Nach WahlperiodeAngela Merkel gibt Kanzleramt ab
Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt nach der laufenden Wahlperiode von allen politischen Ämtern zurück.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach der laufenden Wahlperiode auch das Kanzleramt abgeben. In der Sitzung des CDU-Bundesvorstands sagte Merkel, dies sei ihre letzte Amtszeit, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Später bestätigte Merkel die Informationen an einer Pressekonferenz.
Demnach will Merkel im Anschluss auch keinen Posten in Brüssel oder ein anderes politisches Amt übernehmen. Die Legislaturperiode dauert regulär noch bis zum Herbst 2021. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass Merkel auf dem Parteitag der CDU in Hamburg nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren will.
Die Kanzlerin zieht damit die Konsequenzen aus dem schlechten Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl in Hessen. Merkel habe vor dem Parteivorstand «bewegende Worte» gesprochen, berichteten Teilnehmer. Die Runde habe Merkel danach mit stehendem Applaus bedacht.
Merz will für Vorsitz kandidieren
Merkel ist seit 18 Jahren CDU-Chefin. Die Nachfolge an der Parteispitze könnte auf dem CDU-Parteitag Anfang Dezember in Hamburg geregelt werden. Für den Vorsitz kandidieren will der frühere CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz. Das erfuhr die dpa aus dem Umfeld von Merz.
Der einstige 62-jährige Rivale Merkels hatte sich in den vergangenen Jahren aus der aktiven Politik zurückgezogen. Er war als damaliger Oppositionsführer 2002 von Merkel aus dem Amt gedrängt worden.
Als weitere Kandidaten für Merkels Nachfolge im Parteivorsitz gelten etwa CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Vizechef Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. (fur/sda/afp)