Diese Hacks machen das Tragen von Masken leichter

Publiziert

Ohne SchmerzenDiese Hacks machen das Tragen von Masken leichter

Masken können schmerzen, drücken und Brillen beschlagen – dennoch sind sie ungemein wichtig. Diese Tipps helfen dabei, das Tragen angenehmer zu gestalten.

Dieses Video zeigt, wieso es sinnvoll ist, eine Maske zu tragen.

Video: Bauhaus-Universität Weimar

Darum gehts

  • Ab Montag müssen im öffentlichen Verkehr Masken getragen werden.
  • Oft tragen Menschen Masken aber nicht, weil sie schmerzen oder drücken.
  • Dies kann mit einigen leichten Tricks vermieden werden.
  • Ausserdem können Masken leicht selbst hergestellt werden.
  • Darüber hinaus arbeiten gewisse Firmen bereits an einer neuen Generation von Masken.

Gesichtsmasken sind eines der wichtigsten Tools im Kampf gegen das neuartige Coronavirus. Laut neuesten Erkenntnissen schützen sie nicht nur die Mitmenschen vor einer Ansteckung, sondern auch den Träger selbst. Ab nächster Woche sind Masken im öffentlichen Verkehr ausserdem Pflicht, wie der Bundesrat am Mittwoch entschied. Trotzdem tragen viele Menschen noch immer nur ungern Masken oder gar keine. Oft hat dies damit zu tun, dass die Masken unbequem sein können oder aufgrund des Drucks, den sie auf die Ohren ausüben, schmerzen. Es gibt aber einige Hacks, die das Tragen von Masken erleichtern.

Gegen Schmerzen

Nach längerem Tragen von Gesichtsmasken kann es sein, dass Schmerzen an den Ohren entstehen. Bleiben diese über längere Zeit hinweg bestehend, kann sich auch ein Kopfschmerz entwickeln. Es gibt aber viele einfache Tricks, um zu verhindern, dass ein solcher Schmerz überhaupt erst entsteht. So haben verschiedenste Firmen bereits Gadgets entwickelt, die die Bänder der Maske hinter dem Kopf statt hinter den Ohren zusammenhalten. So hat beispielsweise diese Firma ein kleines Hilfsmittel entwickelt, mit dem die Maske an die Grösse des Kopfs angepasst werden kann.

Wer aber nicht extra noch mehr Ausrüstung kaufen möchte, kann auch mit Materialien arbeiten, die bereits zu Hause vorhanden sind. Wer ein Nähkästchen und einige lose Knöpfe herumliegen hat, kann diese ganz einfach an ein Stirnband oder einen Hut annähen. Die Gesichtsmaske kann dann an diesen Knöpfen anstelle der Ohren eingehakt werden.

Wem aber auch dies noch zu kompliziert ist, kann zu einer Büroklammer und etwas Gummiband greifen. Mithilfe der Klammer können die Gummibänder hinter dem Kopf zusammengehalten werden, sodass kein Druck auf die Ohren entsteht. Folgende Twitter-Nutzerin hat es vorgemacht:

Wer lange Haare hat, kann sich auch diese zunutzen machen, wie dieses Video von Nurse.org zeigt:

Eigene Maske herstellen

Wer nicht ständig neue Einwegmasken kaufen möchte, kann auch selbst Masken herstellen. Wie sich gezeigt hat, schützen nämlich auch schon Stoffmasken deutlich besser vor einer Ansteckung, als wenn gar keine Maske getragen wird. So haben die Gesundheitsbehörden der USA (CDC) beispielsweise eine Anleitung auf ihre Website geladen, wie man selbst Masken herstellen kann.

Dieser Anleitung zufolge bracht man nur zwei 25 cm mal 15 cm grosse Stoffstücke. Diese legt man übereinander und faltet die langen Seiten in einem zweiten Schritt übereinander. Danach faltet man auch die kürzeren Seiten aufeinander und zieht ein elastisches Band hindurch. Schliesslich näht man all die gefalteten Teile zusammen, und fertig ist die Maske.

Wichtig ist, dass die selbst genähten Maske nach dem Gebrauch gut gereinigt wird. Dafür kann sie bei hohen Temperaturen gewaschen werden, «idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad», so das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Alternativ kann man sie laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auch für 10 Minuten in einem Topf auskochen.

