Beim ersten Klingeln rausFinger weg von der Snooze-Taste!
Kaum jemand hält die Schlummer-Funktion am Wecker nicht für einen Segen. Doch leichter aufstehen lässt sich damit nicht. Sie versaut uns sogar den Tag.
Wohl dem, der nach Herzenslust ausschlafen kann. Denn alle anderen werden eher unsanft aus den Federn geklingelt. Aufstehen tun viele dann trotzdem nicht. Stattdessen bestätigen sie die Schlummer-Funktion ihres Weckers – in der Hoffnung, dass die paar Minuten länger im Bett sie fitter machen. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall.
Denn unser Schlaf ist in unterschiedliche Phasen gegliedert, die einander abwechseln: Im ersten Teil der Nacht dominieren die Tiefschlafphasen, in denen der Schlafende schwieriger aufzuwecken ist. Danach bereitet sich der Körper langsam auf das natürlich Erwachen vor: Der Schlaf wird leichter, die Körperkerntemperatur steigt und auch der Pegel des Stresshormons Cortisol erhöht sich.
Schlimmer statt besser
Reisst einen der Wecker jedoch zu früh aus dem Schlaf, ist diese Leichtschlafphase noch nicht erreicht. Der Körper ist dann noch nicht ausgeruht. Das erklärt den Wunsch, einfach weiterzuschlafen und darauf zu hoffen, dass das Snoozen (engl. Schlummern) Wunder wirkt.
Doch wer nach dem Weiterstellen des Weckers noch einmal einschläft, verschlimmert die Situation noch. Denn der Schlafzyklus beginnt von vorn und man taucht ein in die Tiefschlafphase. Wenn der Wecker dann erneut klingelt, fallen das Aufwachen und Aufstehen noch viel schwerer.
Snoozen macht müde. (Video: Youtube/AsapSCIENCE)