: Das heutige Resultat ist kein Nein zur Neutralität – diese geniesst weiterhin eine hohe Anerkennung in der Schweizer Stimmbevölkerung. Vielmehr spricht das Resultat gegen die starre Auslegung, die die Initianten vorgeschlagen haben – und dafür, dass der Bundesrat die Neutralität weiterhin flexibel auslegen kann. Die Initiative wurde von Anfang an und in vielen Kreisen stark kritisiert – nur im SVP-Lager genoss sie Zustimmung. Möglicherweise sank zuletzt auch diese innerhalb der SVP-Basis.
Bei der Ernährungsinitiative stösst das Thema gerade nach dem erlebten Hitzesommer auf hohes Interesse. Der vorgeschlagene Weg schien jedoch zu extrem, die geforderte Umsetzungsfrist zu schnell. Wegen der fehlenden Unterstützung im Parlament hatte die Initiative von Anfang an kaum eine Chance.
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27.09.2026

So 12:02

20-Minuten-Hochrechnung

Die erste Leewas-Hochrechnung von 20 Minuten und Tamedia ist da und zeigt zwei deutliche Niederlagen voraus. 

Bei der Neutralitätsinitiative sind kurz nach 12 Uhr 69,4 Prozent Nein zu erwarten.

Bei der Ernährungsinitiative sind es 72,9 Prozent Nein-Stimmen. 

Auch die SRG-Umfrage zeigt einen doppelten Nein-Trend.

27.09.2026

So 11:52

Noch viel Platz beim Ja-Lager der Neutralitätsinitiative

Bei den Befürwortern der Neutralitätsinitiative ist der Saal des Casino Berns noch lange nicht gefüllt. Vielleicht liegt das auch an einem prominenten Abwesenden: Christoph Blocher.

Im Interview mit 20 Minuten vor ein paar Wochen kündigte er an, heute nicht nach Bern zu reisen. Er wird sich stattdessen im Laufe des Nachmittages in einer Spezialausgabe seines Youtube-Formats «Teleblocher» äussern, sagte er.

Blocher hat drei Millionen Franken für den Kampf für die Neutralitätsinitiative bereitgestellt. Nicht Teil des Budgets war offensichtlich die Verpflegung am Abstimmungssonntag. 27 Franken kostet eine Portion Ghackets mit Hörnli, 4,50 Franken ein Kaffee oder Tee.

27.09.2026

So 11:47

Auch zwei Aargauer Gemeinden sagen haushoch Nein

Laut «CH Media» haben auch die Aargauer Gemeinden Strengelbach und Killwangen ihre Resultate veröffentlicht, obwohl sie dies erst nach 12 Uhr dürften. 

Die Neutralitätsinitiative fällt in beiden Gemeinden mit einem Ja-Anteil von nur 27 Prozent durch. Die Ernährungsinitiative kommt auf einen Nein-Anteil von 77 Prozent (Strengelbach) respektive 78 Prozent (Killwangen).

27.09.2026

So 11:39

Gegner der Neutralitätsinitiative treffen sich in Bern

Die Gegner der Neutralitätsinitiative treffen sich auf der Grossen Schanze. Vor Ort sind Vertreter aller Parteien ausser der SVP. Gerade eingetroffen ist etwa SP-Co-Chef Cédric Wermuth.

Die Getränke sind bereit für eine Siegesfeier, noch begnügen sich aber alle mit Kaffee und Wasser.

27.09.2026

So 11:39

Wo 20 Minuten vor Ort ist

27.09.2026

So 11:31

Zermatt VS lehnt beide Initiative haushoch ab

Die Walliser Gemeinde Zermatt VS lehnt die Neutralitätsinitiative mit 762 zu 363 Stimmen ab. Der Ja-Anteil liegt damit bei lediglich 32,3 Prozent.

Noch deutlicher ist das Resultat bei der Ernährungsinitiative: Hier liegt die Zustimmung bei lediglich 15,9 Prozent. Nur 179 Personen sagten Ja, 944 lehnten die Initiative ab.

27.09.2026

So 10:44

Das ist das 20-Minuten-Team

20 Minuten informiert am Abstimmungssonntag live im Ticker über die beiden nationalen Vorlagen. Aus der Redaktion in Zürich berichten Delia Bachmann, Christina Pirskanen und Thomas Leu.

Mit dabei ist auch Jenny Roberts von GFS Bern, um alles rund um die Abstimmungen zu analysieren. 

Aus Bern berichten Christof Vuille und Stefan Lanz. Sie sind vor Ort bei den Ja- und Nein-Lagern und fangen dort die Stimmung ein.

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27.09.2026

So 10:00

Abstimmungssonntag: Die Ausgangslage

Am Sonntag entscheidet die Schweiz über die Neutralitätsinitiative und die Ernährungsinitiative. 20 Minuten gibt dir den Überblick zur Ausgangslage.

Neutralitätsinitiative

Die Neutralitätsinitiative will die «immerwährende und bewaffnete» Neutralität in der Verfassung verankern.

Chunnsch drus? Melissa und Adriel erklären dir, worum es bei der Neutralitätsinitiative geht.20 Minuten

Eingereicht wurde sie aus SVP-nahen Kreisen – an vorderster Front kämpft alt Bundesrat Christoph Blocher für ein Ja. Alle übrigen Parteien sowie Parlament und Bundesrat stellen sich gegen das Vorhaben.

Die letzte Umfrage zeigte einen deutlichen Nein-Trend in der Stimmbevölkerung: So wollten Mitte September nur 31 Prozent der Initiative zustimmen – 68 Prozent lehnten sie ab. Die Zustimmung ist seit der ersten Umfrage Mitte August um fünf Prozentpunkte gesunken.

Ernährungsinitiative

Die Ernährungsinitiative fordert, dass die Schweiz ihren Selbstversorgungsgrad bis in zehn Jahren auf 70 Prozent erhöht – heute liegt der Netto-Selbstversorgungsgrad bei etwa 45 Prozent.

Chunnsch drus? Melissa und Adriel erklären dir, was die Ernährungsinitiative fordert.20 Minuten

Die Initiative stammt von Franziska Herren und ihrem Verein «Sauberes Wasser für alle», welcher auch schon die Trinkwasserinitiative lancierte, die 2021 von der Stimmbevölkerung abgelehnt wurde.

Bundesrat, Parlament sowie alle Parteien lehnen die Ernährungsinitiative ab – mit Ausnahme der Grünen, die Stimmfreigabe beschlossen haben: Im Parlament stimmte jedoch kein einziges National- oder Ständeratsmitglied für die Vorlage. Auch der Bauernverband weibelt für ein Nein an der Urne.

Gemäss der aktuellsten Umfrage von Mitte September dürfte die Initiative an der Urne klar scheitern: 69 Prozent lehnen das Anliegen ab, während es lediglich 29 Prozent unterstützen. Seit der ersten Umfrage von Mitte August ist die Zustimmung um zwei Prozentpunkte gesunken.

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