20 Minuten berichtet von den Schülerprotesten in Paris. Auch am Donnerstag gehen die Proteste weiter.20min
Darum gehts
An zahlreichen Schulen in Frankreich demonstrieren Schülerinnen und Schüler für bessere Bedingungen. Teils kam es zu Ausschreitungen.
Für Dienstag ist eine grosse Demonstration angekündigt.
In der Schweiz wachsen die Befürchtungen, dass die Proteste überschwappen könnten.
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08.10.2026
Do 11:44
Demos auch ausserhalb des Zentrums
Auch ausserhalb des Stadtzentrums gibt es Blockaden vor den Schulen, etwa beim Lycée Bartholdi. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler haben sich dort versammelt und stehen mit Schildern vor dem Eingang.
Nolhan (17) hätte heute eigentlich zur Schule gehen wollen, da von der Direktion Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern angekündigt worden waren. «Die Direktorin wollte, dass wir uns um 9 Uhr treffen. Dann ging sie einfach in ihr Büro und es passierte nichts. Jetzt stehe ich hier und demonstriere», erzählt er.
08.10.2026
Do 10:18
«Es muss sich etwas ändern»
Sacha (17) und Céleste (16) besuchen das Lycée Innovant de Paris, eine Schule für Jugendliche mit schulischen Schwierigkeiten. «Wir hätten heute eigentlich Schule, sind aber aus Solidarität mit anderen Schülern hier», erklären sie. Sie wollen ihre Mitschüler unterstützen, die mit ähnlichen Schwierigkeiten kämpfen. Auch die Polizeigewalt bei den Protesten beschäftigt sie. «So kann es nicht weitergehen, es muss sich etwas ändern», betont Céleste. Mit ihrer Teilnahme wollen sie ein Zeichen für Solidarität und gegen Polizeigewalt setzen.
Céleste (16) und Sacha (17) hätten eigentlich Schule, nehmen aber an dem Demos teil.20min
08.10.2026
Do 10:00
Weitere Grossdemo für 15 Uhr angekündigt
Neben den verschiedenen Blockaden einzelner Schulen soll es am Donnerstag um 15 Uhr erneut zu einer grossen Demonstration kommen. Schüler- und Studierendenorganisationen haben eine Kundgebung auf der Place de la Bastille angekündigt. Zuvor sind in der Île-de-France dezentrale Aktionen vor den Präfekturen geplant.
Gemäss einer vorläufigen Prognose des Bildungsministeriums sind am Donnerstag 375 Schule von den Protesten betroffen. 224 bleiben vollständig geschlossen, 151 sind teilweise beeinträchtigt. Das sind rund 30 Prozent weniger als gestern zur gleichen Zeit. Landesweit sollen 94 Prozent der Schulen zumindest teilweise geöffnet sein.
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08.10.2026
Do 09:56
Polizei sucht den Dialog
Vor Ort zeigt sich aber erst einmal ein anderes Bild als das von Bérénice beschriebene. «Die Polizei kommt immer wieder auf die Studierenden zu und sucht den Dialog», beschreibt die Reporterin vor Ort. Die Protestierenden reagierten mit Schreien: «Wir sind taub! Nieder mit Polizisten und Faschisten.» Die Polizei ziehe sich daraufhin immer wieder zurück.
Kurz darauf setzt die Polizei Tränengas ein, die Menschenmenge löst sich ein wenig auf. Mehrere Menschen aus der Demo entfernen sich mit tränenden Augen.
Ein Demonstrant hat Tränengas abbekommen.20min
08.10.2026
Do 09:44
Bérénice (17): «Sie hören uns nicht zu»
Bérénice (17), Schülerin am Lycee Hélène Boucher, sagt: «Wir fühlen uns ausgeschlossen und im Stich gelassen.» Sie demonstriere, weil sich Schülerinnen und Schüler von den Behörden nicht gehört fühlten. Zugleich prangert sie Polizeigewalt bei Protesten an.
Statt auf die Forderungen der Jugendlichen einzugehen, konzentriere sich die Regierung vor allem auf die Ausschreitungen. «Wir fühlen uns ausgeschlossen und im Stich gelassen», sagt sie sinngemäss.
