CS-AusAnti-Erdogan-Demonstranten schliessen sich CS-Kundgebung an
Die Juso rief zur Demo gegen die Verantwortlichen des CS-Aus auf. Schätzungsweise sind 500 Personen auf dem Paradeplatz. Alle News im Ticker.
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Gemeinsamer Marsch
Hinter der Anti-Erdogan-Domstration laufen einige Teilnehmende der CS-Kundgebung. Sie bewegen sich vom Stauffacher hin zum Hauptbahnhof Zürich.
Die Stimmung bleibt friedlich.
Anti-Erdogan-Demonstrierende schliessen sich CS-Demonstrierenden an
Die rund 30 Demonstrierenden, die nach der Kundgebung auf dem Paradeplatz gegen das CS-Aus ausgerufen haben, treffen auf mehrere Kurden, die zufällig gerade eine Anti-Erdogan-Demo veranstalten. Die beiden Demo-Gruppierungen schliessen sich kurzerhand zusammen und marschieren nun gemeinsam durch Zürich.
Demonstrierende ziehen weiter
Eine kleine Gruppe von rund 30 Teilnehmenden zieht nach der Auflösung der Kundgebung weiter. Sie wird von der Polizei begleitet.
Demonstration beendet
Nach rund einer Stunde beendet die Juso die Kundgebung. Die rund 500 Teilnehmenden lösen sich nach einer friedlichen Demo ohne Zwischenfälle auf und geben den Paradeplatz wieder frei.
«Die Regierung tanzt nach der Pfeife von Grosskonzernen»
«Wir müssen mit der Angst leben, dass diese Rettungsaktion wieder als Grund benutzt wird, wichtigen sozialen Fortschritt zu verhindern. Keine bezahlte Care-Arbeit, keine 35-Stunden-Woche, keinen bezahlbaren Wohnraum und keine bezahlbaren Krankenkassen. Bei den Banken ist aber immer Geld da. Und jetzt müssen wir mit der Unsicherheit leben, eine Regierung zu haben, die nach der Pfeiffe von Grosskonzernen tanzt», sagt Moritz Bögli der Alternativen Liste Zürich in seiner Rede.

Tramverkehr am Paradeplatz blockiert

Die Trams am Paradeplatz in Zürich müssen umgeleitet werden. Mehrere Trams fallen aus Die Demonstrierenden blockieren den Tramverkehr.

Klimaaktivistin fordert radikale Massnahmen vom Bundesrat
«Ich appelliere an den Bundesrat: Radikale Massnahmen für die Klimakrise. Jetzt. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren!», sagt eine Klimaaktivistin. «Wir sind hier auf dem Paradeplatz in Zürich. Umgeben von riesigen Banken und unmengen an Geld. Zu Gross zum Scheitern – schön wärs. Unmengen von Menschen haben so wenig Geld und die Milliardenboni werden noch immer ausgezahlt.»

«Bisher eine friedliche Stimmung»

Die Stimmung sei laut 20-Minuten-Reporterin Shanice Bösiger ruhig und friedlich. Die Polizei steht zwar vor dem CS-Gebäude doch auch sie scheint entspannt und musste bisher nicht eingreifen.
Schätzungsweise 500 Demonstrierende vor Ort
Laut der 20-Minuten-Reporterin haben sich rund 500 Teilnehmende auf dem Paradeplatz in Zürich versammelt. Sie gehören zu verschiedensten Gruppierungen, wie der Klimastreik-Bewegung, der Juso oder der UNIA.
«Ich sehe nicht ein, warum diese Bonis ausgezahlt werden sollen»
Meret sagt: «Mir geht es primär darum, dass keine Verantwortung übernommen wird. Menschen bekommen Boni ausgezahlt, wenn sie bei ihrer Arbeit ein Risiko auf sich nehmen müssen. Aber wenn für sie dieses Risiko keine privaten Konsequenzen mit sich bringt, sehe ich nicht ein, wieso diese Boni ausgezahlt werden sollen.»
Am Sonntag habe sie sich zuerst informieren müssen, was die Übernahme der UBS der Credit Suisse bedeuten würde. Den Entscheid des Bundes kann sie nicht nachvollziehen.

