TierschutzModehaus PKZ wird komplett pelzfrei
Der Zürcher Tierschutz kann im Kampf gegen tierquälerische Pelzartikel einen weiteren Sieg verzeichnen: PKZ reduziert sein Sortiment schrittweise.
Im Frühling 2021 verabschiedet sich PKZ ganz vom Pelz, wie es in einer Medienmitteilung vom Freitag, 3. Januar, heisst. Vor gut fünf Jahren, im November 2014, kritisierte der Tierschutz das renommierte Modehaus wegen tierquälerischer Pelzartikel und Verstössen gegen die gesetzliche Deklarationspflicht. Der damalige PKZ-Patron Olivier Burger reagierte umgehend mit einem Verzicht auf Echtpelz bei den Eigenmarken Paul und Paul Kehl.
Als Manuela Beer ein Jahr später die PKZ-Führung übernahm, baute sie das pelzfreie Angebot aus und verzichtete seit der Herbst-/Wintersaison 2016/2017 vollständig auf Pelzartikel aus China und Russland. Ab Sommer 2017 fanden dann offene Gespräche zwischen Beer und Nadja Brodmann, Kampagnenleiterin des Zürcher Tierschutzes, statt. Letztere schlug eine schrittweise Reduktion des Echtpelz-Sortiments vor.
«Druck auf jene, die den Puls der Zeit verkennen»
«Wir werden 2020 nur noch die punktuell ergänzten Lagerbestände der Outdoor-Jacken mit Echtpelz abverkaufen und im Frühling 2021 pelzfrei sein. Wir sind unserer treuen Kundschaft zu Qualität und Nachhaltigkeit verpflichtet», sagt Beer.
Brodmann freut sich über den Erfolg: «Dies ist die letzte Kon-sequenz einer mehrjährigen, konstruktiven Zusammenarbeit. PKZ reiht sich damit in die Liste der pelzfreien Modehäuser wie Globus, Jelmoli und Modissa ein und erhöht den Druck auf jene, die den Puls der Zeit verkennen.» (dmo/sda)