LP24Die Armee betreibt den Luftpolizeidienst neu rund um die Uhr
Die Schweiz erweitert ihren Luftpolizeidienst. Ab dem 31. Dezember bewachen zwei Kampfflugzeuge 24 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche den Schweizer Luftraum. Kostenpunkt: 30 Millionen Franken pro Jahr.
Darum gehts
Die Schweiz verfügt ab Ende Jahr über einen 24/7-Luftpolizeidienst.
Seit 2016 wurden die Kapazitäten kontinuierlich ausgebaut.
Die zusätzlichen Kosten pro Jahr belaufen sich auf 30 Millionen Franken.
Die Schweizer Armee hat ihr Projekt Luftpolizeidienst 24 (LP24) «erfolgreich und termingerecht» umgesetzt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Ab dem 31. Dezember stehen nun jederzeit, also 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, zwei bewaffnete Kampfflugzeuge einsatzbereit.
LP24 geht auf eine Motion von alt Ständerat Hans Hess (FDP) zurück und wurde in vier Schritten realisiert. Im Jahr 2016 standen die Jets während 50 Wochen von 8 bis 18 Uhr bereit. 2017 wurde die Präsenz auf 365 Tage ausgeweitet. Seit 2019 wurde die Betriebszeit auf 6 – 22 Uhr ausgebaut. Per Ende 2020 folgt mit dem 24-Stunden-Betrieb nun der letzte Schritt.
Über 300 Einsätze im Jahr 2020
Die beiden bewaffneten F/A-18 werden für «Hot Missions» und «Live Missions» eingesetzt. «Hot Missions» finden etwa statt, wenn Luftfahrzeuge die Lufthoheit der Schweiz verletzten. «Live Missions» sind stichprobenweise Kontrollen von ausländischen Staatsluftfahrzeugen. Im Jahr 2020 fanden 15 «Hot Missions» und 290 «Live Missions» statt.
Der Ausbau auf den 24-Stunden-Betrieb kostet zusätzlich 30 Millionen Franken pro Jahr. Es werden bei der Luftwaffe, Logistik und Führungsunterstützung rund 100 neue Stellen geschaffen.