Masken und Brille

Brillenträger regen sich oft über Gesichtsmasken auf. Denn diese tragen oft dazu bei, dass die Brille aufgrund der ungewohnten Strömung der Atemluft beschlägt. Dem muss aber nicht so sein. Auch hierfür gibt es einige einfache Hacks, die das Tragen einer Brille mit Gesichtsmaske völlig unproblematisch machen.

Zuerst einmal ist es wichtig, dass die Maske richtig getragen wird. Es muss darauf geachtet werden, das die Maske die Nase bedeckt und dass die Form um die Nase herum angepasst wird, sodass der Stoff nahe an der Haut anliegt. Dann sollte die Brille auf den Stoff der Maske gesetzt werden.

Wenn die Brille dennoch beschlägt, kann ein Tropfen Geschirrspülmittel oder Rasiercreme helfen. Dieser kann anschliessend mit Wasser abgespült werden. Zurück bleibt ein dünner, durchsichtiger Film, der die Brille vor dem Beschlagen schützen sollte.

Welche Masken gibt es?

Masken, die zum Schutz getragen werden, können in zwei Kategorien unterteilt werden: Mund-Nase-Schutz-Masken (MNS) und Atemschutzmasken. Die MNS-Masken dienen Hauptsächlich zum Schutz des Umfelds und des Trägers selbst, filtern die Luft, die eingeatmet wird, aber nicht. Sie wirken hauptsächlich, weil die Keime, die durch das Atmen, Niesen oder Husten ausgestossen werden, abgefangen werden. Atemschutzmasken hingegen sind zur Filterung von Partikeln gemacht und werden oft FFP-Masken genannt (FFP=Filtering Face Piece). Hierbei gibt es drei Schutzstufen: FFP1, FFP2 und FFP3. Die WHO empfiehlt, dass für medizinische Zwecke mindestens die Schutzstufe FFP2 verwendet werden sollte.

Gesichtserkennung und Lippenlesen

Wer schon einmal versucht hat, sein Smartphone zu entsperren, während eine Gesichtsmaske getragen wurde, wird bemerkt haben, dass die Gesichtserkennung nicht funktioniert. Grund dafür ist, dass das Handy nebst den Augen auch nach Lippen, Nase und anderen Gesichtszügen sucht, um ein bekanntes Gesicht zu erkennen. Mit einer Maske funktioniert dies allerdings nicht. Zwar zeigen iPhones mittlerweile gleich den Code-Screen an, wenn erkannt wird, dass eine Maske getragen wird, aber das Eingeben eines Zahlencodes zur Entsperrung des Telefons geht nach wie vor länger als die Gesichtserkennung.

Nun hat eine Firma für diese Problematik eine Lösung gefunden und eine durchsichtige Gesichtsmaske konzipiert. Diese filtert die eingeatmete Luft und wird mithilfe von UV-Strahlen sauber gehalten. Mit einer solchen durchsichtigen Masken kann aber nicht nur das Smartphone entsperrt werden, sie hilft insbesondere auch Personen, die auf Lippenlesen angewiesen sind. Ausserdem verbirgt die Maske die Gesichtsausdrücke und Lippen des Trägers nicht. Das Produkt wurde erfolgreich via Indiegogo finanziert und von der Food and Drug Administration (FDA) der USA registriert.

Bild: Indiegogo.com

Die nächste Masken-Generation?

Während es äusserst wichtig ist, dass jegliche Art von Masken getragen werden, arbeiten verschiedenste Unternehmen bereits an neuartigen Masken, die die Träger noch besser schützen sollen. Dies ist mittels UV-Licht-Technologie möglich.

Eine dieser Firmen ist Oracle Lighting, die den Antimicrobial Irradiation Respirator (oder AIR) erfunden hat. «Masken sind wichtig in der Prävention von Covid-19, sie filtern aber nur 95 Prozent aller Partikel aus der Luft», sagt Justin Hartenstein, Produktedirektor bei Oracle Lighting. Die AIR-Maske sei dazu gemacht, mittels UV-Licht auch die restlichen Partikel aus der Luft zu filtern. Denn UV-Licht kann gewisse Partikel wie beispielsweise Sars-CoV-2 mittels Photonen inaktiv schalten und zerstören.

Deine Meinung zählt

77 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen