«Gesellschaften im Wandel»Propaganda an Schulen? Lehrmittel sorgt für Streit
Schweizer Sekundarschüler werden mit linken Ideologien indoktriniert, befürchten bürgerliche Parteien. Der Lehrmittel-Verlag weist die Kritik zurück.
Loblieder auf die EU-Führung und die Occupy-Wall-Street-Bewegung, Kritik an der Globalisierung und der Frauenrolle in der Wirtschaft und Gesellschaft: Das neue Lehrmittel «Gesellschaften im Wandel», das im Fach Geschichte und Politik auf Sekundarstufe I. in verschiedenen Kantonen eingesetzt wird, verärgert Politiker. Nachdem die NZZ dem Schullehrmittel vorgeworfen hat, politische Werbung zu verbreiten, legte am Montag die SVP Zürich nach und warf der Bildungsdirektion «linke Indoktrination» vor.
Die Unia werde als Kämpferin für das arbeitende Volk dargestellt, freie Märkte zum alleinigen Nutzen der Reichen hochstilisiert (siehe Box). «Mit dem neuen Lehrmittel wird indirekt zum Klassenkampf aufgerufen», schreibt die SVP des Kantons Zürich in ihrer Medienmitteilung. Offenbar werde der in der Verfassung festgeschriebene Grundsatz der politisch neutralen Ausrichtung der staatlichen Schulen nicht eingehalten. «Ein politisch neutraler Unterricht ist so praktisch nicht möglich», so die SVP. Daher sei ab sofort auf den Einsatz des Lehrmittels «Gesellschaften im Wandel» zu verzichten.
«Missbrauch der Lehrfreiheit»
«Der Vorwurf ist berechtigt», sagt auch FDP-Nationalrat Beat Walti. Er befürworte es, dass Kinder zu kritischen Positionen ermuntert würden, damit sie ihr eigenes Urteil bildeten. Dafür brauche es aber faire Ausgangspositionen und ausgeglichene Gegendarstellungen – von beiden Seiten. «Das Vorgehen des Lehrmittelverlags hat in diesem Sinn einen manipulativen Charakter und ist ein Missbrauch der Lehrfreiheit», sagt Walti.
Die FDP hat nun gemeinsam mit der SVP einen Vorstoss im Zürcher Kantonsrat eingereicht, der verlangt, dass die Lehrmittel inhaltlich eine politisch und konfessionell neutrale Gewichtung aufweisen. Zudem müsse die Bildungsdirektion verpflichtet werden, sämtliche Lehrmittel mit geschichtlichem oder politischem Inhalt auf ihre politisch neutrale Ausrichtung zu überprüfen.
Verlag wehrt sich
Eine Forderung, die es laut Beat Schaller, Leiter des Lehrmittelverlags Zürich, der das Lehrmittel herausgegeben hat, gar nicht erst braucht. «Schon jetzt wird bei allen Lehrmitteln auf politische und konfessionelle Neutralität geachtet – so wie es das Bildungsgesetz vorsieht.» Die Kritik an «Gesellschaften im Wandel» kann er nicht nachvollziehen: In jedem Kapitel würden Pro- und Kontra-Positionen genügend Platz eingeräumt.
«Neben Globalisierungskritikern kommen auch Globalisierungsbefürworter neben Arbeitnehmer- auch Arbeitgeberverbände zu Wort.» Die Darstellung verschiedener Positionen sei nicht auf jeder Doppelseite, aber über das gesamte Lehrmittel hinweg gut sichtbar, dieses sei somit ausgewogen. Die politische Neutralität werde aber auch von externen Fachleuten sichergestellt, die darauf achteten, dass Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet würden. «Die Forderung, das Lehrmittel nicht mehr einzusetzen, ist deshalb unverständlich», sagt Schaller. Vor allem, da es nicht obligatorisch sei, das heisst, nicht von jedem Lehrer im Unterricht verwendet werden müsse.
Lehrperson von «zentraler Bedeutung»
Auch Béatrice Ziegler, Professorin und Projektleiterin des Lehrmittels «Gesellschaften im Wandel», kann den Forderungen der bürgerlichen Parteien nichts abgewinnen. «Die Frage der politisch neutralen Gewichtung der Inhalte stellt sich für mich gar nicht, da sie selbstverständlich ist.» Sie betont, dass der Lehrplan 21 Vorgaben darüber mache, welche Themen wie behandelt werden sollten und wie sie gewichtet werden.
«Daher wird der Behandlung des Holocausts auch mehr Platz gegeben als beispielsweise den stalinistischen Verfolgungen und Gefangenenlagern», sagt Ziegler. Bei der Erstellung des Buches hätten aber Historiker, Soziologen, Didaktiker und andere Fachexperten auf eine möglichst ausgewogene Darstellung der historischen Ereignisse geachtet. «Von zentraler Bedeutung ist aber schlussendlich auch die Rolle der Lehrperson und wie sie die Materie den Schülern weitergibt.»
Die bürgerlichen Kritiker stören sich unter anderem an folgenden Textpassagen im Lehrmittel und behaupten, dass das Lehrmittel anderslautende Fakten ausblendet: «Auch heute sind die Frauen zum Beispiel in der Arbeitswelt den Männern nicht vollständig gleichgestellt und nehmen weniger Führungspositionen ein.» «Auf dem Arbeitsmarkt besteht auch heute noch eine Lohnungleichheit von rund 20 Prozent zwischen Männern und Frauen.» «Wer ohnehin schon viel hat, profitiert von der Globalisierung, wer dagegen nur wenig hat, gerät noch mehr unter wirtschaftlichen Druck.»
Die bürgerlichen Kritiker stören sich unter anderem an folgenden Textpassagen im Lehrmittel und behaupten, dass das Lehrmittel anderslautende Fakten ausblendet: «Auch heute sind die Frauen zum Beispiel in der Arbeitswelt den Männern nicht vollständig gleichgestellt und nehmen weniger Führungspositionen ein.» «Auf dem Arbeitsmarkt besteht auch heute noch eine Lohnungleichheit von rund 20 Prozent zwischen Männern und Frauen.» «Wer ohnehin schon viel hat, profitiert von der Globalisierung, wer dagegen nur wenig hat, gerät noch mehr unter wirtschaftlichen Druck.»
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Die bürgerlichen Kritiker stören sich unter anderem an folgenden Textpassagen im Lehrmittel und behaupten, dass das Lehrmittel anderslautende Fakten ausblendet: «Auch heute sind die Frauen zum Beispiel in der Arbeitswelt den Männern nicht vollständig gleichgestellt und nehmen weniger Führungspositionen ein.» «Auf dem Arbeitsmarkt besteht auch heute noch eine Lohnungleichheit von rund 20 Prozent zwischen Männern und Frauen.» «Wer ohnehin schon viel hat, profitiert von der Globalisierung, wer dagegen nur wenig hat, gerät noch mehr unter wirtschaftlichen Druck.»
Die bürgerlichen Kritiker stören sich unter anderem an folgenden Textpassagen im Lehrmittel und behaupten, dass das Lehrmittel anderslautende Fakten ausblendet: «Auch heute sind die Frauen zum Beispiel in der Arbeitswelt den Männern nicht vollständig gleichgestellt und nehmen weniger Führungspositionen ein.» «Auf dem Arbeitsmarkt besteht auch heute noch eine Lohnungleichheit von rund 20 Prozent zwischen Männern und Frauen.» «Wer ohnehin schon viel hat, profitiert von der Globalisierung, wer dagegen nur wenig hat, gerät noch mehr unter wirtschaftlichen Druck.»
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