Pumpspeicherwerk Limmern«Projekt der Superlative» erstmals am Netz
Das Pumpspeicherwerk Limmern ist erfolgreich mit dem Stromnetz synchronisiert worden. Die Anlage soll einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität leisten.

Der Erstaufstau wird in Rücksprache mit dem Bundesamt für Energie erfolgen: Die Staumauer am Limmernsee. (24. Juni 2015)
Keystone/Urs FlüelerDer Energiekonzern Axpo sieht sein Bauprojekt «Linthal 2015» nach rund 10 Jahren Planungs- und Bauzeit auf der Zielgeraden. Die erste Maschinengruppe des Pumpspeicherwerks Limmern (PSW Limmern) in den Glarner Alpen wurde wie geplant erstmals erfolgreich mit dem Stromnetz synchronisiert.
Ein wichtiger Meilenstein des Bauprojekts sei damit erreicht, schreibt die Axpo in einer Mitteilung vom Freitag. Das PSW Limmern wird insgesamt eine Pumpleistung und eine Turbinenleistung von je 1000 Megawatt aufweisen. Dadurch erhöht sich die Leistung der Kraftwerke Linth-Limmern von heute 480 auf 1480 MW.
Neu 50 Personen
In den nächsten Monaten werden die insgesamt vier Maschinengruppen gestaffelt mit dem Netz synchronisiert. Danach folgen umfangreiche Tests. In den Sommermonaten 2016 soll dann der der Muttsee erstmals aufgestaut werden. Der Erstaufstau werde in Rücksprache mit dem Bundesamt für Energie erfolgen, heisst es.
Die Betriebsmannschaft für das PSW Limmern wird um 15 auf insgesamt 50 Personen aufgestockt. Gesteuert werden die vier 250-MW-Maschinengruppen von der Axpo Netzleitstelle in Baden.
«Pionierbauprojekt der Superlative»
Die Anlage werde künftig einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und damit zur Versorgungssicherheit der Schweiz und Europas leisten, schreibt die Axpo. Denn das Pumpspeicherwerk könne wie eine Batterie innerhalb weniger Minuten sowohl grosse Mengen an Strom produzieren als auch allfällige Stromüberschüsse aufnehmen und für eine spätere Nutzung speichern. Solche Regelenergie sei durch die stark schwankende Produktion aus Wind- und Solarenergie vermehrt gefragt.
Die Axpo zeigte sich zudem erfreut darüber, das 2,1 Milliarden teure «Pionierbauprojekt der Superlative» im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen fertiggestellt zu haben. (dia/sda)