Flydubai-Crew soll Freilassung des Angreifers verlangt haben

Werbung
Livetickeraktualisiert vor 2 Stunden

Flydubai-Attacke
Passagiere berichten: Crew verlangte Freilassung des Angreifers

An Bord einer Flydubai-Maschine nach Tel Aviv soll ein Pilot seinen Kollegen mit einem Messer verletzt haben. Der Angreifer wollte das Flugzeug offenbar zum Absturz bringen.
Bevorzugte Quelle
Israels Premier sagte, der Copilot habe die Flydubai-Maschine zum Absturz bringen wollen.AP

Darum gehts

  • Ein Passagierflugzeug musste auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Israel in Saudi-Arabien notlanden.
  • Der Copilot wollte nach ersten Erkenntnissen das Flugzeug mit 180 Israelis an Bord absichtlich zum Absturz bringen.
  • Der omanische Copilot wurde in Saudi-Arabien verhaftet.

Deine Meinung zählt

04.10.2026

So 04:55

Flydubai-Crew soll Freilassung des Angreifers verlangt haben

Nach dem Axt-Angriff an Bord einer Flydubai-Maschine kommen neue Details ans Licht. Gemäss der «Washington Post»-Zeitung werfen zwei Passagiere der Besatzung vor, sie wollten den mutmasslichen Angreifer freilassen.

Der 29-Jährige war demnach von mehreren Passagieren überwältigt worden. Sie fesselten ihn mit Kabelbindern und Kopfhörerkabeln, während er auf dem Boden lag. Danach soll die Crew die Passagiere aufgefordert haben, den Mann loszubinden. «Wir hatten keine Ahnung, warum», sagte einer der Beteiligten.

In diesem Video ist zu sehen, wie der Copilot gefesselt wurde.

Die Passagiere weigerten sich laut ihren Schilderungen und sicherten anschliessend den Bereich vor dem Cockpit. Erst später hätten sich Crewmitglieder um die weiteren, teils traumatisierten Fluggäste gekümmert.

Flydubai äusserte sich nicht konkret zu den Vorwürfen. Wegen der laufenden Ermittlungen könne die Fluggesellschaft keine Details nennen, teilte sie mit. Man unterstütze jedoch die zuständigen Behörden. (wy)

04.10.2026

So 03:17

«Wahrer Held»: Netanyahu lädt Piloten nach Israel ein

Nach der Vereitelung eines mutmasslichen Anschlags auf eine Flydubai-Maschine mit vorwiegend israelischen Passagieren an Bord hat Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu den indischen Piloten Smit Machchhar als «wahren Helden» bezeichnet und ihn nach Israel eingeladen. «Sie sind ein wahrer Held der tapferen Völker Indiens und Israels, und Sie sind ein Held der ganzen Welt», sagte Netanyahu am Samstag zu dem im Krankenhaus liegenden verletzten Piloten in einem Telefonat, wie ein von Netanyahus Büro veröffentlichtes Video zeigte.

Er wünsche sich, dass Machchhar und der indische Premierminister Narendra Modi – einer der wichtigsten internationalen Partner Israels – bei einer Feier zum israelischen Unabhängigkeitstag im kommenden Mai die Fackel entzünden, sagte Netanyahu. Diese Rolle ist normalerweise israelischen Staatsbürgern vorbehalten.

Nach den Angaben der Generalstaatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate hatte der Copilot einen «Terrorakt» geplant. Er befindet sich nun in den Emiraten in Gewahrsam. Dort liegt auch der schwer verletzte Machchhar in einem Krankenhaus.

Auf die Frage, wie der Angriff abgelaufen sei, schilderte Machchhar, der Copilot habe um Erlaubnis gebeten, ein Gebet abzuhalten, was nicht ungewöhnlich sei. Während der Copilot betete, habe Machchhar «aus Respekt nach vorne und nicht nach hinten geschaut». Nach vier bis fünf Minuten habe er plötzlich einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf gespürt.

Er habe es trotz seiner Verletzungen geschafft, die Cockpitür aufzureissen, «aber ich glaube, er hat sie wieder zugemacht», sagte Machchhar. Dann habe er alles gegeben, mit letzter Kraft die Tür aufgerissen «und zum Glück warteten dort Leute», sagte der Pilot. (AFP)

03.10.2026

Sa 13:14

Sechsjährige hilft, Flugzeug-Anschlag zu verhindern

Wie das britische Nachrichtenportal «Mirror» schreibt, musste die sechsjährige Nina M. während des Flugs aufs WC. Also ging sie gemeinsam mit ihrer Mutter – genau zu dem Zeitpunkt, als der Co-Pilot im Cockpit den Kapitän angegriffen hatte.