Die Polizei sucht erst den Dialog mit den Demonstrierenden, wird aber niedergeschrien.20min
Bérénice erzählt, dass es in ihrer Schule im Winter so kalt gewesen sei, dass sie kurz vor den Abiturprüfungen mehrere Nachmittage hätte geschlossen werden müssen. In naturwissenschaftlichen Räumen sei es zudem wiederholt zu Kreislaufproblemen gekommen. Auch die Computer funktionierten nicht.
Die 17-Jährige sagt, die zuständige Region ignoriere diese Probleme, in anderen Schulen sei es noch viel schlimmer. Sie geht davon aus, dass die Polizei auch heute wieder Tränengas anwenden wird. Die Schule werde bis Ende der Woche blockiert bleiben, sagt eine andere Schülerin.
08.10.2026
Do 09:03
Blockaden aus Mülltonnen
An mehreren Lycées, darunter auch am Lycée Hélène Boucher im 20. Arrondissement in Paris, gehen die Blockaden heute weiter. Schülerinnen und Schüler haben hier mit Abfalleimern und Velos die Hauptstrasse blockiert, einige Sitzen auf den Dächern von Busstationen. Momentan ist die Situation laut der Reporterin vor Ort friedlich. Einige Polizisten stehen auf der anderen Strassenseite und beobachten die Situation.
08.10.2026
Do 08:04
Skandal-Schule soll wieder öffnen, Demo geplant
Die Protestes in Frankreich halten an. Am Lycée Paul Eluard hat vor über einer Woche die erste Demonstration stattgefunden. Heute soll die Schule erstmals wieder öffnen, am Morgen vor Schulbeginn wird der Eingang von Polizisten gesichert. «Diese Schule ist wirklich schlimm», sagen Lisa (18), Loan (20) und Maissa (21) vor Ort. Sie studieren nebenan in einer besseren Schule, seien aber heute hier, um die Proteste zu unterstützen, wenn es heute erneut zu einer Blockade oder einer Protestaktion kommt. Noch ist die Lage laut der 20-Minuten-Reporterin vor Ort ruhig.
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07.10.2026
Mi 09:48
14-Jährige dementiert sexuellen Übergriff durch Polizei
Nach einem in sozialen Netzwerken verbreiteten Video aus Metz ermittelt die Polizeiaufsicht IGPN weiter. Die Aufnahme zeigt einen Polizisten in Zivil bei der Festnahme eines 14-jährigen Mädchens. Ihm wurde vorgeworfen, sie sexuell berührt zu haben.
Das Mädchen habe gegenüber der IGPN jedoch erklärt, bei ihrer Festnahme weder Gewalt noch einen sexuellen Übergriff erlebt zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft laut AFP mit. Auch ihre gesetzliche Vertretung habe keine Anzeige erstattet. Die Ermittlungen zur Echtheit und Einordnung des Videos laufen weiter. Der betroffene Polizist erstattete seinerseits Anzeige wegen öffentlicher Verleumdung.
07.10.2026
Mi 01:08
Ende der Demonstrationen
Die Demo wurde gegen 20 Uhr zunehmend ruhiger und begann sich immer weiter aufzulösen. Auch die Polizei zog sich immer weiter zurück, kurz darauf wurden auch die Strassen wieder geöffnet. Die Demonstrierenden blieben jedoch teilweise noch vor Ort, hörten Musik, sangen und zogen jubelnd durch die Strassen.
Bis Mitternacht waren vereinzelt noch Polizisten im Stadtgebiet zu sehen, zu spürbaren Ausschreitungen kam es jedoch nicht mehr.20min/man
Die Nachwirkungen der Proteste sieht man jedoch an einigen beschädigten Schaufenstern in der Stadt.
06.10.2026
Di 20:04
A. B. (24): «Wir Jugendlichen sind die Zukunft Frankreichs»
A.B. ist 24 Jahre alt. Er ist einer der Protestierenden in Paris. 20 Minuten hat mit ihm gesprochen. «Heute haben sich alle Jugendlichen von Frankreich mobilisiert, weil der Staat keine guten Entscheidungen für die Jungen, für die Kinder trifft», erklärt er.
