Trump fordert Rückzug russischer Soldaten

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VenezuelaTrump fordert Rückzug russischer Soldaten

Der US-Präsident hat die Präsenz russischer Soldaten im südamerikanischen Land verurteilt. Russland müsse sich aus Venezuela zurückziehen, sagte Trump am Mittwoch.

An der Seite von Fabiana Rosales, der Ehefrau des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó: US-Präsident Donald Trump am Mittwoch im weissen Haus. Bild: epa/Michael Reynolds

An der Seite von Fabiana Rosales, der Ehefrau des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó: US-Präsident Donald Trump am Mittwoch im weissen Haus. Bild: epa/Michael Reynolds

Auf die Frage von Journalisten, ob die USA ihre Politik der Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela durch eine Militäraktion ergänzen würden, antwortete Trump: «Alle Optionen liegen auf dem Tisch.» Der US-Präsident fügte hinzu: «Sie stehen jetzt gerade massiv unter Druck. Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts, auch keinen Strom.»

Rosales war zuvor mit US-Vizepräsident Mike Pence zusammengetroffen. Dieser sagte, Washington sehe die Ankunft russischer Militärflugzeuge in Venezuela am vergangenen Wochenende als «Provokation» an. Russland sei aufgefordert, jegliche Unterstützung für das Maduro-Regime einzustellen.

In Venezuela herrscht ein erbitterter Machtkampf zwischen dem linksnationalistischen Staatschef Nicolás Maduro und Guaidó, der sich Ende Januar zum Übergangspräsidenten erklärt hatte. Die USA erkannten ihn als eines der ersten Länder an. Mittlerweile sind es rund 50 Staaten, darunter mehrere lateinamerikanische Länder sowie Deutschland, Frankreich und andere europäische Staaten. Maduro kann sich bislang aber auf den Rückhalt der Armeeführung verlassen.

Reihe von Stromausfällen

Der Oppositionspolitiker und Parlamentsvorsitzende Guaidó rief seine Anhänger unterdessen für Samstag zu Massenkundgebungen aus Protest gegen die vielen Stromausfälle in Venezuela auf. Seit Montagnachmittag gab es erneut landesweit Pannen bei der Stromversorgung. Die Regierung erklärte Dienstag und Mittwoch zu arbeits- und schulfreien Tagen. Mit der Massnahme sollte das Stromnetz entlastet werden.

Vom 7. bis zum 14. März hatte der folgenschwerste Stromausfall in der Geschichte Venezuelas das südamerikanische Land fast eine Woche lang lahmgelegt. Maduro gab dafür Cyberattacken der USA sowie der rechten Opposition um Guaidó die Schuld. Maduros Gegner machen dagegen mangelnde Investitionen in den Unterhalt der Infrastruktur, Missmanagement sowie Korruption verantwortlich. (sda)

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