Auf dem Weg zum WC hörte Ninas Mutter verdächtige Geräusche aus dem Cockpit. «Überall im Cockpit war Blut», sagte sie dem israelischen Sender Channel 12. Als sie den Kampf bemerkte, habe sie geschrien: «Er sticht auf den Piloten ein, kommt und helft!»

Weil die sechsjährige Nina M. aufs WC musste, bemerkte ihre Mutter den Kampf im Cockpit.
Weil die sechsjährige Nina M. aufs WC musste, bemerkte ihre Mutter den Kampf im Cockpit.Screenshot/X

Ninas Papa eilte daraufhin nach vorne, um seine Tochter zu holen. Dann geriet die Maschine in einen Sturzflug. Seine Kinder hätten geschrien: «Papa, wir wollen nicht sterben.» Das habe ihn dazu gebracht, ins Cockpit zu rennen, sagte er laut «Mirror».

Weitere Passagiere griffen ein und überwältigten den Co-Piloten. Ein Zahnarzt kümmerte sich um den verletzten Kapitän, während andere Passagiere halfen, die Maschine wieder unter Kontrolle zu bringen. (jst)

Werbung

02.10.2026

Fr 23:32

Flydubai-Copilot galt zuvor als Sicherheitsrisiko

Der Copilot, der den Piloten des Flydubai-Flugs nach Tel Aviv verletzt haben soll, ist US-Medien zufolge wegen Sicherheitsbedenken zuvor aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden. ABC News berichtet gestützt auf hochrangige Geheimdienst- und Strafverfolgungsbeamte, dass der Mann von Oman Air suspendiert worden sei, nachdem er als Sicherheitsrisiko eingestuft worden sei.

Nach Informationen des US-Senders war bei dem mutmasslichen Angreifer aus dem Oman extremistisches Material festgestellt worden, als er 2024 als Copilot-Auszubildender bei der Fluggesellschaft beschäftigt war.

Copilot soll angeblich mit Behörden kooperieren

Auch das «Wall Street Journal» berichtet unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann von Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe.

Dem Sender ABC News zufolge versuchen Ermittler aktuell herauszufinden, wie es ihm anschliessend dennoch gestattet worden sei, für Flydubai zu fliegen. Der festgenommene Copilot, der inzwischen in die Emirate gebracht worden ist, soll demnach mit den Ermittlungsbehörden kooperieren. Er habe angedeutet, dass er die Absicht gehabt habe, das Flydubai-Flugzeug in Israel zum Absturz zu bringen, zitiert der Sender Quellen, die über die Ermittlungen informiert sind. (DPA)

02.10.2026

Fr 07:40

Trump droht Iran mit harten Konsequenzen im Fall von Beteiligung an Flydubai-Vorfall

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran im Fall einer Beteiligung an dem mutmasslichen Anschlag auf einen vollbesetzten Flydubai-Flug schwerwiegende Konsequenzen angedroht. «Sie werden sehr hart getroffen werden, keine Sorge», antwortete Trump am Donnerstag Journalisten in Washington auf die Frage zu möglichen US-Vergeltungsmassnahmen gegen die Islamische Republik, falls diese für den Angriff verantwortlich sei.

Befragt dazu, ob der Iran damit etwas zu tun habe, sagte Trump: «Ich würde sagen, die Antwort lautet, nach dem, was ich höre, ja. Aber wir arbeiten gerade daran."

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit schwerwiegenden Konsequenzen, sollte Teheran an dem mutmasslichen Anschlag auf den Flydubai-Flug beteiligt gewesen sein.
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit schwerwiegenden Konsequenzen, sollte Teheran an dem mutmasslichen Anschlag auf den Flydubai-Flug beteiligt gewesen sein.Getty Images via AFP

Trump äusserte sich, nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Ermittlungen zur Prüfung einer möglichen Terrortat eingeleitet hatten und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt hatte, der verdächtige Copilot habe eine «radikale islamistische Indoktrination» durchlaufen.

