Sonisphere-FestivalSeeland macht sich bereit für Muse & Co
Muse und Incubus rocken am Wochenende das Sonisphere Festival im Seeland. Damit die Riesenbühne rechtzeitig steht, laufen die Arbeiten derzeit auch Hochtouren.
280 Meter Kabelbrücken und 6 Kilometer Stromkabel werden auf dem Expo-Park in Biel-Nidau verlegt und insgesamt 2500 Mann helfen beim Auf- und Abbau: Sie alle machen das Gelände bereit für das Sonisphere Festival, das am Wochenende das erste Mal im Kanton Bern stattfindet. Headliner sind die britischen Musiker von Muse mit ihrer einzigartigen Bühnenshow. Direkt am Bielersee wird das Trio rund um den charismatischen Frontmann Matthew Bellamy (36) seine rockigen und melancholischen Songs performen. Als zweiten Headliner wurde Incubus verpflichtet – beide Acts geben in Biel-Nidau ihr einziges Konzert in der Schweiz.
19-Meter-Bühne
Damit die Fans zu Hits wie «Supermassive Black Hole» und «Madness» mitfeiern können, muss einiges an Logistik und Infrastruktur bereit gestellt werden. Die Roadies arbeiten auf Hochtouren – Scheinwerfer werden montiert und Tribünen aufgestellt. Die Stahlkonstruktion der Bühne soll 19 Meter hoch werden und ist alleine schon rund hundert Tonnen schwer – der Aufbau dauert drei Tage. Für den Abbau braucht es dann hingegen nur 18 Stunden.
Das Herz der Bühne ist die Videoleinwand mit einer Breite von 16,64 Meter und einer Höhe von 7,04 Meter. Flankiert wird sie zudem von zwei Bildschirmen – 4,5 Meter breit und derselben Höhe wie der Hauptscreen. Damit sich auch niemand ohne Ticket aufs Gelände schleichen kann, werden 2,2 Kilometer Gitter aufgestellt. Der Auf- und Abbau der gesamten Show dauert im Ganzen 17 Tage – die Tribünen etwa werden in fünf Tagen auf- und in vier wieder abgebaut. Innert 22 Stunden werden 38 Tonnen an Licht-, Ton- und Videoanlagen angebracht.
Die Stimmung ist gut
«Der Zeitplan ist eng, aber das Wetter spielt mit und wir werden rechtzeitig fertig», so Joe Wüst, Leiter Produktion bei Good News Productions AG. Bis am Mittwoch werde das meiste schon stehen, unter anderem auch die Tribünen, die Bühne und der Garderobenbereich. «Der Aufbau läuft sehr ruhig und die Stimmung auf der Baustelle ist gut», sagt Wüst.
Schon im Dezember liessen Biel und Nidau in einer Mitteilung verlauten, dass sie sehr stolz und hocherfreut seien, die international erfolgreiche Rock-Band Muse begrüssen zu dürfen. Auch Produktionsleiter Wüst hat die Show von Muse schon am Rockavaria in München gesehen: es sei ein «geniales Musikerlebnis» gewesen. Den Anwohnern zuliebe soll die 100-Dezibel-Grenze nicht überschritten werden und das Konzert um 23 Uhr beendet sein. Der Konzertveranstalter empfiehlt zudem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Es werden Extrazüge der SBB bereitgestellt. Das Gelände ist für 40'000 Besucher ausgelegt – Tickets sind noch erhältlich.