Aldi wirbt mit Arbeitsbedingungen – und stellt Konkurrenz bloss

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«Wie macht Aldi das nur?»Aldi wirbt mit Arbeitsbedingungen – und stellt Konkurrenz bloss

Schnelle Aufstiegschancen oder vier Wochen Vaterschaftsurlaub: Der Discounter Aldi macht offensiv Werbung – und zielt direkt auf die Konkurrenz.

«Vom Lernenden zum Filialleiter»: Aldi wirbt mit schnellen Aufstiegschancen, …
… oder vier Wochen Vaterschaftsurlaub – und zielt damit direkt auf die Konkurrenz.
Die anderen Detailhändler wie Coop und Denner reagieren zurückhaltend auf die Aldi-Kampagne.
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«Vom Lernenden zum Filialleiter»: Aldi wirbt mit schnellen Aufstiegschancen, …

Aldi

Darum gehts

  • Aldi macht offensiv Werbung – und zielt dabei auf die Konkurrenz.

  • Die Migros spricht von «viel Geschwätz mit wenig Inhalt».

  • Bei Aldi freut man sich über den gelungenen PR-Coup.

«Wie macht Aldi das nur?», fragen sich vermeintliche Coop-, Migros- und Denner-Mitarbeitende in der neuen Aldi-Werbekampagne. Der Discounter hat die Werbemodels in Arbeitskleidung der Konkurrenz gesteckt und lässt sie sich über schnelle Aufstiegschancen, hohe Mindestlöhne oder vier Wochen Vaterschaftsurlaub bei Aldi wundern.

Es ist Werbung, die direkt auf die Konkurrenz zielt. Wie der «Blick» schreibt, reagieren die betroffenen Detailhändler zurückhaltend auf die Aldi-Kampagne. Werbemassnahmen von Mitbewerbern würden grundsätzlich nicht kommentiert, heisst es demnach bei Denner. Auch bei Coop würde man sich zu Aktionen von Dritten grundsätzlich nicht äussern.

«Viel Geschwätz mit wenig Inhalt»

Anders hingegen die Migros: «Viel Geschwätz mit wenig Inhalt», kommentiert Migros-Sprecher Marcel Schlatter. Die Migros würde um Welten bessere Lohnnebenleistungen, «tolle Karrierechancen» und eine der besten Pensionskassen des Landes bieten, so Schlatter weiter.

Bei Aldi wiederum freut man sich über den gelungenen PR-Coup. «Das Ziel unserer Kampagne ist, zu zeigen, dass es möglich ist, mit den günstigsten Preisen am Markt gleichzeitig einzigartige Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende zu schaffen», sagt Sprecherin Vanessa Senn. Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden habe höchste Priorität.

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