Experten-TippsSo entkommst du den fünf grössten Schnäppli-Fallen am Black Friday
Fast überall gibt es am Black Friday Aktionen. Doch nicht jedes Angebot lohnt sich wirklich. Das sind die grössten Gefahren.
Darum gehts
Am Black Friday solltest du aufpassen vor vermeintlich unschlagbaren Angeboten.
Oft entpuppen sie sich als Kostenfalle.
Nutze mehrere Preisvergleiche und schütze dich vor Betrügern.
Diesen Freitag ist der grösste Schnäpplitag des Jahres. Am Black Friday gibt es bei fast jedem Detailhändler im Laden und Onlineshop Aktionen. Viele bieten schon die ganze Woche Rabatte an. Aber nicht jedes Angebot lohnt sich wirklich.
20 Minuten sagt dir, wie du die grössten Gefahren am Black Friday vermeiden kannst:
1. Falle: Fake-Rabatte
So funktionierts: Einige Preisermässigungen sind künstlich aufgeblasen, wie eine Analyse der deutschen Verbraucherzentrale zeigt. So ist der reguläre Preis am Black Friday plötzlich höher. Das seien Mondpreise wie beispielsweise unverbindliche Preisempfehlungen der Hersteller.
Das kannst du tun: Reduktionen von 90 Prozent gebe es im Normalfall nicht, realistisch seien im Schnitt fünf bis zehn Prozent. Die Verbrauchszentrale rät zum langfristigen Preisvergleich am besten bei mindestens zwei Preisvergleichsanbietern.
Julian Zrotz, CEO von Patoc, der Firma hinter Preispirat.ch und Blackfridaydeals.ch, empfiehlt diese Portale:
Toppreise.ch: für Elektronik- und Haushaltsprodukte
Google Shopping: für Parfüm, Kleider und Möbel
Camelcamelcamel.com: für Vergleiche von Amazon-Webseiten in Deutschland, Frankreich oder Italien
Preispirat und Blackfridaydeals: für ausgesuchte Deals
Price-Tracker-Apps und -Browser-Add-ons wie Keepa für Amazon (siehe Tiktok-Video).
2. Falle: Alte Produkte
So funktionierts: Häufig sind die Top-Aktionen nicht die neuen Produkte, sondern Modelle aus den Vorjahren.
Das kannst du tun: Auch hier bieten Preisvergleichsportale Hilfe. «Über den Preisverlauf sieht man auch, wie lange es das Produkt schon gibt», sagt Zrotz.
3. Falle: Marketing-Tricks
So funktionierts: Ein beliebter Trick von Onlineshops, um Druck zu erzeugen, sind ablaufende Balken oder Uhren, die tiefe Bestände suggerieren.
Das kannst du tun: Prüfe Preisvergleiche und achte darauf, ob es eine Umtauschmöglichkeit gibt, falls du das Produkt anderswo spätr günstiger findest, rät die Verbraucherzentrale.
Faire Alternativen
Damit du am Black Friday nicht bei Angeboten für Produkte zuschlägst, die du nicht brauchst, rät der Verbraucherschutz zur Einkaufsliste. Denke auch an Alternativen wie Mietprodukte oder Reparaturen von vorhandenen Geräten. Einige Händler bieten spezielle Aktionen wie den Fair Friday, bei dem du zwischen 20 Prozent Rabatt oder einer Spende an Caritas entscheiden kannst. Manche Boutiquen und Shops veranstalten den Colorful Friday, an dem sie über die Zustände in der Modeindustrie aufklären.
4. Falle: Fake-Shops
So funktionierts: Auf dem Marketplace von Amazon tummeln sich viele dubiose Händler, warnt die Verbraucherzentrale. Wer die Rechnung im Voraus zahlt, bekommt dann keine Ware.
Das kannst du tun: Versuche per Rechnung zu bezahlen. Prüfe das Impressum. Beachte auch die Kosten für Lieferung und allfälligen Umtausch.
5. Falle: Datendiebstahl
So funktionierts: Jeder zehnte Mensch in der Schweiz erlebte schon einen Onlineshopping-Betrug am Black Friday oder Cyber Monday, wie eine Umfrage des VPN-Anbieters NordVPN ergab.
Das kannst du tun: Adrianus Warmenhoven, Cybersecurity-Experte von NordVPN, gibt folgende Tipps, um Daten- und Geldverlust zu verhindern:
Echte Online-Shops werden nie mehr persönliche Daten abfragen, als für die Bezahlung und den Versand der Bestellung notwendig sind
Als Gast bestellen, um die Konto-Erstellung und damit die Weitergabe von Daten zu vermeiden
Prüfe, ob die Adresse der Website mit https:// beginnt, das s steht für sicher
Hüte dich vor geänderten Namen wie N1ke.com und URL-Verkürzungen wie bit.ly oder tinyurl.com
Vermeide öffentliche Wlans bei Bezahlungen
Nutze Onlinesicherheits-Tools
Überprüfe dein Onlinekonto auf verdächtige Transaktionen
Zusätzliche Sicherheit bietet eine virtuelle Kreditkarte mit zeitlich begrenzter Kreditkartennummer
Echte Schnäppchen
Der Black Friday ist vor allem für sehr hohe Rabatte auf einzelne Artikel wie Fernseher, Möbel, Kleidung oder Kosmetik bekannt, wie Experte Julian Zrotz sagt. «Dieses Jahr speziell interessant sind auch Angebote auf die Playstation 5, die es in den vergangenen Jahren aufgrund von Lieferengpässen nur sehr vereinzelt gab.»
Ausserdem gebe es auch attraktiven Preisnachlässe bei Dienstleistern wie Fluggesellschaften, Hotels und Reiseplattformen. Grosses Potential für Preisabschläge bestehe auch bei Abos für Mobiltelefone mit bis zu 70 Prozent, aber auch in anderen Bereichen wie beispielsweise Fitnesscentern.
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