USA verstärken Militärpräsenz in der Region

Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete derweil, dass die USA kürzlich zusätzliche Patriot-Raketenbestände nach Saudi-Arabien und Katar entsandt hätten, um wichtige Energieanlagen vor möglichen iranischen Angriffen zu schützen.

Das Portal berichtete zudem, dass der Flugzeugträger «USS Theodore Roosevelt» und seine Besatzung auf dem Weg in die Region seien, wo sie sich zwei weiteren bereits vor Ort befindlichen US-Flugzeugträger-Kampfverbänden anschliessen könnten.

Während Spekulationen über ein mögliches Motiv des Copiloten kursierten, begannen die VAE und Saudi-Arabien damit, den Vorfall zu rekonstruieren. Saudi-Arabien teilte mit, der Copilot sei am Donnerstag in Begleitung eines «Sicherheitsteams aus den VAE» in die Emirate überstellt worden. Riad fügte hinzu, dass erste Ermittlungen ergeben hätten, der Copilot habe den Kapitän des Flugzeugs angegriffen. (AFP)

01.10.2026

Do 10:43

Flugschule: Flydubai-Maschine für solchen Sturzflug nicht ausgelegt

Die Flugschule, an der der Kapitän des Flydubai-Flugs nach Tel Aviv ausgebildet wurde, hat die sichere Landung der Maschine als erstaunlich bezeichnet. Der Leiter der Flugschule in Neuseeland, Philip Kean, erklärte, das Flugzeug sei für einen solchen Sturzflug nicht ausgelegt. Es habe das Manöver aber dennoch überstanden, ohne auseinanderzubrechen.

Während der gewaltsamen Auseinandersetzung der beiden Piloten im Cockpit sank das Flugzeug laut Flightradar24 innerhalb von rund einer Minute von etwa 10'000 auf 5100 Meter. Die Plattform identifizierte die Maschine als eine Boeing 737 Max 8. Anschliessend flog das Flugzeug nahe der jordanischen Grenze eine Kurve und landete etwa eine Stunde später in Tabuk.

Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump den US-Hersteller Boeing gepriesen. Das Flugzeug habe Belastungen standhalten können, die weit über das Mass dessen hinausgingen, wofür es entworfen worden sei, erklärte er.

Das Heck wurde beim Sturzflug beschädigt.
Das Heck wurde beim Sturzflug beschädigt.

01.10.2026

Do 00:34

Netanjahu über angegriffenen Piloten: «Er ist ein wahrer Held»

Nach der Gewalttat auf einem Flug nach Tel Aviv hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Mut des mutmasslich von seinem Kollegen angegriffenen Piloten gewürdigt. «Er ist ein wahrer Held», teilte Netanjahu am Abend auf der Plattform X mit. Trotz schwerer Stichverletzungen habe der indische Flugkapitän Widerstand geleistet, die Cockpittür geöffnet und es Passagieren ermöglicht, den Angreifer zu überwältigen.

Damit habe er eine Katastrophe verhindert, schrieb Netanjahu weiter. «Er hat die Leben von 174 Menschen gerettet, darunter israelische Bürger und andere Staatsangehörige.» Er wünschte dem Mann eine schnelle Genesung. Die indische Botschaft in Saudi-Arabien, wo das Flugzeug notgelandet war, gab am Abend bekannt, dass der Zustand des Piloten stabil sei. (DPA)

Werbung

30.09.2026

Mi 23:07

Passagiere hielten den Co-Piloten 55 Minuten lang unter Kontrolle

Neben dem schwer verletzten Piloten, der die Cockpit-Tür gerade noch rechtzeitig entriegeln konnte, damit Hilfe zu ihm gelangen konnte, griffen auch mehrere Passagiere ein. Gemäss CNBC gelang es ihnen gemeinsam mit einem Crewmitglied, ins Cockpit vorzudringen und den Co-Piloten zu überwältigen.

«Wir haben uns entschieden, um unser Leben zu kämpfen», schildete Passagier Asaf Rajuan die dramatischen Momente gegenüber Channel 12. So hätten die Passagiere den Co-Piloten rund 55 Minuten lang unter Kontrolle gehalten. (jst)

30.09.2026

Mi 22:06

Flydubai setzt Flüge von und nach Israel vorübergehend aus

Flydubai stellt vorübergehend alle Flüge von und nach Israel ein. Wie die «Times of Israel» berichtet, bleiben die Flüge ausgesetzt, während die Untersuchungen zu dem Vorfall laufen.

