Céline Amaudruz: SVP-Politikerin kandidiert für Bundesrat

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Livetickeraktualisiert vor 20 Stunden

SVP-Vizepräsidentin
«Ich bin modern»: So lancierte Amaudruz ihre Bundesratskandidatur

SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz hat sich am Donnerstag als erste offizielle Kandidatin für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin zur Verfügung gestellt. Darüber informierte sie an einer Pressenkonferenz in Genf.
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Céline Amaudruz gab am Donnerstag bekannt, dass sie für den Bundesrat kandidiert.20min

Darum gehts

  • Sie will: SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz kandidiert für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin.
  • Die 47-Jährige hielt dazu am Donnerstag eine Pressekonferenz in Genf ab.
  • «Mein Engagement kommt aus dem Herzen», erklärte sie.

Céline Amaudruz macht den Anfang: Am Donnerstag kündigte die Genferin als erste SVP-Politikerin ihre Kandidatur für die Nachfolge von Guy Parmelin an. Die 47-Jährige leitete damals den Wahlkampf für den abtretenden Bundesrat, die beiden verbindet eine enge Freundschaft.

«Mein Engagement kommt aus dem Herzen», sagte Amaudruz an der Medienkonferenz in Genf. Sie wie auch der kantonale Parteipräsident betonten die wichtige Rolle des Kantons in der Wirtschaft und der Diplomatie.

Das waren ihre bemerkenswertesten Aussagen an der Medienkonferenz:

  • Kann eine Mutter von zwei kleinen Kindern Bundesrätin werden? «Es macht mich fassungslos», kommentierte Amaudruz die Debatte. Dies sende das Signal aus, dass Mütter keine verantwortungsvollen Positionen übernehmen könnten: «Wenn meine Kandidatur ein Vorbild für Frauen ist, die Mütter sind, macht mich das stolz», sagte sie. Jede Mutter könne selbst entscheiden, ob und als was sie arbeite.
  • Wie hat die Partei reagiert? «Ich habe Marcel Dettling informiert, er hat sich gefreut, dass ich die erste offizielle Kandidatin bin», sagt Amaudruz.
  • Wie gut ist ihr Deutsch? Zu Beginn der Medienkonferenz sagt Amaudruz jeweils ein paar Sätze auf Deutsch, Italienisch und Englisch. Direkt darauf angesprochen, sagte sie: «Ja, ich kann Deutsch sprechen. Aber das ist eine Medienkonferenz in Genf, hier spreche ich französisch», sagt Amaudruz und versichert: «Ich verstehe alles, 90 Prozent. Eine Debatte ist vielleicht schwierig, aber es geht.»
  • «Ich bin modern», lacht Amaudruz auf die Frage, warum sie ihren Namen nach der Hochzeit mit ihrem Mann Michael Andersen behalten habe. Er sei Norweger und auch eines der Kinder habe einen norwegischen Namen.
  • Zur Vertretung der Romandie: «Ich habe grossen Support in der Romandie. Die Herausforderung ist, dass der Grossteil der Schweizer nicht Romands sind», so Amaudruz. Sie engagiere sich seit 2011 für die Anliegen der Partei, was auch in der Deutschschweiz geschätzt werde: «Es wäre kein gutes Signal, wenn es keine Kandidatur aus der Romandie aufs Ticket schaffen würde.»
  • Zu den EU-Verträgen, welche die SVP ablehnt: «Wenn der Bundesrat will, dass ich dieses Projekt vertrete, werde ich das tun.»

Deine Meinung zählt

15.10.2026

Do 10:50

Damit ist die Medienkonferenz zu Ende

In Kürze liest du an dieser Stelle eine Zusammenfassung.

15.10.2026

Do 10:49

Eine letzte Frage

Zum Schluss betont Amaudruz, wie wichtig es ist, dass jemand aus der Romandie aufs SVP-Ticket kommt: «Es liegt in der Verantwortung der grössten Partei, für den nationalen Zusammenhalt zu sorgen», so Amaudruz. Es wäre sonst keine gute Nachricht, welche die SVP aussenden würde.

