Razzia bei Sekte - Deutscher erschossen

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Dominikanische RepublikRazzia bei Sekte - Deutscher erschossen

Als die dominikanische Polizei ein Sekten-Anwesen im Touristenort Sosua stürmen wollte, haben sich die Insassen gewehrt. Bei der Schiesserei starb ein Mann, vier Personen wurden verletzt.

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Bei einer Schiesserei mit der Polizei in der Dominikanischen Republik ist ein Deutscher getötet worden. Zwei weitere Deutsche, ein Mann und eine Frau, wurden festgenommen, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

Die Polizei war am Mittwoch zu dem Haus der Deutschen im Touristenort Sousa gekommen, um es nach illegalen Waffen zu durchsuchen. Die beiden Männer und eine Frau hätten daraufhin aus dem Inneren ihrer Wohnung das Feuer auf die Beamten eröffnet, sagte Polizeisprecher Diego Pesqueira. Auch drei Polizisten seien bei dem Schusswechsel verletzt worden.

Der getötete Deutsche Peter D. trug den Angaben zufolge eine kugelsichere Weste, starb aber an seinen Schusswunden, während er medizinisch versorgt wurde. Woher er stammt, gab die Polizei zunächst nicht bekannt.

Mitglieder einer Sekte

Einer der Festgenommenen ist ein 61-jähriger Mann aus Rheinland-Pfalz, der seit mehreren Jahren in der Dominikanischen Republik lebt und dort als Immobilienmakler und Leiter von spirituellen Seminaren der Gruppe «Academy for the future health» tätig war. Laut dominikanischen Medien handelt es sich dabei um eine satanische Gruppierung.

Laut ihrer Homepage stellte sie ihre Arbeit im Mai 2012 ein. «Unser Werk ist getan, nun darf jeder ernten, was er im Leben gesät hat», ist dort zu lesen. Unter anderem verbreitete die Gruppe Verschwörungstheorien und sah offenbar eine «Vervollkommnung» der Erde nahen, wie aus der Webseite hervorgeht.

In der Wohnung in Sosua, rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santo Domingo, wurden mehrere Schusswaffen gefunden, darunter auch zwei Maschinengewehre, schusssichere Westen und ein gepanzerter Wagen.

(Video: YouTube/CachichaTV) (aeg/dapd)

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