«Die vorübergehende Aussetzung soll es den zuständigen Behörden ermöglichen, ihre Arbeit fortzusetzen und alle Fakten rund um den Vorfall zu klären», sagte ein Sprecher von Flydubai. Die Fluggesellschaft unterstütze die laufenden Untersuchungen und halte weiterhin an «höchsten Sicherheitsstandards» fest.

Flydubai stehe zudem in engem Kontakt mit Behörden, Aufsichtsstellen und Flughäfen. Sobald neue Informationen vorliegen, werde die Airline die Aussetzung der Flüge erneut prüfen. (jst)

30.09.2026

Mi 21:36

Flydubai-Kapitän Smit Machchhar ist stabil

Die indische Botschaft in Riad teilte mit, der Kapitän Smitsei nach der Umleitung des Flydubai-Flugs nach Tabuk in ein örtliches Spital eingeliefert worden und erhalte die erforderliche medizinische Versorgung.

Ein ausführlicher Bericht zu seinem Zustand liege noch nicht vor, teilte die Botschaft mit. Machchhar werde jedoch als stabil gemeldet.

Die Botschaft in Riad und das indische Konsulat in Dschidda stünden mit seiner Familie in Kontakt und stimmten sich mit den saudischen Behörden ab. «Wir hoffen, dass er sich schnellstmöglich von seinen Verletzungen erholt», hiess es. Man werde seinen Zustand weiter verfolgen und die Familie bestmöglich unterstützen. (kle)

30.09.2026

Mi 20:58

Kollege beschreibt Flydubai-Angreifer als religiösen Extremisten

Der omanische Pilot, der den Kapitän mit einem Messer attackierte und danach versuchte, eine mit Flydubai-Passagieren zum Absturz zu bringen, wird von einem Berufskollegen als religiöser Extremist beschrieben.

Gegenüber dem israelischen Nachrichtensender Channel 16 erklärte ein Arbeitskollege, der omanische Staatsangehörige habe erst vor acht Monaten bei Flydubai angefangen. «Er betete den ganzen Tag über exzessiv und weigerte sich, Frauen die Hand zu geben», sagte der Kollege dem Sender. (kle)

30.09.2026

Mi 20:11

Flydubai-Angreifer handelte offenbar allein

Israel liegen derzeit keine Hinweise darauf vor, dass der mutmassliche Angreifer auf dem Flydubai-Flug auf Anweisung des Iran oder einer anderen organisierten Gruppe handelte. Das berichtete der israelische Sender Channel 12.

Demnach gehen die Behörden derzeit davon aus, dass der Mann als Einzeltäter handelte. (kle)

30.09.2026

Mi 19:38

Passagier Yaniv schildert Kampf im Cockpit

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu traf am internationalen Flughafen Ben Gurion Yaniv, einen Passagier, der auf dem Flug von Dubai nach Israel ins Cockpit eingedrungen war. In einem auf Netanjahus offiziellem Social-Media-Kanal veröffentlichten Video begrüsst und umarmt er den Mann.

Netanjahu bezeichnet Yaniv als «Helden». Mit Blick auf den Blutfleck auf dessen T-Shirt fragt der Premierminister: «Wow, stammt das von ihm?» Yaniv bestätigt: «Ja, es stammt von ihm.»

Die Cockpittür sei schwer zu öffnen gewesen, weil der niedergestochene Pilot dahinter gelegen habe, schildert Yaniv. «Doch es gelang uns, sie zu öffnen, bevor er zusammenbrach.»

Im Cockpit habe er den Angreifer bei den Instrumenten zwischen den beiden Sitzen gesehen. «Auf den Sitzen sass kein Pilot. Einer lag am Boden, einer befand sich bei den Instrumenten.» Ein weiterer Mann sei mit ihm ins Cockpit gelangt. Yaniv habe den Angreifer in den Schwitzkasten genommen und zunächst aus dem Cockpit gezogen.

Der Mann habe versucht, die Instrumente zu zerstören, um das Flugzeug flugunfähig zu machen, berichtet Yaniv weiter. Er habe weitere Passagiere gerufen, gemeinsam hätten sie den Angreifer zu Boden gedrückt und fixiert.

