Servette plant Coup mit Zuberbühler

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AufstiegspläneServette plant Coup mit Zuberbühler

Traditionsklub Servette will so schnell wie möglich in die Super League aufsteigen - mit Pascal Zuberbühler (37) und einem millionenschweren iranischen Investor.

Andy Huber
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Andy Huber

Höchst ungern spricht man in Genf von der Vergangenheit, in der sich der Franzose Marc Roger als grosser Investor aufspielte. Der vermeintliche «Rettungsengel», der inzwischen im Knast schmort, ritt den Klub in den Konkurs - die Genfer wurden 2005 in die 1. Liga zwangsrelegiert. Unter Rogers Nachfolger Francisco Viñas stiegen die «Grenats» immerhin ein Jahr später in die zweithöchste Liga auf.

Nun träumen sie in der Calvin-Stadt vom grossen Coup. Und wieder soll ein dubioser Geldgeber den 118-jährigen Traditionsverein zu nationalen Ehren führen. Der Mäzen heisst Majid Pishyar, ist Iraner und gibt dieser Tage den Entscheid bekannt, ob er wirklich sein Portemonnaie öffnet. Von 34 Millionen Franken ist die Rede. Leisten könnte es sich Pishyar: Er ist CEO der weltweit tätigen 32Group, eines Finanzinstituts mit Sitz in Dubai.

Ins Wüstenparadies reist in seinen Ferien auch gerne Ex-Nati-Goalie Zuberbühler. Und das ist offenbar nicht die einziger Verbindung Zubis zu Pishyar. Der Millionär lockt den Thurgauer mit einem «Rentenvertrag» über vier Jahre zum 17-fachen Schweizer Meister. Schmackhaft wird Zubi das Engagement auch dadurch gemacht, dass sein Spezi Gérard Castella, der zuletzt bei Xamax entlassen wurde, neuer Trainer werden soll.

«Es tönt alles interessant, aber einen Entscheid habe ich noch nicht gefällt», sagt Zuberbühler. Er weiss wohl, dass Pishyar seit 2004 Präsident bei Admira Wacker Mödling ist. Der einstige österreichische Top-Klub kickt heute in der 3. Liga - weil ihm zuletzt die Lizenz verweigert wurde.

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