Lehrer dürfen nicht mal mehr den Eltern schreiben

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Whatsapp-Verbot in WinterthurLehrer dürfen nicht mal mehr den Eltern schreiben

Lehrer aus Winterthur müssen für den Kontakt mit Eltern auf neue Apps ausweichen. Whatsapp dürfen sie nicht mehr benützen.

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Whatsapp wird komplett aus den Winterthurer Lehrerzimmern verbannt. Dies hat die Zentralschulpflege (ZSP) der Stadt Winterthur beschlossen.
Der Grund sei, dass bei der Nutzung von Whatsapp fortlaufend Kontaktdaten aus dem Adressbuch an Whatsapp und Facebook übertragen würden. Die Daten werden in die USA weitergeleitet und dort gespeichert.
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Whatsapp wird komplett aus den Winterthurer Lehrerzimmern verbannt. Dies hat die Zentralschulpflege (ZSP) der Stadt Winterthur beschlossen.

Keystone/Christian Beutler

Whatsapp wird komplett aus den Winterthurer Lehrerzimmern verbannt. Dies hat die Zentralschulpflege (ZSP) der Stadt Winterthur beschlossen. Zwar durften Lehrkräfte bereits seit letztem Mai nicht mehr mit den Schülern via Whatsapp kommunizieren, weil das Mindestalter auf 16 Jahre angehoben worden war.

Das Verbot wurde nun ausgeweitet, wie der «Landbote» berichtet. Nun darf die App auch nicht von den Lehrpersonen untereinander oder im Kontakt mit den Eltern verwendet werden.

Heikler Umgang mit Daten

Der Grund sei, dass bei der Nutzung von Whatsapp fortlaufend Kontaktdaten aus dem Adressbuch an Whatsapp und Facebook übertragen würden. Die Daten werden in die USA weitergeleitet und dort gespeichert. Heikel daran ist auch, dass sogar Kontaktdaten von Personen weitergeleitet werden, die Whatsapp nicht verwenden und die auch nicht in die Bekanntgabe ihrer Daten eingewilligt haben.

Anhand des Merkblatts «Digitale Kommunikation» der Abteilung Schule und Computer werden den Lehrpersonen mögliche Alternativen zu Whatsapp vorgeschlagen. Die Lehrer sollen mit den Eltern entweder via Mail, SMS oder andere Nachrichten-Apps wie beispielsweise Wire kommunizieren. Diese App sei nicht nur kostenlos, sondern auch datenschutzkonform.

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