Er selbst sei mit einer Abteilung seiner Universität da, welche den Ausflug zum Protest geplant hat, um Solidarität zu bekunden. «Und es sind nicht nur wir hier», sagt A.B. «Es gibt Arbeiter, Feuerwehrmänner, viele Bauern und die Gillet Jaunes, die mit dabei sind».
«Die Jungen sind die Zukunft Frankreichs», sagt A. B. (24). Deshalb protestiere er für bessere Voraussetzungen und Aussichten für die Jugendlichen.20 Minuten
Er selbst komme aus Couronne, einer kleinen Stadt im Südwesten Frankreichs. Dort seien die Jugendlichen desillusioniert. «Wir haben nichts für uns. Heute sind wir hier, um zu zeigen, dass wir nicht ignoriert werden können. Wir Jugendlichen sind die Zukunft Frankreichs.»
Zum Umgang der Behörden mit den Protestierenden kritisiert A.B. Scharf. «Sie schlagen uns, sie greifen uns an, sie benutzen Tränengas», dann fügt er an: «Das läuft das ganze Jahr schon so. Das ist nicht nur heute so. Wir haben das ganze Jahr hindurch Probleme mit der Polizei.
06.10.2026
Di 19:27
Proteste neigen sich dem Ende zu – Stimmung weiterhin angespannt
Die Proteste neigen sich dem Ende zu. Die Stimmung ist noch angespannt, die grosse Menschenmenge hat sich aber aufgelöst. Menschen haben immer noch Tränengas in den Augen und helfen sich gegenseitig mit Augentropfen. Demonstrierende und Polizei stehen sich gegenüber. Die Jugendlichen singen und schreien «Revolution».
06.10.2026
Di 17:37
«Rennt nicht, hört auf zu rennen!»
Jetzt wird die Lage immer angespannter. Immer wieder hört man laute Knalle und die Menschenmenge beginnt wegzurennen. Man spürt das Tränengas auch von sehr weit weg bereits in den Augen.
20 Minuten
Vor Ort hat es sehr viele stark vermummte Personen. Mit Maske, Helm und Schutzbrillen sind sie hier. Die Demonstrantinnen und Demonstranten umkreisen die Polizei und immer wieder wird Tränengas geschossen.
Überall hört man: «Rennt nicht, hört auf zu rennen!»: Immer wieder kommen schreiende Menschen mit tränenden Augen auf uns zu. Sie provozieren die Polizei, rennen anschliessend weg und es bricht jeweils schon beinahe eine Panik aus.
06.10.2026
Di 16:53
Demo neigt sich am Ende zu – mehr Vermummte und mehr Polizei
Die Demonstration neigt sich dem Ende zu. Doch: Je näher das Ende kommt, desto lauter wird es und desto vermummter werden die Gestalten, die umherziehen. Auch die Polizeipräsenz nimmt zu.
06.10.2026
Di 16:45
Lehrer Benôit: «Tiefe Sorgen in der Gesellschaft»
Auch Benoît, Lehrer am Lycée Douanau in Corbeil-Essonnes, einer grossen Schule mit 3000 Jugendlichen, ist am Dienstag in Paris auf der Strasse. Er befinde sich im Streik, um die Schülerinnen und Schüler zu begleiten, und sehe in deren Protesten auch die Sorgen vieler Eltern über Niedriglöhne, steigende Benzinpreise und Zukunftsängste gespiegelt.
«Das grösste Problem an den Gymnasien ist die Unsicherheit bezüglich der Zeit nach dem Abitur und die Frage, ob es überhaupt genug Studienplätze gibt», führt Benoît aus. Hinter den konkreten Forderungen auf der Strasse stehe auch eine tiefe Sorge um die Zukunft der Gesellschaft und die Frage, in was für einer Welt die Jugendlichen künftig leben und arbeiten werden.
