«Es stinkt zum Himmel, und niemand tut etwas»

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Iiiiuh!«Es stinkt zum Himmel, und niemand tut etwas»

Seit Monaten läuft Abwasser aus einem kaputten Kanalisationsrohr über die Strasse beim Haus von Martin Schweizer aus Maladers GR. Als seine Frau mit Krücken auf dem Abwasser ausrutschte, reichte es ihm.

Seit Monaten muss sich Martin Schweizer mit dem Gestank des Abwassers, das aus einem kaputten Rohr kommt, herumschlagen. Das Abwasser kommt von einer Baustelle auf dem anliegenden Grundstück.
«Die Scheisse läuft schon seit Februar so ab», sagt Schweizer zum «Blick». Seine Frau sei kürzlich sogar auf Krücken auf dem Abwasser ausgerutscht und gestürzt. Dabei habe sie sich leicht den Daumen verstaucht.
Er habe sich bereits bei allen möglichen Stellen beschwert. Bis heute sei nie etwas passiert. Es sei auch nicht das erste Mal, dass er mit der anliegenden Baustelle Probleme habe. «Es stinkt zum Himmel, und niemand tut etwas», sagt Schweizer.
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Seit Monaten muss sich Martin Schweizer mit dem Gestank des Abwassers, das aus einem kaputten Rohr kommt, herumschlagen. Das Abwasser kommt von einer Baustelle auf dem anliegenden Grundstück.

Privat

Darum gehts

  • In Maladers GR sorgt ein kaputtes Kanalisationsrohr für erhitzte Gemüter.
  • Seit Februar läuft Abwasser aus dem Rohr über die Strasse.
  • Sehr zum Missfallen von Anwohner Martin Schweizer.
  • Seine Frau ist auf Krücken auf dem Abwasser ausgerutscht.
  • Schweizer hat die Polizei kontaktiert.
  • Nun soll das Loch endlich geflickt werden.

Martin Schweizer aus Maladers GR stinkt es – und das wortwörtlich. Neben seinem Haus laufe nämlich seit Monaten Abwasser aus einem defekten Kanalisationsrohr einer Baustelle ab. «Die Scheisse läuft schon seit Februar so ab», sagt Schweizer zum «Blick». Seine Frau sei kürzlich sogar auf Krücken auf dem Abwasser ausgerutscht und gestürzt. Dabei habe sie sich leicht den Daumen verstaucht, wie er gegenüber 20 Minuten ausführt.

Er habe sich bereits bei allen möglichen Stellen beschwert und verlangt, dass das Leck endlich geflickt werde. Bis heute sei aber kaum etwas passiert. Die Baustelle sei ihm schon länger ein Dorn im Auge. Letzten Winter habe die Baustelle seinen Garten und sein Dach mit Spritzbeton eingedeckt. Zudem werde höher gebaut, als bewilligt ist.

Am Samstag hat Schweizer dann die Polizei kontaktiert. «Jetzt wurde die Brühe notdürftig mit Sand bedeckt, damit niemand mehr darauf ausrutscht», so Schweizer. Die Stadtpolizei bestätigt das gegenüber dem «Blick».

Bauleiter beschuldigt Schweizer

Der Bauleiter der betroffenen Baustelle, Besnik Ismaili, sieht die Geschichte etwas anders. Für ihn ist das Ganze nur ein Kleinkrieg, der von Schweizer immer wieder aufs Neue befeuert werde. Er ist sogar der Meinung, dass Schweizer das Rohr absichtlich herausziehe. Schweizer widerspricht ihm, von einer Privatfehde will er nichts wissen.

Der Stadt Chur ist das kaputte Rohr seit Mitte Juli bekannt. «Wir haben den Bauherrn damals aufgefordert, den Mangel zu beheben», wird Stadtrat Tom Leibundgut, Leiter des Departements Bau Planung Umwelt, zitiert. Obwohl gesagt wurde, dass es erledigt sei, wurde bei einer Kontrolle Ende Juli Gegenteiliges festgestellt. Seither werden die Behörden vertröstet. Nun habe der Baustellenleiter eine letzte Frist erhalten, um die Leitung endlich dicht zu machen.

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