Dieb bezeichnet sich als Serienmörder und begeht Selbstmord
Mysteriöse Mordgeständnisse eines mutmasslichen Diebes: Ein Franzose bezichtigte sich, er habe Dutzende von Morden in Frankreich, Deutschland und der Schweiz begangen.
Mysteriöse Mordgeständnisse eines mutmasslichen Diebes und dessen anschliessender Suizid im Gericht von Mülhausen geben der Justiz im Elsass Rätsel auf. Der 46-jährige Franzose war am Freitag wegen Diebstahls vernommen worden. Dabei habe er sich gegenüber dem Untersuchungsrichter als Serienmörder bezichtigt, auf dessen Konto «Dutzende von Morden» in Frankreich, Deutschland und der Schweiz gingen. Dies teilte die Staatsanwaltschaft vom Montag mit.
Kurz nach der Vernehmung habe sich der Mann in einer Zelle des Gerichtsgebäudes an seinen Schnürsenkeln aufgehängt. Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben Ermittlungen zu den Umständen des Suizids aufgenommen.
Gemäss ersten Erkenntnissen war der Verdächtige nach seiner Vernehmung einem Polizisten übergeben worden, der ihn eine Zeitlang in einer Zelle ohne Aufsicht liess. Ausserdem will die Justiz prüfen, was es mit den Mordgeständnissen auf sich hat.
Der Verdächtigte hatte ausgesagt, er habe eine Reihe von alten Frauen erstickt und dann ausgeraubt. Diese Morde seien anschliessend als natürliche Todesfälle eingestuft worden.
Staatsanwalt Régis Delorme zufolge machte der Mann «einigermassen präzise Angaben» zu fünf Fällen. Über die anderen angeblichen Raubmorde habe er sich hingegen nur vage geäussert. Dennoch könnten seine Geständnisse nicht von vornherein als «die eines Phantasten» abgetan werden, betonte der Ermittler.
(sda)