Auch Lehrer Benôit ist auf der Strasse. Er sieht in den Protesten nicht nur die Anliegen der Schülerinnen und Schüler, sondern auch tiefe Sorgen der Eltern und der Gesellschaft als Ganzes.20min
«Der Regierung ist es trotz Schulschliessungen nicht gelungen, die Jugendlichen aufzuhalten, und diese riesige Demonstration zeigt, dass die Bewegung weitergehen muss», stellt er fest.
Er hoffe, dass die Energie der Schülerinnen und Schüler auch die übrigen Beschäftigten dazu bewege, für ihre eigenen Interessen einzustehen, da eine Gesellschaft, die nur für das Geld funktioniere, gegen die Wand fahre.
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06.10.2026
Di 16:11
Gewerkschaften verteilen Essen an der Demo
Auch verschiedene Gewerkschaften nehmen an der Demo teil, diese Herren verteilen Essen.
06.10.2026
Di 15:56
Eugénie: «Fordern bessere Bedingungen»
«Wir sind hier, um für unsere Rechte zu demonstrieren», erklärt die 16-jährige Eugénie vom Lycée Eugène Delacroix. An ihrer Schule habe es bereits mehrere Blockaden gegeben. Nun stehe sie gemeinsam mit ihren Lehrkräften auf der Strasse, um sowohl die eigene Einrichtung als auch das Kollegium zu unterstützen.
«In den Klassenräumen sitzen wir mit 35 Schülerinnen und Schülern – im Sommer ist es dort sehr heiss und im Winter sehr kalt», schildert die Jugendliche die Raumbedingungen vor Ort.
Zudem protestiere man gegen überlastete Stundenpläne, akuten Lehrermangel sowie das Fehlen finanzieller und materieller Mittel. «Unsere Schule ist zwar vergleichsweise privilegiert, und genau deshalb stehen wir hinter den anderen Schulen, denen es an noch viel mehr fehlt als uns», betont Eugénie abschliessend.
Eugénie (16) sagt, sie sei auf der Strasse, um für die Rechte der Schülerinnen und Schüler zu demonstrieren.20min
06.10.2026
Di 15:46
Unterricht soll für Schülerdebatten pausieren
Premierminister Sébastien Lecornu will laut BFMTV den regulären Unterricht an Gymnasien ab Mittwoch bis Ende Woche teilweise aussetzen. Die Schulen sollen die Zeit für interne Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern nutzen können. Bildungsminister Édouard Geffray habe die Schulleitungen dafür angewiesen, die Stundenpläne weitgehend freizugeben, sagte Lecornu vor der Nationalversammlung.
Im Parlament griff Lecornu zugleich die linkspopulistische Partei La France Insoumise (LFI) an. Er warf ihr vor, Gewalt nicht eindeutig zu verurteilen und seit Beginn der Schülerproteste «Chaos» zu säen. LFI-Fraktionschefin Mathilde Panot hatte zuvor die Regierung kritisiert.
06.10.2026
Di 15:39
«Entscheide sind nicht zukunftsgerichtet»
Die 33-jährige Illustratorin und Kunsthochschul-Dozentin Céline demonstriert gegen fehlende Perspektiven: «Kaum etwas ist auf eine wünschenswerte Zukunft für die Jugend ausgerichtet», sagt sie. Neben Kritik an Gewalt gegen Minderjährige im Rahmen der Demos prangert sie den Schulnotstand an. Es fehle an Lehrkräften und Infrastruktur: «Es gibt überall Probleme und es wird einfach nicht zugehört.»
Mit Blick auf ihre Kunststudierenden im KI-Zeitalter frage sie sich, wozu technisches Wissen allein noch nütze: «Sogar ich stelle mir auf meiner Ebene Fragen.» Dass viele auf der Strasse sind, gebe ihr Hoffnung: Der Protest sei für Céline vor allem «eine Geschichte von Wut und Lebenskraft.»