15.10.2026

Do 10:42

Amaudruz zur Kinderdebatte

«Es bestürzt mich», sagt Amaudruz zur Debatte, ob sie als Mutter von zwei kleinen Kindern Bundesrätin werden kann: «Welche Message schicken wir damit unserer Gesellschaft und unseren Frauen?», sagt sie sichtlich bewegt. Viele Mütter seien gezwungen zu arbeiten, für sie sei diese Frage ein Hohn. Jede Mutter solle frei entscheiden könne, ob und als was sie arbeite.

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15.10.2026

Do 10:37

Ihre Haltung zu den EU-Verträgen

Als Bundesrätin müsste Amaudruz die EU-Verträge verteidigen. «Diese Schwierigkeit haben alle SVP-Vertreter», so Amaudruz. «Wenn der Bundesrat will, dass ich dieses Projekt vertrete, werde ich das tun.»

15.10.2026

Do 10:33

Wie gut ist ihr Deutsch?

«Ja, ich kann Deutsch sprechen», sagt Amaudruz auf Deutsch, aber das heute sei eine französische Medienkonferenz in Genf: «Ich verstehe alles, 90 Prozent.» In der Debatte sei das manchmal etwas schwierig, aber es geht.

15.10.2026

Do 10:32

Wie Amaudruz in den Hearings punkten will

Welchen Vorteil hat sie in den Hearings bei den anderen Parteien? «Ich sitze seit 2011 im Nationalrat», betont sie ihre Erfahrung. Als Kandidatin der SVP werde sie ihre Werte verteidigen. Aber sie sei eine Konsenspolitikerin, nicht dogmatisch. Sie habe mit Vertretern aus allen Parteien schon Vorstösse lanciert.

15.10.2026

Do 10:24

Wie will sie Deutschschweizer überzeugen?

Wie will sie die Deutschschweizer in der Fraktion von sich überzeugen? «Ich habe grossen Support in der Romandie. Die Herausforderung ist, dass der Grossteil der Schweiz nicht Romands ist», sagt sie. Aber sie engagiere sich seit 2011 für die Anliegen der Partei, was auch in der Deutschschweiz geschätzt werde.

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15.10.2026

Do 10:18

«Ich habe Marcel Dettling informiert»

«Ich habe Marcel Dettling informiert, er freue sich, dass ich Kandidatin bin», sagt Amaudruz auf die Frage, ob sie die Partei informiert habe. Per Mail habe sie ihren Entscheid auch der Parteileitung mitgeteilt. Sie erinnert daran, dass sie seit Jahren und unter drei verschiedenen Chefs Vize-Präsidentin der SVP sei. «Die Kandidatur von Celine Amaudruz ist stark und macht den anderen Kantonen mit starken Kandidaturen Angst», ergänzt Parteipräsident Dugerdil.

15.10.2026

Do 10:15

Die Flagge fällt

Während Amaudruz über ihre Kandidatur spricht, löst sich die Schweizer Fahne von der Wand. Der Genfer Parteipräsident Dugerdil reisst sie runter.

15.10.2026

Do 10:13

Warum behielt Amaudruz ihren Namen?

«Ich bin modern», lacht Amaudruz auf die Frage, warum sie ihren Namen nach der Hochzeit mit ihrem Mann Michael Andersen behalten habe.

Die Bundesratskandidatin stellt sich in Genf den Fragen der Medienschaffenden.
Die Bundesratskandidatin stellt sich in Genf den Fragen der Medienschaffenden.20 Minutes

Andersen sei Norweger und auch eines der gemeinsamen Kinder habe einen nordischen Namen.