Zudem habe Yaniv am Steuerknüppel gezogen. Netanjahu reagierte sichtlich überrascht. «Ich schaue mir Sendungen über Flugzeugabstürze an, Herr Premierminister», sagte Yaniv. Danach habe sich die Maschine etwas stabilisiert. Ein Pilot habe ihm anschliessend mitgeteilt, dass er die Steuerung übernehme. (kle)

30.09.2026

Mi 18:57

Das ist der Flydubai-Kapitän

Der Kapitän, der während eines Fluges von Dubai nach Tel Aviv  im Cockpit von seinem Copiloten angegriffen wurde, ist indischer Staatsbürger.

Mehrere indische Medien berichten übereinstimmend, Smit Machchhar habe durch sein «heldenhaftes Eingreifen» eine Katastrophe verhindert. Israels UN-Botschafter Danny Danon erklärte, der Kapitän habe «wie ein Löwe gekämpft», um die Menschen an Bord zu schützen.

Machchar wurde bei der Attacke schwer verletzt. Ein israelischer Zahnarzt an Bord des Flugzeugs behandelte ihn. Nach der Landung in Tabuk wurde er ins Spital gebracht.

Trotz Attacke im Cockpit: Smit Machchhar verhinderte eine Katastrophe.
Trotz Attacke im Cockpit: Smit Machchhar verhinderte eine Katastrophe.Linkedin

Laut seinem LinkedIn-Profil war Machchhar zuvor bei SpiceJet tätig. Im Juni 2022 wechselte er zu Flydubai, wo er direkt als Kapitän eingestellt wurde. Der Pilot verfügt über mehr als 13 Jahre Erfahrung in der zivilen Luftfahrt und hat rund 9750 Flugstunden auf Boeing-737-Maschinen absolviert.

Vor seinem Wechsel zu Flydubai arbeitete er während mehr als elf Jahren für SpiceJet – zunächst als Kapitän, später als Line Training Captain. In dieser Funktion schulte er auch jüngere Piloten. Sein Profil nennt zudem Kenntnisse im Crew Resource Management, bei Flugstandards, der Einhaltung regulatorischer Vorgaben sowie im Betrieb der Boeing 737.

In einem Podcast erzählte Machchhar, dass er bereits während seines Managementstudiums davon geträumt habe, Pilot zu werden. (kle)

Werbung

30.09.2026

Mi 17:49

Passagiere fesseln Copiloten mit Kopfhörerkabeln

Der israelische Passagier Tzvika Meness und weitere Personen an Bord berichteten, wie sie den omanischen Copiloten überwältigten, nachdem dieser auf den Kapitän eingestochen hatte.

Der Co-Pilot wurde von Passagieren gefesselt.
Der Co-Pilot wurde von Passagieren gefesselt.Screenshot X

Da keine herkömmlichen Fesseln zur Verfügung standen, nutzten die Passagiere die Kabel der von der Crew verteilten Kopfhörer, um den Angreifer zu fesseln und unter Kontrolle zu halten. «Wir stürzten uns mit Wucht auf den Piloten und fesselten ihn mit Kopfhörern», sagte Meness gegenüber Channel 12. (kle)

30.09.2026

Mi 17:41

Flydubai-Passagiere zurück in Israel

Ein Flydubai-Rettungsflug mit den in Saudi-Arabien gestrandeten Passagieren ist laut «Times of Israel» am internationalen Flughafen Ben Gurion gelandet.

An Bord der Maschine befanden sich rund 180 Reisende, überwiegend Israelis. Sie waren zuvor mit Flydubai-Flug FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv unterwegs gewesen. (kle)

30.09.2026

Mi 17:21

Israels UN-Botschafter lobt Flydubai-Kapitän als «heldenhaft»

Israels UN-Botschafter Danny Danon würdigte den Piloten des nach Tel Aviv umgeleiteten Flydubai-Flugs als «heldenhaft». Er habe «wie ein Löwe gekämpft», um die Menschen an Bord zu schützen.

Auch die israelischen Passagiere hätten aussergewöhnliche Entschlossenheit und Geistesgegenwart bewiesen und damit geholfen, «eine grosse Katastrophe zu verhindern», schrieb Danon auf X.

