Aus für begrünte Mittelstreifen
Die Schweizer Autobahnen werden «kahlrasiert»: Der Bund wird die begrünten Mittelstreifen in den nächsten Jahren entfernen.
Nach und nach wird der Bund rund 1000 Kilometer Buschwerk roden, wie Thomas Rohrbach, Sprecher des Bundesamts für Strassen (Astra), einen Bericht der «SonntagsZeitung» bestätigt. Die Flächen werden asphaltiert und mit neuen Leitplanken versehen. Die Massnahmen sind eine Folge des Eigentümerwechsels: Seit Anfang Jahr gehören die Autobahnen dem Bund.
Wegen des zunehmenden Verkehrs ist es zu gefährlich geworden, das Buschwerk zu pflegen, so die Begründung der geplanten Rodungen. Zudem: Als Blendschutz seien diese nicht mehr nötig, weil Autos heute über bessere Scheinwerfer verfügten.
Die Rodungen der «sehr unterhaltsintensiven» Mittelstreifen werden bei normalen Sanierungen erfolgen. «Das kann unter Umständen für gewisse Strecken also noch 15 Jahre dauern», so Rohrbach. Zum Teil könnten durch die Sanierungen zudem die Fahrspuren verbreitert werden. (sda)