Betroffene FirmenDas sind die ersten Wirtschaftsopfer der Corona-Pandemie
Die Corona-Krise setzt der Schweizer Wirtschaft zu: Angestellte werden entlassen, und erste Firmen müssen Konkurs anmelden.
Darum gehts
- Die Corona-Krise fordert die ersten Entlassungen.
- Einige Firmen mussten sogar Konkurs anmelden.
- Die unterschiedlichsten Branchen sind betroffen.
Mit den Titlis Bergbahnen muss die erste Bergbahn in der Schweiz Stellen wegen der Corona-Krise streichen. Das Unternehmen verkündete am Donnerstag, dass es ab Herbst Angestellte entlassen müsse. Denn seit der Wiederöffnung Anfang Juni kommen weit weniger Gäste als erhofft.
Das ist nur eines von vielen Unternehmen in der Schweiz, die unter der Corona-Krise ächzen. Ende Juli teilte die Kleidermarke Orsay mit, alle elf Filialen in der Schweiz zu schliessen. Grund dafür seien die Verluste wegen der Corona-Krise. 55 Angestellte haben ihre Arbeit verloren.
Reiseveranstalter bis TV-Sender betroffen
Der Studenten- und Jugend-Reiseveranstalter STA Travel musste wegen Corona sogar Konkurs anmelden. Betroffen sind 12 Filialen in der Schweiz – sie müssen alle dichtmachen.
Dem Glarner Textildruck versetzte die Pandemie ebenfalls den Todesstoss: Die Textilfabrik Jenny Fabrics in Ziegelbrücke und die Mitloedi Textildruck sind pleite. Gesamthaft verlieren 131 Angestellte ihre Arbeit.
Betroffen ist auch die Medienbranche: Mitte August verkündete CNN Money Switzerland das Aus. Die Corona-Krise hat dem ersten englischsprachigen Wirtschaftssender des Landes den Garaus gemacht.
Schweizer Wirtschaft schrumpft wegen Corona
Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ging zwischen April und Juni 2020 gegenüber dem Vorquartal um 8,2 Prozent zurück. Es handelt sich damit um den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnung von Quartalszahlen im Jahr 1980. Das Staatssekretariat für Wirtschaft spricht von der grössten Rezession seit 45 Jahren.