Swiss-Piloten setzten «Mayday!» ab

Aktualisiert

Kurz vor LandungSwiss-Piloten setzten «Mayday!» ab

Gleich zweimal schlugen Blitze kurz vor der Landung in Zürich in eine Swiss-Maschine ein. Daraufhin setzte die Crew den höchstmöglichen Alarmruf ab.

doz
von
doz
Beim Landeanflug setzte eine Swiss Maschine einen Notruf ab.
Grund waren zwei Blitze, die in die Maschine eingeschlagen hatten.
Wenn ein Flugzeug vom Blitz getroffen wird, muss es gründlich durchgecheckt werden.
1 / 4

Beim Landeanflug setzte eine Swiss Maschine einen Notruf ab.

Keystone/Christian Merz

Am Samstagabend kam es während des Landeanflugs eines Airbus A321 der Swiss auf den Flughafen Zürich zu einem Zwischenfall, wie «avherald» berichtet. Zwei Blitze schlugen in die Maschine ein, die von Malaga her nach Zürich flog. Daraufhin fiel laut mehreren Medienberichten das Wetter-Radar aus.

Die beiden Piloten reagierten laut «Watson» sofort und setzten einen «Mayday»-Notruf – also die Höchste Alarmstufe – ab. Dies geschah, weil es den Piloten ohne Wetter-Radar nicht möglich ist, die Wetterbedingungen vor ihnen richtig einzuschätzen. Sie müssten also so gut wie blind durch Zellen mit hoher Gewitteraktivität fliegen, was äusserst gefährlich werden kann.

Drei Stunden Verspätung

Daher entschied sich die Crew des Swiss-Fliegers, nach Stuttgart weiterzufliegen, obwohl der Wetter-Radar schon kurz nach dem Zwischenfall wieder einsatzbereit war. Dort konnten sie 25 Minuten nach dem Notruf sicher landen.

In Stuttgart wurde das Flugzeug genauestens untersucht. Für diesen Check musste es zwei Stunden am Boden bleiben. Dies war notwendig, denn nach Blitzeinschlägen ist eine ausgedehnte Kontrolle der Maschine unumgänglich. Mit rund drei Stunden Verspätung konnte das Flugzeug schliesslich in Zürich landen. Mittlerweile wird es wieder für den normalen Liniendienst eingesetzt.

Deine Meinung zählt