Bond-Film «Spectre»Briten jagen Raubkopierer mit Nachtsichtgeräten
In Grossbritannien kommt der neue Bond-Film exklusiv vor allen anderen Ländern in die Kinos. Damit er dort nicht von Filmpiraten kopiert wird, fahren Experten schweres Geschütz auf.
Die ganze Welt fiebert auf den Kinostart von «Spectre» hin, dem neusten James-Bond-Streifen. Dass die Briten und die Iren ihn bereits ab 26. Oktober, also zwei Wochen vor allen anderen sehen dürfen, nervt aber nicht nur die internationale Fangemeinde.
Auch für die britische Anti-Piraterie-Organisation FACT sind zwei verschiedene Kinopremieren kein Spass. Schliesslich sollen sich Bond-Fans die neuen Abenteuer von Agent 007 nicht als Raubkopie im Internet ansehen, sondern schön brav ihr Geld an den Kinokassen liegen lassen.
Wahre Action-Film-Stimmung im Kinosaal
Um dies zu gewährleisten, greift die FACT auf eine Strategie zurück, die sich bei Kultfilmen wie «Sex And The City» auch schon in der Schweiz bewährte: Um Kriminelle davon abzuhalten, den Film von der Leinwand mitzuschneiden, scannen Sicherheitsbeamte die Kinosäle während der Vorführung mit Nachtsichtgeräten.
Der Direktor der Lobby-Gruppe Kieron Sharp erklärte das Vorgehen in einer Stellungnahme: Der James-Bond-Film sei «ein grosses Risiko». Um zu verhindern, dass «Spectre» illegal im Netz lande, werde die Organisation mit den Kinobetreibern zusammenarbeiten. Und das mit allen Mitteln, wie es scheint. James Bond wäre stolz auf sie.
«Spectre» läuft ab 5. November in den Schweizer Kinos.
Die Vorfreude steigt. (Video: Reuters)