Corona dürfte die Schnäppchenjagd am Black Friday befeuern

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RabattschlachtCorona dürfte die Schnäppchenjagd am Black Friday befeuern

Die grosse Rabattschlacht steht in den USA auf der Kippe – nicht so in der Schweiz: Die Krise könnte sich sogar positiv auf den Black Friday auswirken.

Am 27. November tobt bei den Detailhändlern wieder die grosse Preisschlacht – trotz Corona-Krise.
Die Krise könnte die Schnäppchenjagd sogar befeuern.
Weil die Lager der Händler voll sind, könnten die Rabatte dieses Jahr höher ausfallen.
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Am 27. November tobt bei den Detailhändlern wieder die grosse Preisschlacht – trotz Corona-Krise.

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Darum gehts

  • Die grosse Preisschlacht könnte von der Pandemie profitieren.
  • Denn die Lager der Händler sind voll, und das könnte zu grösseren Rabatten führen.
  • Allerdings dürfte der Black Friday vermehrt im Internet stattfinden.

In ein paar Wochen ist Black Friday. Dann tobt bei den Detailhändlern wieder die grosse Preisschlacht. Daran kann auch Corona nichts ändern – im Gegenteil. Die Krise könnte die Schnäppchenjagd sogar befeuern. «Die Rabatte könnten dieses Jahr grösser ausfallen», sagt Retail-Experte Julian Zrotz von Blackfridaydeals.ch.

Denn durch die gedämpfte Konsumentenstimmung seien die Lager der Händler voll. Mehr Rabatte seien nötig, um Kunden zum Kauf zu bewegen. «Zudem sind Kunden durch Kurzarbeit und die allgemeine Unsicherheit noch sensibler auf gute Preise geworden.»

Schnäppchenjagd dank Schutzkonzept

Anders sieht es in den USA aus. Dort steht der Schnäppchentag auf der Kippe. So hat der Möbelriese Home Depot den Black Friday abgesagt. Rabatte gibt es dort nur noch im Onlineshop, wie «CNN Business» schreibt. Damit sollen grosse Menschenmassen in der Pandemie verhindert werden.

Für die hiesigen Detailhändler ist das keine Diskussion: Man habe ein gut funktionierendes Schutzkonzept in den Verkaufsstellen etabliert, sagt etwa Interdiscount zu 20 Minuten. «Der Black Friday kann daher sowohl stationär wie auch online durchgeführt werden.»

Auch Aldi und Manor halten an der Rabattschlacht fest – vor Ort und im Onlineshop. In den Manor-Filialen werden im Oktober sogar zusätzliche Kassen eröffnet und noch mehr Plexiglaswände aufgestellt.

Rabattschlacht wandert ins Internet ab

Die Schnäppchenjagd könnte durch Corona allerdings vermehrt im Netz stattfinden: «Es werden sich viele Kunden davor hüten, in die Einkaufscenter zum Shopping-Bummel zu gehen, wenn alles überfüllt ist», sagt Zrotz. Allgemein habe Onlineshopping am Black Friday in den letzten Jahren zugenommen.

Auch könnte der Black Friday dieses Jahr an mehreren Tagen stattfinden. In den USA mache dies bereits Schule, so Zrotz. «Die Händler können ihre Angebote so über einen längeren Zeitraum verteilen.» Das habe Vorteile für die Logistikzentren. Diese laufen während der Rabattschlacht oft am Anschlag.

450 Millionen Franken Umsatz

Am Black Friday bieten dieses Jahr am 27. November mehr als 300 Schweizer Shops spezielle Aktionen und hohe Rabatte an. Der Tag ist traditionell der Startschuss für die Weihnachtseinkäufe. Er findet immer am Tag nach Thanksgiving statt. Die Schweizer Händler machen rund 450 Millionen Franken Umsatz am Black Friday allein. So geben Schweizer Konsumenten am Schnäppchentag durchschnittlich 150 Franken aus. Gut die Hälfte der Schweizer Schnäppchenjäger tätigt ihre Black-Friday-Einkäufe sowohl in den Filialen als auch online.

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