Briefkastenfirmen sollen aus Zug verschwinden

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Grüne fordernBriefkastenfirmen sollen aus Zug verschwinden

Per Vorstoss fordert die Alternativ-Grüne Fraktion im Zuger Kantonsrat die Abschaffung von Briefkastenfirmen. Deren schlechter Ruf dürfe dem Kanton nicht egal sein.

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Laut der Alternativ-Grünen kommt im Kanton Zug eine Briefkastenfirmen auf 15 Einwohner  das sei klar zu viel.

Laut der Alternativ-Grünen kommt im Kanton Zug eine Briefkastenfirmen auf 15 Einwohner das sei klar zu viel.

Keystone/Alessandro Della Bella

«Die Zuger Regierung wird aufgefordert, eine Gesetzesvorlage vorzubereiten, welche die steuerliche Bevorzugung von Verwaltungsgesellschaften aufhebt», heisst es in der Motion der Alternative – Die Grünen Zug. Gemeint damit sind Briefkastenfirmen, von denen es in Zug so viele gibt. Laut Mitteilung der Partei vom Freitag kommt im Kanton eine Briefkastenfirma auf jeden 15. Einwohner.

Mit dem Vorstoss reagiert die Fraktion im Kantonsrat auch auf die Panama-Papers-Affäre. «So schlecht wie heute war der Ruf der Briefkastenfirmen noch nie», teilt sie mit.

«Ungerechte» Sonderbehandlung

Man wolle mit dem Vorstoss dem Kanton die Möglichkeit bieten, freiwillig auf die Firmen zu verzichten. «Holding-Privilegien sind ungerecht gegenüber ausländischen Gemeinwesen, denen so ein wesentlicher Teil des Steuersubstrats entzogen wird», sagt Kantonsrat Andreas Lustenberger. Es sei aber auch gegenüber Firmen aus der Schweiz ungerecht, da die Briefkastenfirmen eine Sonderbehandlung erhalten würden.

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