Guerilla-Gig am OASGBand schmuggelt sich samt Bühne aufs Gelände
Das Openair St. Gallen neigt sich dem Ende zu. Für die Story des Wochenendes sorgt eine deutsche Band. Sie schaffte es samt Equipment an der Security vorbei – und spielte einen Mini-Gig.
Rocken ohne Einladung auf selbst mitgebrachter Bühne: Die deutsche Punkband Stepfather Fred hat die Veranstalter des Openair St. Gallen düpiert. (Video: Tamedia/jeb)
Es ist eine dreiste Aktion, die die Jungs von der deutschen Punkband Stepfather Fred ausgeheckt und tatsächlich durchgezogen haben: Mit ihrem Bandbus samt fahrbarer Bühne im Schlepptau haben sie es am Freitagabend aufs streng bewachte Festivalgelände geschafft – ohne überhaupt für eine Show gebucht worden zu sein.
Sie hätten den Helfern an der Zufahrt einfach gesagt, dass sie einen Auftritt hätten und wurden durchgelassen, erzählt der Bassist im Interview mit dem «St. Galler Tagblatt». Bereits beim zweiten Song wurde die Aktion von den Festival-Verantwortlichen allerdings unterbunden – während die Zuschauer, die sich um die Ad-hoc-Bühne versammelt hatten, lautstark eine Zugabe forderten. Wie der Bassist weiter erklärt, hätten die Veranstalter «ziemlich entspannt» reagiert.
Keine Konsequenzen
Das grösste Problem an der Guerilla-Aktion sei gewesen, dass sie ihren Bus und die Bühne mitten in der Rettungsgasse geparkt hätten. «Zum Glück ist nichts passiert.» Nach der Aktion wurden die Musiker gemäss Eigenaussage von den Sicherheitsleuten «freundlich» vom Gelände geleitet.
Festival-Sprecherin Sabine Bianchi sagte am Sonntag dem «St. Galler Tagblatt», dass Organisatoren den Vorfall mit einem Augenzwinkern sehen würden. Eine Anzeige hätte die Band nicht zu befürchten. Offen ist, ob Stepfather Fred nach ihrer PR-Aktion 2019 ganz offiziell am OASG auftreten werden.