Tödliche Strahlung in Fukushima

Aktualisiert

Grosses Risiko für ArbeiterTödliche Strahlung in Fukushima

Zum zweiten Mal wurden am beschädigten Atomreaktor in Fukushima tödliche Strahlenwerte gemessen. Trotzdem will die Betreiberfirma Tepco die Aufräumarbeiten ohne Unterbruch fortsetzen.

An dem beschädigten Atomreaktor Fukushima in Japan sind an einer weiteren Stelle tödliche Strahlenwerte entdeckt worden. Der AKW-Betreiber Tokyo Electric Power (Tepco) teilte am Dienstag mit, auch in einem Lüftungsschacht seien mehr als zehn Sievert pro Stunde gemessen worden.

Bereits am Vortag waren am Boden des Schachts ähnlich hohe Werte festgestellt worden. Ab einer Strahlung von zehn Sievert pro Stunde erleiden Menschen in der Regel nach wenigen Sekunden schwere gesundheitliche Schäden, die zum Tod führen können.

Noch deutlich höher?

Die tatsächlichen Werte könnten sogar noch deutlich höher liegen, weil die von Tepco eingesetzten Messgeräte nur eine Strahlung von bis zu zehn Sievert darstellen können. Die Strahlenwerte machen das grosse Gesundheitsrisiko deutlich, dem die Tepco-Angestellten bei den Aufräumarbeiten an dem havarierten Atomkraftwerk ausgesetzt sind.

Ungeachtet der Gefahr bekräftigte Tepco aber sein Ziel, die Reaktoren bis Januar zu stabilisieren. Die hohen Strahlenwerte würden die Arbeiten nicht behindern. Dagegen warnten Wissenschaftler den Konzern, er dürfe das Einhalten der Frist nicht über den Schutz seiner Einsatzkräfte stellen.

Seit der Atomkatastrophe im März geht auch in der japanischen Bevölkerung die Angst vor radioaktiv verseuchten Lebensmitteln um. Bei verschiedenen Produkten wurde bereits überhöhte Strahlung festgestellt.

(sda)

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