Cisalpino schüttelt Inder in die Flucht

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Seltene StörungCisalpino schüttelt Inder in die Flucht

Die spinnen, die Neigezüge: Im Bahnhof Luzern spielte bei einem Eurocity die Federung verrückt. Für die Passagiere alles andere als ein Vergnügen.

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Was ist denn jetzt schon wieder mit dem Cisalpino los? SBB-Angestellte kämpfen mit den Tücken des Pannenzuges ETR 470.

Eher in einem Schüttelbecher als in einem Neigezug wähnten sich einige Passagiere des Eurocity von Luzern nach Mailand. Kurz vor der Abfahrt am Donnerstag um 8.18 Uhr begann ein Wagen des als Pannenzug bekannten ETR 470 Cisalpino wie wild hin und her zu schaukeln.

Das war selbst für hartgesottene Bahnfahrer zu viel: «Eine indische Reisegruppe schien völlig verwirrt und wollte umgehend aus dem Schüttel-Wagen aussteigen», sagt Leser-Reporter Patrick Marty.

Die herbeigeeilten Zugbegleiter hätten dem Schaukel-Cisalpino während mehrerer Minuten macht- und ratlos zugeschaut. Erst bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof konnte der Lokführer das Problem beheben, der Wagen hielt sich wieder still.

Seltene Störung

Weshalb geriet der Zug dermassen ins Schwanken? «Eine Störung in der Luftfederung führte zu den Schüttelbewegungen», sagt SBB-Sprecher Daniele Palecchi zu 20 Minuten Online. Der Eurocity sei mit 5 Minuten Verspätung aus Luzern abgefahren.

Im Gegensatz zu den immer wieder auftretenden Tür- oder Lokstörungen am Cisalpino ist das Schaukel-Phänomen ungewöhnlich: «Eine solche Fehlfunktion tritt gemäss unseren Fachleuten sehr selten auf», so Palecchi.

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