Happy EndNach über 30 Jahren findet Ehepaar seine Trauzeugen
Ein Schweizer Ehepaar heiratete 1989 in Island. Weil sie keine Trauzeugen hatten, unterschrieb ein St. Galler Paar das offizielle Formular. 31 Jahre später machte sich das Ehepaar auf die Suche nach seinen Trauzeugen – mit Erfolg.
Darum gehts
- Ein Schweizer Ehepaar heiratete vor 31 Jahren in Island.
- Weil sie keine Trauzeugen hatten, unterschrieb spontan ein St. Galler Ehepaar das offizielle Formular.
- Auf Facebook suchte das damalige Brautpaar 31 Jahre später nach dem St. Galler Ehepaar.
- Mit Erfolg – jetzt steht ein Wiedersehen an.
«Aufgabe gelöst! Seit Dienstagnachmittag wissen wir, dass unsere Trauzeugen vom 2. August 1989 Doris und Markus heissen», schreibt Thomas Gehrig in einem Post auf Facebook. Er und seine Frau Susan haben in der letzten Woche versucht, ihre Trauzeugen zu finden, die sie damals spontan in Island angetroffen haben und die ihnen das offizielle Papier zur Trauung auf dem Zeltboden unterschrieben haben. Das Einzige, was das Ehepaar noch über seine Trauzeugen wusste, war, dass sie aus St. Gallen kamen und etwas mit Biologie zu tun hatten.
Innert kürzester Zeit wurde der Post rege kommentiert und geteilt. In den Kommentaren gaben die User auch Tipps. Auf die Frage, weshalb sich denn das Ehepaar erst jetzt auf die Suche nach ihren Trauzeugen machte, erklärt Gehrig: «Vielleicht hat erst das Geschenk unserer Töchter zum 30. Hochzeitstag diesen Prozess ausgelöst.»
Wiedersehen geplant
Die Suche hat jetzt ein Ende. «Jetzt suchen wir einen Termin für ein Wiedersehen und die Gelegenheit, die ‹schräge› Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und uns an alte Zeiten zu erinnern», so Gehrig weiter. Markus Zöllig, der Trauzeuge des Ehepaars, hat von seiner Frau von dem Aufruf erfahren. «Nach dem Aufruf schickte mir meine Frau eine SMS und sagte, dass ich wohl gesucht werde», so Zöllig gegenüber SRF1.
Zöllig ist der Meinung, dass die Hochzeit wohl wunderbar funktioniert habe, sonst wären Thomas und Susan Gehrig nach über 30 Jahren nicht immer noch zusammen. «Ich habe in den letzten 24 Stunden bereits mehr gelacht als sonst in einer ganzen Woche», so Zöllig. Thomas Gehrig bedankt sich auch bei seiner Facebook-Community: «Ein riesiges mercimercimerci an unsere eigenen FB-Freundinnen und -Freunde und deren Freundinnen und Freunde für viele Likes und Kommentare – und letztlich über tausend Teilungen.»