Basel-StadtM. (32) tötete schon vor zehn Jahren zwei Frauen
Die Polizei verhaftete nach dem Tötungsdelikt in der Basler Breite am Freitag einen 32-jährigen Mann. Es handelt sich mutmasslich um den gleichen Täter, der schon vor zehn Jahren zwei Frauen im Quartier tötete.
Darum gehts
Am Donnerstag, 8. August 2024 wurde eine 75-jährige Frau in einem Mehrfamilienhaus am Nasenweg in Basel getötet.
Der Tatverdächtige M. wurde am Freitag verhaftet.
Vor zehn Jahren kam es in derselben Liegenschaft zu einem Tötungsdelikt in der ein damals 23-Jähriger, zwei Frauen tötete und einen Mann schwer verletzte. Mutmasslich handelt es sich dabei um denselben Täter.
Am Donnerstagnachmittag ist die Kantonspolizei Basel-Stadt aufgrund des Hinweises einer Drittperson zu einem Mehrfamilienhaus im Nasenweg ausgerückt. Die Polizistinnen und Polizisten fanden bei ihrem Eintreffen im Treppenhaus eine leblose weibliche Person vor. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt geht von einem Tötungsdelikt aus. Beim Opfer handelte es sich um eine 75-jährige Anwohnerin.
Die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hatte einen Tatverdächtigen Mann ermittelt und eine Öffentlichkeitsfahndung angeordnet. Der Gesuchte M. wurde am Freitag verhaftet.
Der Tatverdächtige befand sich in einer stationären Massnahme in der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel. Er gilt als gefährlich. Die Staatsanwaltschaft riet dringend, ihn nicht anzusprechen, sondern Beobachtungen umgehend zu melden.
Mutmasslich gleicher Täter von vor 10 Jahren
Gemäss Informationen der «Basler Zeitung» soll der mutmassliche Täter gestern von 13 bis 17 Uhr unbegleiteten Freigang gehabt haben. Kurz vor 14 Uhr wurde die Polizei wegen einer getöteten Frau am Nasenweg gerufen. Das heisst, der Mann hätte rasch und zielgerichtet von den UPK, welche sich am anderen Ende der Stadt befindet, zum Nasenweg begeben haben. Mutmasslich handelt es sich beim Gesuchten um den gleichen Mann, der schon vor zehn Jahren zwei Personen im Breite-Quartier getötet hatte.
Damals ist es in derselben Liegenschaft zu einem Tötungsdelikt gekommen. Dabei tötete er ein Frau (46) in ihrer Wohnung am Nasenweg mit einem Messer. Auf seiner Flucht tötete er in der Wildensteinerstrasse eine weitere Frau (76) und verletzte einen Rentner schwer. Nach der Bluttat wurde er schliesslich in der nahegelegenen elterlichen Wohnung festgenommen. Der heute 32-Jährige wurde damals zu einer Massnahme in der geschlossenen Psychiatrie in der UPK verurteilt.
Bei ihm wurde 2010 eine Schizophrenie diagnostiziert. Seine Mutter und er wehrten sich aber gegen eine stationäre Behandlung.
Augenzeugen berichten
Am Freitagmorgen ist es ruhig im Quartier. Nachbarn erzählen, ihnen sei es am Donnerstag verboten worden, ihre Wohnungen zu verlassen. «Wir sind in der Wohnung geblieben, wir durften nicht einmal zur Bushaltestelle gehen. Wenn jemand die Wohnungen verlassen wollte, wurde man zurückgeschickt», erzählt eine der beiden. Dass der Täter noch auf der Flucht ist, war den beiden Frauen nicht bewusst. Beide sind schockiert von der Tat.
Die Nachbarin des Opfers erzählt, nichts von der Tat mitbekommen zu haben. Erst als die Polizei auftauchte, merkte sie, dass etwas los war. Im Treppenhaus habe es viel Blut gegeben. Einen Tag später ist davon nichts mehr zu sehen. Einzig die versiegelte Türe zur Wohnung des Opfers erinnert an den Schrecken vom Vortag.
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft, Tel. 061 201 78 30 in Verbindung zu setzen.

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