AP

Er dankte dem Piloten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wünschte ihm eine rasche Genesung und allen Passagieren eine sichere Heimreise. (kle)

30.09.2026

Mi 17:07

Saudische Sanitäter kümmern sich um israelische Passagiere

In einem weit verbreiteten Video in den sozialen Medien ist zu sehen, wie saudi-arabisches Sanitätspersonal israelische Passagiere versorgt.

Die rund 180 Passagiere befinden sich am Flughafen Tabuk, nachdem der Flydubai-Flug wegen der Attacke an Bord notlanden musste. (kle)

30.09.2026

Mi 16:15

Israels Verteidigungsminister spricht von «versuchtem dschihadistischem Terroranschlag»

Israels Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnete den Vorfall als «versuchten dschihadistischen Terroranschlag» und lobte die israelischen Passagiere, die den Piloten überwältigt hätten. (kle)

30.09.2026

Mi 16:05

Netanjahu: Angreifer verhaftet

Der angreifende Pilot habe offenbar versucht, die mit israelischen Passagieren besetzte Maschine zum Absturz zu bringen, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch. Nach seinen Angaben stach der Mann auf einen anderen Piloten ein. Der Verdächtige wurde in Saudi-Arabien, wo das Flugzeug notlandete, festgenommen. (kle)

30.09.2026

Mi 14:46

Kapitän und Copilot nach Flydubai-Zwischenfall im Spital

Der Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien teilte mit, dass sowohl der Kapitän als auch der Erste Offizier des nach Saudi-Arabien umgeleiteten Flydubai-Fluges verletzt worden seien und ins Spital eingeliefert werden mussten.

Blutspuren am T-Shirt eines Flydubai-Passagiers: Kapitän und Copilot des ursprünglich nach Tel Aviv fliegenden Flugs wurden verletzt
Blutspuren am T-Shirt eines Flydubai-Passagiers: Kapitän und Copilot des ursprünglich nach Tel Aviv fliegenden Flugs wurden verletztX

Die Maschine, die ursprünglich auf dem Weg nach Tel Aviv war, landete um 9.45 Uhr Ortszeit in Tabuk. Beim Kapitän und seinem Angreifer seien Verletzungen festgestellt worden, woraufhin beide medizinisch versorgt wurden, erklärte die Betreibergesellschaft des Flughafens. (kle)

Werbung

30.09.2026

Mi 14:37

Piloten unter den Passagieren landen Maschine

Zufälligerweise befanden sich weitere Piloten unter den Passagieren. Gemeinsam mit anderen Reisenden sollen sie geholfen haben, den Angreifer zu überwältigen.

Wie der Flydubai-Passagier Almog Itali israelischen Medien berichtete, handelte es sich bei den beiden Piloten um sogenannte Ablösungspiloten in Zivilkleidung, die ursprünglich einen späteren Flug übernehmen sollten.

Einer von ihnen sei Brite gewesen, sagte der Zeuge. Der zweite Ablösungspilot stamme ebenfalls aus Europa; zu dessen genauer Nationalität machte Itali keine Angaben.

Die Vorgänge im Cockpit seien weiterhin unklar. Den Ablösungspiloten sei es jedoch gelungen, das Flugzeug zu stabilisieren und in Saudi-Arabien zu landen. (kle)

30.09.2026

Mi 14:17

Israel prüft Staatsbürgerschaft von omanischem Flydubai-Piloten

Israelische Behörden prüfen, ob der omanische Pilot eine doppelte Staatsbürgerschaft besass, die es ihm ermöglichte, den Flydubai-Flug nach Israel anzutreten. Laut den Behörden sei der Angreifer weniger als ein Jahr für das Unternehmen tätig gewesen. Das berichtet ein lokales Nachrichtenmedium auf seinem Telegram-Kanal. (kle)

30.09.2026

Mi 13:24

Israelischer Regierungsbeamter spricht von «Terrorist»

Ein «Terrorist» hat nach Angaben des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben Gvir ein Flugzeug der Fluggesellschaft Flydubai zum Absturz bringen wollen, das am Mittwoch in Saudiarabien notlanden musste. Ziel sei es gewesen, «die 180 Israelis an Bord zu ermorden», sagte Ben Gvir. Die Maschine befand sich auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als sie am Morgen nach Angaben der Airline wegen eines «Zwischenfalls» ins saudiarabische Tabuk umgeleitet wurde.

Werbung

Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

Jasmin Steiger (jst) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie arbeitet am Newsdesk und schreibt über verschiedenste Themen.

483 Kommentare