Mark Zuckerberg an der D8Facebook-CEO in Erklärungsnot
Der CEO der weltgrössten Social Community wurde im Rahmen der D8-Konferenz des «Wall Street Journal» von zwei Journalisten auf dem heissen Stuhl mit Fragen gelöchert - und geriet ganz schön ins Schwitzen.

Mark Zuckerberg drückte sich um klare Antworten.
Die Social-Community sah sich in den vergangenen Monaten vor allem mit harscher Kritik an ihrer Datenschutz-Politik konfrontiert. Als Reaktion darauf gelobte CEO Mark Zuckerberg Besserung und präsentierte eine vereinfachte Eingabemaske, mit Hilfe derer eine verbesserte Kontrolle über die persönlichen Informationen gewährleistet werden soll (20 Minuten Online berichtete).
Auf der D8-Konferenzstellte er sich gestern den kritischen Fragen von Walt Mossberg und Kara Swisher, zwei Reportern des Wall Street Journal. Sie wollten von ihm erfahren, wieso die Einstellungen zur Privatsphäre dahin geändert wurden, dass persönliche Informationen plötzlich mit dem gesamten Internet geteilt werden. Zuckerberg drückte sich um eine klare Antwort, im Laufe des Gesprächs bildeten sich immer mehr Schweisstropfen auf seiner Stirn, Zuckerberg musste sich sogar seines Kapuzenpullis entledigen.
Er scheint der festen Überzeugung zu sein, dass die User so viel Information wie möglich, mit möglichst vielen Personen teilen wollen. Er räumte aber ein, dass es im Laufe der Zeit für die User zu kompliziert wurde, die Einstellungen zu verwalten. Als Gegenmassnahme habe man deshalb die Einstellungen übersichtlicher gestaltet. Bislang habe bereits die Hälfte der Facebook-Nutzer habe mindestens einmal die Datenschutz-Einstellung verändert: «Für mich ist das ein Signal, dass wir es richtig machen und den Leuten die Kontrolle geben, die sie wollen.»
Zuckerberg plant zurzeit nicht, die Zügel aus der Hand zu geben und will auch künftig Chef von Facebook bleiben. Fragen zu einem bevorstehenden Börsengang wollte er nicht beantworten.
iPhone-Testgerät von Gizmodo war echt
Einen Tag zuvor nahm der Apple-CEO Steve Jobs auf dem heissen Stuhl Platz. Er bestätigte, dass es sich bei den auf gizmodo.com veröffentlichten Bildern des iPhones der kommenden Generation tatsächlich um einen echtes Testgerät handle (20 Minuten Online berichtete). «Es wird noch darüber debattiert, ob unser Angestellter es in einer Bar vergessen hat oder ob es aus seiner Tasche gestohlen wurde», so Jobs. Spekulationen, dass Google von Bing auf dem iPhone abgelöst werde, wies er zurück. Zu dem zwischen Apple und Adobe tobenden Konflikt äusserte sich Jobs wie folgt: «Wir glauben nicht, dass Flash ein gutes Produkt ist.» Man wolle sich auf zukunftsträchtige Technologien wie HTML5 konzentrieren und nicht auf solche, die sich auf dem absteigenden Ast befinden würden.
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