«Ich erschrak, als ich den Panther sah»

Aktualisiert

Förster Robert Käser«Ich erschrak, als ich den Panther sah»

In der Region Kestenholz-Bätterkinden schleicht eine schwarze Raubkatze durch die Wälder. Mit grosser Wahrscheinlichkeit handelt es sich um einen Panther. Als erster sah ihn Revierförster Robert Käser.

Adrian Müller
Kestenholz
von
Adrian Müller
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Dem Panther auf der Spur: Revierförster Robert Käser führt an den Ort, wo er die Raubkatze gesehen hat, Marcel Tschan erklärt die Panther-Falle.

Im Wald bei Kestenholz SO sorgt eine schwarze Katze für Aufruhr. Beim noch unbekannten Tier handelt es sich wahrscheinlich um einen schwarzen Panther. Ein solcher ist laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) im letzten Herbst in Süddeutschland gesehen worden.

«Es kann praktisch nur ein Panther sein», sagte Reinhard Schnidrig, Chef der Sektion Jagd beim BAFU, am Dienstag. «Wir haben recherchiert, wir haben keine Ahnung, wo ein solches Tier in der Schweiz fehlen könnte.» Aber in Süddeutschland sei im vergangenen Herbst ein schwarzer Panther gesichtet worden. «Es könnte sich um dieses Tier handeln», sagte Schnidrig. Der Versuch, das Tier einzufangen, sei bisher erfolglos geblieben.

Die Raubkatze wurde in der Region Kestenholz-Bätterkinden bisher viermal gesichtet. Zum ersten Mal am vergangenen Mittwoch von Revierförster Robert Käser. «Ich war mit den Hunden unterwegs, als diese plötzlich angaben», sagt Käser zu 20 Minuten Online. Dann habe er ein schwarzes Tier gesehen, das sich wegen den Hunden relativ rasch wieder verzog. «Ich bin schon etwas erschrocken, auch wenn sich die Raubkatze ruhig verhielt», so Käser. Er sei sich zu 99 Prozent sicher, dass es sich um einen Panther handelte.

Marcel Tschan, Leiter des Amts für Jagd und Fischerei des Kantons Solothurn, ergänzt: «Wir haben ein fast gänzlich aufgefressenes Reh gefunden.» Weiter seien mehrere Meldungen zum Tier eingegangen. «Vier davon sind gesicherte Meldungen.» Unter anderem lief die Raubkatze einer Bäckerin über den Weg. Sie sprach von einem Tier, das aussehe wie ein Labrador - aber länger und mit einem langen Schwanz. Tschan hat praktisch keine Zweifel mehr, dass es sich um einen Panther handelt.

Gemäss Tschan dürfte der Panther hauptsächlich in der Nacht aktiv sein und am frühen Morgen. «Am Tag dürfte er sich auf Bäume zurückziehen.» In der Region wurden mehrere Fallen aufgestellt.

(Mitarbeit: Felix Burch)

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