Airbus streicht weltweit 15’000 Stellen

Aktualisiert

Deutschland am stärksten betroffenAirbus streicht weltweit 15’000 Stellen

Der europäische Flugzeugbauer reagiert mit dem Abbau auf die gesunkene Nachfrage infolge des zusammengebrochenen Flugverkehrs.

Der Flugzeugbauer baut 15’000 Stellen ab.
Nach Deutschland ist Frankreich am stärksten betroffen.
Philippe Mhun, Vize-Präsident Programmes & Services bei Airbus in der Nähe von Toulouse, Frankreich, am 17. Juni.
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Der Flugzeugbauer baut 15’000 Stellen ab.

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Darum gehts

  • Der Flugzeugbauer streicht Stellen.
  • Deutschland ist am stärksten betroffen.
  • Der Abbau solle spätestens im Sommer 2021 umgesetzt werden.

Der Flugzeugbauer Airbus will wegen der Luftfahrt-Krise weltweit 15'000 Stellen streichen. Allein in Deutschland sollen etwa 5100 Stellen betroffen sein, teilte der Flugzeugbauer mit Schaltzentrale im französischen Toulouse am Dienstagabend mit

Ausserdem will Airbus 5000 Stellen in Frankreich, 900 in Spanien, 1700 in Grossbritannien und 1300 an weiteren weltweiten Standorten streichen. Die Einzelheiten dieses Plans müssten noch mit den Sozialpartnern abgestimmt werden. In Deutschland sollen von den Streichungen auch Stellen der Airbus-Tochter Premium Aerotec mit Sitz in Augsburg betroffen sein.

«Die Branche befindet sich in einer beispiellosen Krise», hiess es in einer Mitteilung. Es werde erwartet, dass sich der Luftverkehr nicht vor 2023 erholen werde und möglicherweise erst 2025 wieder auf dem Niveau von vor Corona sein werde.

Viele fertige Flugzeuge sind geparkt

Bereits am Montag gab der Flugzeugbauer bekannt, dass er für zwei Jahre seine Produktion und seine Auslieferungen um 40 Prozent kürzen will. Von der meistverkauften Baureihe A320 sollen nur noch 40 Maschinen pro Monat gefertigt werden. Derzeit seien viele fertige Flugzeuge geparkt, sagte der Vorstandsvorsitzende Guillaume Faury.

Die Airlines nehmen sie wegen des Einbruchs im Markt durch die Corona-Krise zunächst nicht ab. Es werde bis Ende 2021 dauern, bevor Produktion und Auslieferungen wieder im Einklang stehen, sagte der Airbus-Chef dem Blatt.

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus ist wie die gesamte Luftfahrtbranche wegen der Covid-19-Pandemie in eine schwere Krise geraten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte vor einigen Wochen ein 15 Milliarden Euro schweres Rettungspaket für die Luftfahrtindustrie angekündigt. In Frankreich arbeiten allein bei Airbus mit Schaltzentrale in Toulouse knapp 50'000 Menschen.

(sda/Reuters)

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