Missglückte BugradlandungDeutscher Militärheli im Titlisgebiet verunfallt
Beim Unfall eines Militärhelikopters der Deutschen Bundeswehr im Titlisgebiet ist einer der insgesamt fünf Insassen mittelschwer verletzt worden. Er wurde von der Rega geborgen.
Der Helikopter erlitt Totalschaden. Die Umstände des Unfalls waren laut VBS vorerst nicht geklärt.
Der Militärhelikopter vom Typ CH-53 absolvierte am Morgen im Titlisgebiet ein Weiterbildungstraining im Gebirgsflug, wie dies im Rahmen der Ausbildungskooperation zwischen Deutschland und der Schweiz praktiziert wird. An Bord befanden sich nach ersten Erkenntnissen fünf Personen, wovon eine Person mittelschwere Verletzungen erlitt, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitteilte. Der Verletzte sei immer ansprechbar gewesen und von der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) ins Spital transportiert worden. Der Helikopter wurde bei dem Unfall total zerstört.
Missglückte Bugradlandung
Die Piloten des deutschen Militärhelikopters, der am Freitag im Titlisgebiet verunfallt ist, haben eine Bugradlandung auf Fels geübt. Ob der Unfall durch technisches oder menschliches Versagen passierte, bleibt vorderhand offen.
Wie die Schweizer Luftwaffe in Alpnach mitteilte, herrschte zur Zeit des Unfalls um 10.23 Uhr im Titlisgebiet eine Föhnlage mit teils starken Winden und auch Schneefall. Das Wrack des Sikorsky CH- 53 wurde auf einer Höhe von 2400 Meter gefunden.
Geübt wurde eine Bugradlandung auf Fels. Dabei setzt der Helikopter nicht ganz auf. Die Maschine geriet ins Schwanken und rutschte dann 300 bis 400 Meter auf einen Hang hinunter.
An Bord befanden sich zwei Piloten und vier Mechaniker, alles Deutsche. Ein Mechaniker wurde verletzt und musste hospitalisiert werden. Er kann am Samstag nach Deutschland zurückkehren. Der Helikopter befand sich im Rahmen einer Ausbildungskooperation in der Schweiz.
Satellitenortung
Die Sikorsky CH-53 (CH = Cargo Helikopter) steht beim Deutschen Heer als Transporthubschrauber für Entfernungen von bis zu 1200 Kilometer im Einsatz. Er bietet Platz für bis zu 36 Soldaten oder 5,5 Tonnen Material.
Nach Angaben der Rega ereignete sich der Unfall westlich des 2.662 Meter hohe Graustocks. Die Rega sei telefonisch durch die Schweizer Luftwaffe alarmiert worden. Gleichzeitig sei beim Rega-Koordinationszentrum eine Satellitenmeldung über die Ortung des vom Bundeswehrhelikopter mitgeführten Notsenders eingegangen.
(dapd)