Meisterschwanden AG«Ersticken Sie an Ihrem Tofu»
Die Leiterin der veganen Waldspielgruppe, Sabine Hirt, erhält anonyme Drohungen. Dennoch will sie an ihrem Konzept festhalten.
Seit den Medienberichten über die vegane Waldspielgruppe in Meisterschwanden erhält die Leiterin der Spielgruppe, Sabine Hirt, Drohbriefe und anonyme Anrufe. Laut der «Aargauer Zeitung» hat ihr jemand eine Nachricht hinterlassen und darin den Wunsch geäussert, sie möge an «ihrem Tofu versticken (sic!)».
Eine weitere Person bezeichnete ihre Waldspielgruppe als «unheimlich peinliche» Einflussnahme auf die Kinder und verglich sie mit einer Sektenführerin. Hirt selbst scheint sich darüber allerdings nicht sonderlich aufzuregen.
Niemand soll ausgeschlossen werden
Zur «Aargauer Zeitung» sagte sie: «Ich glaube, die haben einfach nichts Besseres zu tun. Es gibt Leute, die müssen sich manchmal ausdrücken.» Sie selbst lebt weder vegan noch religiös. Für die vegane Ernährung in der Spielgruppe hat sie sich entschieden, weil tierische Produkte wie Eier oder Milch schnell schlecht werden.
Ausserdem könne bei einem veganen Snack kein Kind ausgeschlossen werden. Auch Kinder mit Laktoseintoleranz, Vegetarier oder solche, die aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen können, dürfen beim Znüni stets mitessen. Daher bleibt sie auch bei ihrem Konzept. Für die Eltern und die Kinder stimme es so.