Horror-Turbulenzen«Ich war überzeugt – jetzt stürzen wir ab»
Nach der Landung einer ALK-Maschine von Pristina kommend mussten mehrere Personen in ein Basler Spital gebracht werden. Grund waren heftige Turbulenzen.
Nach der Landung einer ALK-Maschine auf dem EuroAirport mussten mehrere Personen in ein Basler Spital gebracht werden. Video: Leser-Reporter 20 Minuten
Die 121 Passagiere an Bord der ALK -Maschine, die von Pristina nach Basel flog, wurden gestern Abend kräftig durchgerüttelt. Etwa 30 Minuten nach dem Start soll es laut Leser-Reporterin Mirjeta Basha zu etwa fünf Minuten anhaltenden Turbulenzen gekommen sein: «Ich war überzeugt – jetzt stürzen wir ab. Ich hatte Todesangst», erzählt die im Kanton Aargau wohnhafte Frau.
Sie beschreibt die Horrorszenen wie folgt: «Die Leute begannen zu schreien und zu weinen. Eine Flugbegleiterin knallte mit ihrem Servierwagen an die Decke. Becher flogen herum, manche wurden von heissem Wasser verbrüht.» Ihr Mann, mit dem sie in Pristina Verwandte besucht hatte, verbrühte sich ebenfalls und musste nach der Landung am Basler Europort mit neun weiteren verletzten Passagieren in ein Spital gebracht werden.
Laut der 31-Jährigen sei das Bordpersonal stets ruhig geblieben: «Sie sagten uns, dass wir keine Angst zu haben brauchen und alles wieder vorbeigehen werde.»
Leichte Verletzungen
Vivienne Gaskell, Mediensprecherin vom EuroAirport, bestätigt einen Einsatz von Krankenwagen und Feuerwehr: «Planmässig um 20.07 Uhr ist ein Boeing aus Pristina mit 121 Passagieren an Bord am EuroAirport gelandet. 10 Personen wurden sofort nach der Landung mit leichten Verletzungen in ein Basler Spital gebracht.»
Während des Flugs, rund 20 bis 25 Minuten vor der Landung, sei es zu Turbulenzen gekommen, wobei sich einige Personen verletzt hätten.
Sitze sind aus Verankerungen gerissen worden
Zu den Ursachen für die starken Turbulenzen kann Gaskell keine Angaben machen. Das müsse nun mit der zuständigen Airline, der ALK Airlines, abgeklärt werden.
Ein weiterer Leser berichtet gegenüber 20 Minuten, dass laut seinen Familienangehörigen, die im Flugzeug waren, auch Sitze aus den Verankerungen gerissen worden seien. Auch habe es laut seinen Aussagen Personen mit schwereren Verletzungen gegeben. Eine weitere Leser-Reporterin, die selbst auf dem Flug war, erzählt, dass sich ein Mann am Kopf verletzt und geblutet habe.
Der Einsatz am Flughafen dauerte bis um 21.55 Uhr.