Basel«Absage der Fasnacht würde uns nicht stoppen»
Ob die Basler Fasnacht trotz Coronavirus stattfinden wird, darüber werden die Behörden entscheiden. Einige Cliquen würden sich gegen ein Verbot auflehnen, wie sie sagen.
Die Basler Behörden betonen, sie würden nicht mit einer Absage der Fasnacht aufgrund des Coronavirus rechnen. Es müsste eine grössere Anzahl an unklaren Neuinfektionen in der Region auftreten, so das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen bestätigten Corona-Patienten (Stand Mittwoch 8 Uhr).
Die Basler Fasnachts-Cliquen stecken gerade in den letzten Vorbereitungen für die «drey scheenschte Dääg». Eine Absage der Fasnacht würde sie hart treffen. «Die Verbreitung der Krankheit ist bei den wöchentlichen Sitzungen bisher nicht thematisiert worden», sagt Ernst Meier, Obmann der Alten Garde der Clique Basler Bebbi auf Anfrage von 20 Minuten.
«Ich persönlich bin überhaupt nicht besorgt, dass die Fasnacht nicht stattfinden könnte», fügt er an. Wenn der Bund aber beschliesse die Fasnacht abzusagen, dann würde die Clique dies thematisieren. «Dann müssten wir am Freitag an der letzten Fasnachtssitzung natürlich darüber reden», so Meier.
Schwer vorstellbar, dass Fasnacht nicht stattfinden könnte
Ganz anders sieht das der Obmann der Spale Clique, Florian Stähli. Zu 20 Minuten sagt er: «Für Fasnächtler ist es schwer vorstellbar, dass die Fasnacht nicht stattfinden könnte.» Das junge und gesunde Fasnachtsvolk lasse sich nicht vom Corona-Virus beeindrucken, so Stähli.
Falls die Behörden dennoch diesen Schritt beschliessen würden, dann könnten sie vielleicht den offiziellen Fasnachts-Umzug, den Cortège absagen, so Stähli, nicht aber die ganze Fasnacht. «Ich glaube, ein Verbot würde die Fasnächtler nicht davon abhalten, Fasnacht zu machen.»
«Denn die Fasnacht wird von den Aktiven primär selber organisiert», fügt er an. Die über zehntausend Aktiven hätten sehr viel Geld und Herzblut in die Fasnacht investiert. «Das lassen wir uns nicht nehmen.»