Besuch im Bergdorf mit dem High-Speed-Internet

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5GBesuch im Bergdorf mit dem High-Speed-Internet

5G bringt nicht nur mehr Speed. In Guttannen im Berner Oberland wird getestet, was mit dem Mobilfunknetz der Zukunft alles möglich wird.

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Augenschein vor Ort: So verlief der Test der Swisscom im Berner Oberland. (Video: 20M)

Der Motor dröhnt, das Postauto kratzt zigfach die Kurven, dann ist man da in Guttannen. Das Bergdof im Berner Oberland ist Testgelände für die Mobilfunktechnologie der Zukunft. Die Swisscom hat dort in den letzten Wochen ausprobiert, wie Kunden dereinst das 5G-Netz nutzen könnten. «Wir hatten drei Testkunden: einen Glasbläser, der seine Geissen auf der Alp per Video überwachte, eine Familie, die drahtlos 4K-TV schaute, und das Schulhaus», erklärt Reto Straumann, Projektleiter der Swisscom. Die Tests laufen auf modifizierter 4G-Hardware.

Im Unterricht wurde das Testnetz häufig genutzt. «Es war spannend, bei dem Test dabei zu sein. Das Klassenzimmer auf eine abgelegene Alp zu bringen, wird damit möglich», sagt der Lehrer Urs Zuberbühler. Man habe aber vorher schon eine gute Anbindung an das Internet gehabt, weshalb der 5G-Test nicht alles auf den Kopf gestellt habe.

Neue Funkfrequenz

Für den Test wurde in Guttannen eine spezielle Antenne aufgestellt, die auf 3,5 Gigahertz funkt. Beim heutigen LTE (4G) liegt die Frequenz bei 2,6 GHz. «Wir gingen davon aus, dass die Abdeckung sehr ähnlich sein wird. Bisher gab es nur Erfahrungen im Labor», so Straumann. Die Laborergebnisse seien nun in einer realen Umgebung verifiziert worden, so sein Fazit. Die Swisscom geht davon aus, dass die Erkenntnisse aus dem Bergdorf für den Ausbau an anderen Standorten nützlich sein werden.

Bis beim eigenen Smartphone in dem Statusbalken 5G statt 4G steht, dürfte noch einige Zeit vergehen. Der nächste Meilenstein für die Technologie dürfte im Januar 2019 anstehen. «Dann werden voraussichtlich die 5G-Frequenzen versteigert», sagt Armin Schädeli, Sprecher der Swisscom.

Ein Ungetüm: Mobiltelefon Natel A. Der analoge Telekommunikationsstandard dominierte in den 1980er-Jahren. Erste Mobilgeräte waren teuer und sehr schwer. Sogenannte Nationale Autotelefone, kurz Natels, kosteten mehrere Tausend Franken und Anrufe waren kostspielig. Die Natels waren damals Statussymbol.
Vorboten der Digitalisierung: Am 9. Oktober 1991 wurde das Mobiltelefon Natel-D des Schweizer Telekommunikationsunternehmens Ascom vorgestellt.
2G: Im März 1993 begann in der Schweiz der Umstieg auf das digitale Netz mit dem Standard Global System for Mobile Communications (GSM).
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Ein Ungetüm: Mobiltelefon Natel A. Der analoge Telekommunikationsstandard dominierte in den 1980er-Jahren. Erste Mobilgeräte waren teuer und sehr schwer. Sogenannte Nationale Autotelefone, kurz Natels, kosteten mehrere Tausend Franken und Anrufe waren kostspielig. Die Natels waren damals Statussymbol.

Sammlung Museum für Kommunikation

Weiter braucht es neue Hardware, sprich neue Handys. Hersteller Qualcomm hat kürzlich das erste 5G-fähige Handy gezeigt, das mit einem Swisscom-Testnetz verbunden wurde. Noch sind die Geräte klobig. Die ersten 5G-Handys dürften im dritten Quartal 2019 auf den Markt kommen. Auch andere Anbieter testen derzeit 5G-Netze in der Schweiz.

5G ist superschnell, quasi eine kabellose Glasfaser. Der neue Mobilfunkstandard hat immenses Potenzial, auch für Firmen.

Das könnte 5G möglich machen

Man sitzt in einem selbstfahrenden Auto, während man sich via Virtual-Reality-Brille ein Livekonzert ansieht. Ein solches Szenario ist bisher reine Fiktion, könnte aber mit 5G – zumindest technisch – Wirklichkeit werden. Während Nutzer sich auf mehr Speed freuen dürfen, liebäugeln Unternehmen vor allem wegen der kurzen Reaktionszeiten und der für sie garantierten Bandbreiten mit der Technologie.

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