Alles nur fake?Hat Vibez-Festival den Hauptsponsor erfunden?
Das Vibez-Festival wirbt mit Emirates als Sponsor. Die Fluggesellschaft will von einer Partnerschaft aber nichts wissen.
Diesen Sommer soll in Biel zum ersten Mal das Vibez-Openair stattfinden. Während das Line-up mit Headlinern wie Steve Aoki und Sean Paul gesetzt ist, scheint es bezüglich der Sponsoren noch einige Unklarheiten zu geben.
Wie das «Bieler Tagblatt» schreibt – und wie auch auf der offiziellen Festival-Homepage ersichtlich ist – geben die Verantwortlichen an, «einen gewichtigen» Partner gewonnen zu haben. Dabei soll es sich um die Fluggesellschaft Emirates handeln, die als neuer «Presenting-Partner» des Festivals fungieren soll. Durch diese Partnerschaft sei es neu auch möglich, einerseits einen Betrag an Wohltätigkeitsveranstaltungen in der Schweiz zu spenden, andererseits die Ticketpreise (je nach Kategorie um bis zu 50 Prozent) zu reduzieren. Dies liessen die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung verlauten.
Alles nur fake?
Die Sache hat nur einen Haken: Auf Anfrage des «Bieler Tagblatt» liess die offizielle Pressestelle der Fluggesellschaft verlauten, «dass es zu keinem Zeitpunkt irgendeine Art von Partnerschaftsvereinbarung mit dem Vibez-Festival gegeben hat.» Emirates habe zudem keiner Logoverwendung in Verbindung mit dem Anlass zugestimmt und man habe die Verantwortlichen dazu aufgefordert, «jegliche Art der Bezugnahme auf Emirates als Partner mit sofortiger Wirkung zu unterlassen». Die Fluggesellschaft bestätigte gegenüber 20 Minuten den Pressebericht.
Direkt mit CEO von Emirates Kontakt gehabt
Von der Zeitung auf die Stellungsnahme von Emirates angesprochen, liessen die Verantwortlichen des Openairs verlauten: «Das ist eine Behauptung von Ihnen. Wir können zu Vertragsdetails keine Auskünfte erteilen.»
Man habe die Vereinbarung mit Emirates jedoch direkt mit einem Scheich namens Ahmad ibn Said Al Maktum, Mitglied der königlichen Familie und Vorsitzender und CEO der Fluggesellschaft Emirates und der Emirates-Gruppe, abgeschlossen. Es könne deshalb sein, dass die aktuellsten Informationen darum noch nicht in die tieferen Chargen durchgedrungen seien.
Laut der zuständigen Medienstelle von Emirates liege die Angelegenheit nun in den Händen der Anwälte. Man habe zudem rechtliche Schritte eingeleitet.