Goldküsten-Gemeinden hoffen auf Zuzug

Publiziert

Neues Heim für Federer?Goldküsten-Gemeinden hoffen auf Zuzug

Roger Federer sucht sich an der Goldküste ein Haus. In den Gemeinden freut man sich. Trotzdem wollen sie den Tennisstar nicht wie einen König behandeln.

Maja Sommerhalder
von
Maja Sommerhalder
In den Goldküstengemeinden wäre Roger Federer sehr willkommen. reuters/keystone

In den Goldküstengemeinden wäre Roger Federer sehr willkommen. reuters/keystone

Promis sind in Zollikon zwar keine Besonderheit, über Roger Federer würde sich Gemeindepräsidentin Katharina Kull aber riesig freuen: «Wir haben ausgezeichnete öffent­liche und private Schulen», wirbt sie. Tatsächlich will der Tennisstar mit seiner Familie von Wollerau im Kanton Schwyz an die Zürcher Goldküste ziehen. Laut der Zeitung «Der Sonntag» sucht er derzeit eine geeignete Immobilie. Das dürfte nicht ganz einfach sein, denn in vielen Goldküsten­gemeinden sind grosse Grundstücke rar. «Ich sehe bei uns keine grossen Landreserven», sagt etwa Urs Mettler, Gemeindepräsident von Uetikon.

Ähnlich sieht es in Herrliberg aus, so Gemeindepräsident Walter Wittmer: «In unserem hügligen Dorf wird es schwierig mit den Tennisplätzen.» Trotzdem: Max Baumgartner, Gemeindepräsident von Küsnacht, glaubt, dass ­Federer fündig wird: «Unser Pluspunkt sind die Stadtnähe und die Infrastruktur. Zudem wird hier die Privatsphäre respektiert.» Eine Spezialbehandlung würde der Tennisstar aber nicht bekommen. Auch rechne man trotz Federers Jahreseinkommen von rund 40 Mio. Franken nicht mit einem Steuersegen, erklärt Zumikons Gemeindepräsident Hermann Zangger: «Der Gemeinde würde wenig bleiben. Das meiste müssten wir an den Kanton abliefern.»

Deine Meinung zählt