Irakischer Rambo ist der grösste Albtraum des IS

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Abu AzraelIrakischer Rambo ist der grösste Albtraum des IS

Die irakische Schiiten-Miliz hat einen Helden: Abu Azrael. Bewaffnet mit Maschinengewehr, Schwert oder Panzerfaust stellt er sich der IS-Terrormiliz.

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Schwerbewaffnet und kampfeslustig: Der irakische Rambo Abu Azrael.
Dabei kann er auch anders: Der 40-Jährige soll nämlich eigentlich Hochschullehrer sein.
Wenn er nicht grade kämpft, bringt er seine fünf Kinder zur Schule, sagte Azrael der Nachrichtenagentur AFP.
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Schwerbewaffnet und kampfeslustig: Der irakische Rambo Abu Azrael.

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Er ist der Rambo des irakischen Widerstandes gegen den Terror: Mit schwerem Geschütz stellt sich Abu Azrael – zu Deutsch «Vater des Todesengels» – Kämpfern des Islamischen Staats (IS). Dabei sieht der 40-Jährige nicht nur gefährlich aus – er ist es auch (zumindest wenn man sozialen Medien traut): «Diese Legende hat über 500 IS-Kämpfer getötet», schreibt ein Twitter-Nutzer (siehe Tweet unten).

Dabei klingt Azraels Werdegang eher harmlos: Laut «NZZ» ist er eigentlich Hochschullehrer. Daneben soll er Taekwondo-Meister und ein herausragender Schütze sein. Grips und Muskeln: Azrael ist der perfekte Krieger – und kurbelt gleichzeitig ordentlich die Propaganda-Maschine der irakischen Armee an.

«Jeder Krieg braucht seine (Anti)-Helden»

Diese hat einen Helden bitter nötig: Bis vor kurzem konnte sich der IS praktisch ungestört im Irak ausbreiten. Die Medien waren voller Meldungen über desertierende irakische Soldaten und erst mit Unterstützung des Irans konnten die Regierungstruppen wieder Landgewinne einstreichen.

Der schiitische Actionheld Azrael verbessert die Moral der irakischen Soldaten und macht den Menschen im Irak Mut – ein Mechanismus, den die IS-Terrormiliz längst anwendet: Ihre romantisierende Propaganda strotzt vor muskulösen, maskierten Kämpfern, die neue Anhänger anziehen sollen.

«Dass jeder Krieg seine (Anti)-Helden braucht, zeigt der Kult um den amerikanischen ‹American Sniper›, der sich damit rühmte, 160 tödliche Treffer im Irak-Krieg gelandet zu haben», schreibt die «NZZ». Abu Azrael hat im Übrigen eine weiche Seite: Wenn er nicht gerade töten müsse, bringe er jeden Morgen seine fünf Kinder in die Schule, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Zwischendurch besucht Azrael sein Mami:

Hier ein Video vom Siegeszug des irakischen Rambos:

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