Flixbus nach Chur«Fahrer musste stoppen, weil sein Handy runterfiel»
Ein Flixbus-Fahrer spielte auf der Fahrt von München nach Chur mit seinem Handy – und musste deswegen auf dem Pannenstreifen halten.
Auf einer Flixbus-Fahrt von München nach Chur am Sonntag fühlte sich ein 20-Minuten-Leser «sehr unwohl». Der Grund: Der Fahrer habe die ganze Zeit am Handy rumgespielt. Das Foto eines anderen Lesers belegt, dass der Mann mit dem Handy am Steuer unterwegs war.
«Die Fahrt wurde teils recht unruhig», sagt der Leser. «Der Fahrer bremste abrupt ab, es gab unnötige Schlenker.» Dann sei der Busfahrer sogar auf der Autobahn auf den Pannenstreifen gefahren und habe dort gestoppt. «Wir wunderten uns», sagt der Leser. «Es war aber keine Panne. Dem Fahrer war das Handy zwischen die Beine gefallen und er musste es am Boden suchen.» Er gehe davon aus, dass dieses Verhalten illegal sei, sagt der Leser.
«Sicherheit hat Priorität»
Flixbus-Sprecher Martin Mangiapia sagt, Flixbus nehme den Hinweis sehr ernst und habe die Informationen umgehend zur internen Prüfung weitergeleitet. «Die Sicherheit der Fahrgäste und Fahrer hat für uns oberste Priorität», sagt Mangiapia. Flixbus wähle seine Partner genau aus und schule die Fahrer intensiv und regelmässig.
Verstösse wie diesen toleriere Flixbus keinesfalls und verfolge sie konsequent. Im konkreten Fall dauere die Prüfung, die nach einem geregelten Prozess verlaufe, aber noch an. «Sollte es nachweislich zu einem Verstoss gekommen sein, wird eine umfassende Nachschulung erfolgen.» Darüber hinaus behalte sich Flixbus Sanktionen vor, die von einer Abmahnung bis hin zu Massnahmen wie Strafzahlungen reichen könnten. Regelmässige Kontrollen durch unabhängige Institute und interne Kontrollen zeigten aber, dass es sich bei Verstössen wie diesem um Einzelfälle handle.