Männer sind die wahren Serien-Junkies

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Fünf Stunden pro WocheMänner sind die wahren Serien-Junkies

Wer wartet gespannt auf die neue Staffel von «Grey's Anatomy» oder «Desperate Housewives»? Frauen. Und wer verbingt die meiste Zeit vor den TV-Serien? Männer! Zugeben würden sie das natürlich nicht.

V. Weber
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V. Weber

Serien wie «Grey's Anatomy» und «Desperate Housewives» haben demnächst ausgedient, zahlreiche Neuerscheinungen kämpfen schon jetzt um die Zuschauergunst. Grund genug, mal nachzuhorchen, wie Serien-verrückt die Leser von 20 Minuten Online sind.

Bei einer Umfrage, an der 11 262 Personen teilgenommen haben, kam heraus, dass praktisch jeder manchmal oder sogar häufiger TV-Serien schaut. 29 Prozent aller Teilnehmer würden sich sogar als «Serien-Junkie» bezeichnen. Bei den weiblichen Befragten liegt der Anteil der letzten Gruppe noch etwas höher: 30 Prozent der Frauen geben also zu, regelrecht süchtig nach ihren Lieblingsformaten zu sein, bei den Männern tun dies etwas weniger, nämlich 28 Prozent.

Das sind die beliebtesten Formate

Schauen Männer und Frauen zwar etwa gleich gerne Serien, so mögen sie nicht unbedingt dieselben Formate: In den Top Fünf der Frauen stehen unter anderem «Grey's Anatomy», «Desperate Housewives» und «Private Practice», bei den Männern rangieren dagegen «Big Bang Theorie», «Two and a Half Men» und «Scrubs» ganz weit oben in der Liste der beliebtesten Formate, die man regelmässig anschaut.

Bei «How I Met Your Mother» sind sich dann Mann und Frau wieder einig - für beide ist diese Sendung ein absolutes Muss. Ein Ranking der Top-Serien der Leserinnen und Leser finden Sie oben in der Bildstrecke. Eigentlich erstaunlich, dass die Geschmäcker so verschieden sind, schaut doch immerhin ein recht grosser Anteil der Befragten - egal ob Mann oder Frau - besonders gern mit seinem Partner oder seiner Partnerin in die Röhre.

Hier zeigt sich der wahre Junkie

Doch wie viel Zeit investieren unsere Leser für ihre geliebten Unterhaltungsprogramme? Rund ein Viertel der Befragten nimmt sich pro Woche zwei bis drei Stunden Zeit für das Serienvergnügen. Bei etwa ebenso vielen Teilnehmern liegt der Wert sogar zwischen drei und fünf Stunden. Schon in dieser Kategorie ordnen sich etwas mehr Männer als Frauen ein. Mehr als fünf Stunden pro Woche investiert jede fünfte weibliche Befragte, bei den Männern tun dies sogar 23 Prozent.

Doch nicht nur da zeigt sich die grosse Serien-Sucht auf Seiten der männlichen Befragten. Tatsächlich ist es nämlich so, dass die Herren gar nicht genug kriegen können. Statt sich mit den Formaten im deutschsprachigen Fernsehen zufrieden zu geben, schaut ein Drittel zusätzlich regelmässig Serien aus dem Ausland im Internet an, weitere 17 Prozent tun dies manchmal. Mit einem Anteil von nicht mal einem Viertel liegen die weiblichen Befragten deutlich weiter unten auf dem «Sucht-Barometer».

Zudem sind die männlichen Serien-Fans auch noch ungeduldiger. Zwar schauen viele von ihnen die Lieblingssendungen auch noch regulär im Fernsehen an - also dann, wenn sie ausgestrahlt werden - doch ein recht grosser Teil (39 Prozent) von ihnen kann es manchmal kaum abwarten und schaut die Serien deswegen schon vorab im Internet an. Bei den weiblichen Befragten tun dies lediglich 26 Prozent.

«Gilmore Girls» und «Knight Rider» for ever

Die grosse Serien-Liebe der 20-Minuten-Online-Leser ist aber nicht erst mit «O.C. California» und Co. ausgebrochen. Es gibt vielmehr eine ganze Menge von Serien-Klassikern, ohne die das Leben früher wohl kaum vorstellbar war. Auch hier zeigt sich ein Unterschied zwischen Mann und Frau: Wünschen sich die Damen «Gilmore Girls», «Charmed» und «Die Nanny» zurück, vermissen die Herren vor allem «Knight Rider», «Das A-Team» und den «Prinz von Bel Air».

Umfrage-Daten

An der nicht-repräsentativen Umfrage von 20 Minuten Online haben insgesamt 11 262 Personen teilgenommen, davon 4405 Frauen und 6857 Männer. Der Grossteil der Befragten (71 Prozent) war zwischen 20 und 39 Jahre alt. Eine gute Hälfte der Umfrageteilnehmer gab an, häufiger TV-Serien anzuschauen, ein knappes Drittel würde sich sogar als «Serien-Junkie» betiteln.

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