Zürcher Regierungsrat warntBei flächendeckend Tempo 30 kommen Feuerwehr und Sanität zu spät
Laut der Zürcher Regierung löst das beabsichtigte Tempolimit nicht nur grosse Mehrkosten aus, sondern könnte auch den Rettungsdienst erheblich verlangsamen.
Darum gehts
In den Städten Zürich und Winterthur wird grossflächig Tempo 30 angestrebt.
Die Regierung prognostiziert jährliche Mehrkosten und Zeitverzögerungen.
Drei Kantonsräte der FDP und der SVP haben Fragen zur Auswirkung der grossflächigen Geschwindigkeitsreduktion in den Städten Zürich und Winterthur «auf die Einsatzbereitschaft von Blaulichtorganisationen» an den Zürcher Regierungsrat gerichtet. Die Regierung geht von negativen Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung aus. Laut einer Prognose der Gebäudeversicherung wird die Feuerwehr in 30 Prozent der dringlichen Einsätze die Vorgabe, zehn Minuten nach Alarmierung am Einsatzort zu sein, verfehlen. Das berichtet der «Tages-Anzeiger».
Werde Tempo 30 eingeführt, dürften die Brandbekämpfer im Vergleich zu heute bis zu fünf Minuten später am Einsatzort eintreffen. Um längere Einsatzzeiten aufgrund von Tempo 30 zu verhindern, brauche es mehr Depots und mehr Personal, was zu erheblichen jährlichen Mehrkosten führen würde.
Gefahr des Raserdelikts
Mit ähnlichen Auswirkungen rechnet der Regierungsrat auch bei den Rettungsdiensten der Sanität. Zusätzlich müsse bei den Rettungsdiensten auch noch der Hin- und Rückweg zum Spital eingerechnet werden. Hinzu komme, dass bei Atem- und Herzstillstand «jede Minute zählt».
Ein weiterer Aspekt sei die Gefahr des Raserdelikts. Drückt ein Rettungssanitäter aufs Gaspedal, kann er sich strafbar machen, schreibt der «Tages-Anzeiger». Fährt er zum Beispiel mit 70 km/h auf einer Strecke wie der Rosengartenstrasse, auf der heute Tempo 50, künftig aber Tempo 30 gilt, macht er sich des Rasens schuldig.
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