Für Céline (33) sind die Proteste «eine Geschichte von Wut und Lebenskraft».20min
06.10.2026
Di 15:30
«ACAB»-Rufe
Die Jugendlichen schreien «ACAB» und «Siamo tutti antifascisti», berichten die Reporterinnen vor Ort. «ACAB» steht für «All Cops Are Bastards» und ist in linksextremen Kreisen eine beliebte Parole. Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort, die Strassen sind auf alle Seiten blockiert. Auch ein italienischer Journalist sagt: «So etwas habe ich noch nie gesehen.»
06.10.2026
Di 15:20
Viele Demonstrierende mit Schildern
Die Demonstration verläuft laut den Reporterinnen vor Ort abgesehen von einzelnen Böllern derzeit friedlich. Viele Menschen hätten sich versammelt und demonstrierten mit selbstgemachten Schildern. Ein paar Eindrücke von der Place de la République:
06.10.2026
Di 15:05
20 Minuten vor Ort
Die zwei 20-Minuten-Reporterinnen vor Ort haben die Place de la République erreicht. «Die Lage ist noch einigermassen entspannt. Es werden aber bereits laute Parolen gerufen und Böller gezündet», berichten sie.
Die 20-Minuten-Reporterinnen Selina Keller und Martine Anastasiou sind vor Ort auf der Place de la République in Paris.20min
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06.10.2026
Di 15:01
Gewerkschaft meldet über 260’000 Demonstrierende ausserhalb von Paris
Nach Angaben der Gewerkschaft CGT haben bis 13.30 Uhr mehr als 260’000 Menschen in ganz Frankreich ausserhalb von Paris demonstriert. In zahlreichen Städten gingen Schülerinnen und Schüler für mehr Mittel an ihren Schulen auf die Strasse.
06.10.2026
Di 15:00
Tausende demonstrieren in Lyon – später Zusammenstösse
In Lyon beteiligten sich je nach Quelle 20'000 bis 30'000 Menschen an den Schülerprotesten. Nach dem Hauptumzug kam es rund um den Place Guichard und im 3. Arrondissement zu Zusammenstössen: Einzelne Demonstrierende warfen Gegenstände auf die Polizei, diese setzte Tränengas ein. Zudem wurden Mülltonnen angezündet, der Place Guichard wurde geräumt. Mehrere hundert Jugendliche zogen anschliessend in Richtung Rhône-Ufer und Quartier La Guillotière. Dort bildete sich ein nicht angemeldeter Umzug, dem laut dem Bericht auch Studierende und antifaschistische Aktivistinnen und Aktivisten angehörten.
Demonstrierende werfen am Rande der Schülerproteste in Lyon Steine auf die Polizei.AFP
06.10.2026
Di 13:53
Auch Ausschreitungen bei Schulprotesten in Belgien
Bei Schulprotesten in Belgien ist es zu Ausschreitungen mit mehreren Verletzten gekommen. In Lüttich seien am Montag 22 Polizeibeamte leicht verletzt worden, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Teilnehmer hätten die Polizei etwa mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen.
Den Berichten zufolge kam es zu Strassenblockaden, kleinen Bränden und eingeschlagenen Fensterscheiben. Gegen die Demonstranten seien ein Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt worden. Den Angaben nach versammelten sich mehr als tausend Demonstrantinnen und Demonstranten, um ihren Unmut über das Schulsystem auszudrücken.
Seit dem Start der Proteste am vergangenen Donnerstag wurden etliche Personen festgenommen, darunter auch 17 Minderjährige.
Feuerwerkskörper verletzt 15 Grundschulkinder in Hannuit
In Hannuit wurden am Montagmorgen während eines Schulprotests laut Belga 15 Grundschulkinder durch Feuerwerkskörper leicht verletzt. Sie wurden demnach von fliegenden Funken getroffen. In der Folge sei ein Jugendlicher festgenommen worden.
250 Demonstrierende zogen den Angaben nach durch die Strassen Hannuits und protestierten vor grossen Schulen. Auch sie kämpften den Berichten zufolge für bessere Gebäude, Lernbedingungen und angepasste Uhrzeiten. Im Zentrum stehe aber insbesondere die Forderung, gehört zu werden, berichtete der belgische Rundfunksender BRF. (DPA)