Juso-Präsident hält die erste Rede
«Für das was jetzt passiert, werden die bezahlen, die nichts dafür können»
Der Co-Leiter der UNIA Zürich-Schaffhausen, Serge Gnos, sagt, die UNIA sei aus zwei Gründen vor Ort.
Einerseits um Solidarität mit den Tausenden Personen, die ihre Anstellungen durch die Übernahme verlieren werden, auszudrücken. «Für das was jetzt passiert, werden die bezahlen, die nichts dafür können», sagt er.
Andererseits habe das Management über Jahre hinweg «ein totales Missmanagement betrieben» und Millionen abgezockt und sie bezahlen nicht. Das gehe so nicht. Für die UNIA sei es wichtig, der Bevölkerung zu zeigen, dass das was mit der CS passiert sei nicht in Ordnung sei.

«Es ist eine Zumutung, dass unser Geld da hin fliesst, wo noch Boni ausgezahlt werden»
Klima

Cyrill Hermann vom Klimastreik Schweiz ist empört. «Es ist skandalös, wie unsere Regierung mit so Krisen umgeht. Sie schmeisst milliardenschweren Konzernen, die die Umwelt zerstören das Geld nach!»
Macht der Banken und Konzerne soll gebrochen werden

«Brecht die Macht der Banken und Konzerne» fordern sie. Auch Vertretungen des Klimastreiks und der Gewerkschaft UNIA demonstrieren mit. Dass Banken gerettet werden, doch das Geld um den Klimawandel zu bekämpfen nicht vorhanden sein soll, geht für sie gar nicht.
Polizei stellt sich vor CS-Gebäude

Erste Demonstrierende treffen vor der Credit Suisse am Paradeplatz ein

Polizei bereits vor Ort

Die Polizei ist am Paradeplatz vor Ort.
Juso und «Mass-Voll» feinden sich auf Twitter an

Die Juso heisst «Mass-Voll» explizit nicht willkommen an der Kundgebung. Das sorgt für Ärger bei «Mass-Voll». Die Bewegung ruft spontan bereits um 17 Uhr zur Demonstration auf dem Paradeplatz auf.
«Mass-Voll» will auch an Kundgebung teilnehmen
Auch die Corona-skeptische Gruppierung von «Mass-Voll» will an der Kundgebung teilnehmen. Auf Twitter schreibt die Organisation: «Auf Druck des Auslandes enteignet der Bundesrat Menschen, wendet erneut illegal Notrecht an, lässt den Steuerzahler bluten und die Finanzelite bleibt ungestraft. So nicht! Wir sind heute auf dem Paradeplatz!»
Juso ruft zur Demo um 18 Uhr auf dem Paradeplatz auf
«Es ist eine Sauerei», schreibt die Juso und ruft zur Kundgebung gegen die Credit Suisse am Montagabend um 18 Uhr auf dem Paradeplatz auf. Ihre Wut richtet sich nicht nur gegen die Grossbank, sondern auch gegen den Bundesrat, wie die Jungpartei auf ihrer Website schreibt: «Die Verantwortlichen für diese Misere müssen zur Verantwortung gezogen werden. Es kann ausserdem nicht sein, dass für unzählige Probleme der Bevölkerung wie den steigenden Krankenkassenprämien und tiefen Renten oder der sich zuspitzenden Klimakrise kein Geld vorhanden sein soll, aber für die Rettung einer Grossbank praktisch über Nacht über 200 Milliarden bereit stehen.» Die Kundgebung ist bewilligt.
Am Sonntag hat die UBS die Krisengeprägte Grossbank Credit Suisse für drei Milliarden Franken übernommen. Um Risiken für die UBS zu reduzieren, spricht der Bund eine Garantie von neun Milliarden Franken aus.
Die Nationalbank unterstützt das Vorhaben mit einem Darlehen von bis zu 200 Milliarden Franken.