15.10.2026

Do 10:10

Jetzt beginnt die Fragerunde

«Als Kandidatin schaut man nicht, wer sonst noch kandidiert», antwortet Amaudruz auf die Frage, ob die Absage von Esther Friedli eine Rolle spielte. Sie habe sich reiflich Zeit genommen, sich eine Kandidatur zu überlegen. Sie kandidiere für den Bundesrat, nicht für ein bestimmtes Departement.

15.10.2026

Do 10:08

«Céline Amaudruz trägt die Schweiz in ihrem Herzen.»

Jetzt spricht der Genfer Parteipräsident Lionel Dugerdil: «Seit dem Rücktritt von Micheline Calmy-Rey vor 15 Jahren war Genf nicht mehr im Bundesrat vertreten.»

Amaudruz wird an der Medienkonferenz von Lionel Dugerdil, dem Präsident der SVP Genf, flankiert.
Amaudruz wird an der Medienkonferenz von Lionel Dugerdil, dem Präsident der SVP Genf, flankiert.20 Minutes

Er betont die grosse wirtschaftliche und diplomatische Rolle des Kantons. «Céline Amaudruz trägt die Schweiz in ihrem Herzen.» Er betont etwa ihr Engagement für die Frauen.

15.10.2026

Do 10:05

Amaudruz spricht auf Deutsch, Italienisch und Englisch

Amaudruz wechselt regelmässig die Sprache. So sprach sie einige Sätze auf Deutsch und wechselte sogar kurz auf Italienisch und Englisch. Damit will sie wohl in der Deutschschweiz und im Tessin punkten. SVP-intern gelten ihre Deutschkenntnisse nämlich eher als mässig.

15.10.2026

Do 10:04

Demonstration von Sprachkenntnissen

«Die Vielfalt macht unsere Stärke aus», sagt Amaudruz. Und auf Deutsch: «Ich will zum Zusammenhalt unseres Landes beitragen.»

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15.10.2026

Do 10:03

«Mein Engagement kommt aus dem Herzen»

Sie trete die Kandidatur mit Bescheidenheit und Entschlossenheit an: «Mein Engagement kommt aus dem Herzen», so Amaudruz. Nun sagt sie ein paar Sätze auf Deutsch und Italienisch.

15.10.2026

Do 10:01

Die Medienkonferenz beginnt

Jetzt geht es los: Céline Amaudruz nimmt Platz zwischen zwei Genfer Fähnchen, im Rücken die Schweizer Flagge. «Ich gebe meine Kandidatur für den Bundesrat bekannt», lässt sie die Katze aus dem Sack.

Sie will: Céline Amaudruz hat ihre Kandidatur für den Bundesrat bekanntgegeben.
Sie will: Céline Amaudruz hat ihre Kandidatur für den Bundesrat bekanntgegeben.20 Minutes

15.10.2026

Donnerstag

Stellt sich Céline Amaudruz als erste Bundesratskandidatin zur Verfügung?

Kaum hatte Bundespräsident Guy Parmelin verkündet, dass er Ende Jahr zurücktreten werde, setzten die Medien ihren Namen schon in einen der vorderen Sitze im Kandidatenkarussell: Die Genfer SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz wurde in den vergangenen Tagen als eine der Favoritinnen für den frei werdenden Bundesratssitz gehandelt.

Um 10 Uhr verkündet Céline Amaudruz, ob sie Guy Parmelins Sitz im Bundesrat beerben will.
Um 10 Uhr verkündet Céline Amaudruz, ob sie Guy Parmelins Sitz im Bundesrat beerben will.20min/Taddeo Cerletti

Die SVP-Vizepräsidentin hat sich knapp zwei Wochen Zeit genommen, um sich eine Kandidatur zu überlegen. Und nun ist ihr Entscheid gefallen: Um 10 Uhr will die 47-Jährige über ihren Entschluss informieren. Dazu hat sie die Medienschaffenden nach Genf geladen.

20 Minuten berichtet live im Ticker und Stream.

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Delia Bachmann (dba), Jahrgang 1993, arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Als Redaktorin im Ressort Politik berichtet sie über das Geschehen in Bundesbern.

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